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Die Seidenstraßen-Initiative: Eine Chance – aber nur für Menschen mit Weitblick

  ·   2017-08-28  ·  Quelle:Beijing Rundschau
Stichwörter: Seidenstraße;Übernahme
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Das Jahr 2016 war ein großer Erfolg für die chinesisch-deutsche Wirtschaftskooperation. China wurde erstmals Deutschlands größter Handelspartner und die Investitionen aus China übertrafen die deutschen Investitionen in China. Was halten Sie von diesen neuen Entwicklungen? 

Die neuen Veränderungen bedeuten, dass die Handelskontakte zwischen beiden Ländern inzwischen sehr eng sind. Man sollte die Investitionen nicht anhand einfacher Zahlen beurteilen. Es ist normal, dass China als die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt mehr in Deutschland investiert hat als Deutschland in China. Trotzdem haben die schnell steigenden Investitionen aus China in Deutschland Sorgen hervorgerufen. Einige deutsche Medien behaupteten, dass China ganz Deutschland aufkaufen würde. Diese Behauptung ist völlig unbegründet. Da chinesische Unternehmen mit ihren Investitionen in Deutschland sehr spät begonnen haben, wachsen die Investitionen von einem niedrigen Niveau aus. Zurzeit beläuft sich das gesamte Investitionsvolumen Deutschlands in China auf über 70 Milliarden Dollar, während Chinas Investitionen in Deutschland bei nur knapp 10 Milliarden Dollar liegen. Deshalb sollten wir die Handelsinvestitionen beider Länder immer langfristig betrachten, anstatt nur aus kurzfristigen Daten unsere Schlüsse zu ziehen.  

Trotz der engen wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern äußern sich deutsche Medien sowie Mitglieder der Bundesregierung zunehmend kritisch gegenüber chinesischen Investitionen. Woher kommt das? Werden die negativen Berichte den „Enthusiasmus“ chinesischer Investoren in Deutschland bremsen? 

Deutschland ist für seine freie Wirtschaft und seinen offenen Markt bekannt, aber bei chinesischen Investitionen wird scheinbar immer mit zweierlei Maß gemessen. Die deutsche Regierung hat mehrfach behauptet, dass sie nicht in die Wirtschaft eingreift, jedoch hat sie schon mehrfach auf die Übernahme deutscher Unternehmen durch chinesische Investoren politischen Einfluss ausgeübt. Aus meiner Sicht haben die Deutschen das aus ideologischen Gründen und wegen ihrer Vorurteile getan. Sie machen sich Sorgen, dass die Entwicklung chinesischer Unternehmen die Konkurrenz verschärfen wird, ohne die potenziellen Chancen zu berücksichtigen. Vor kurzem hat das Bundeskabinett die vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) vorgelegte „9. Verordnung zur Änderung der Außenwirtschaftsverordnung (AWV)“ beschlossen, was sowohl die Interessen chinesischer Unternehmen beeinträchtigen als auch negative Auswirkungen auf das Investitionsklima in Deutschland haben wird. 

Die negativen Berichte deutscher Medien über chinesische Investitionen beziehen sich hauptsächlich auf drei Aspekte. Demnach seien die Investitionen chinesischer Unternehmen staatlich gesteuert; es gebe einen erzwungenen Techniktransfer und Diebstahl von Technologien; es sei schwierig, mit Chinesen Geschäfte zu machen. Können Sie etwas zu diesen Anschuldigungen sagen?  

Da es in China Staatsunternehmen gibt, sehen viele Länder – inklusive Deutschland – die Investitionen chinesischer Staatsunternehmen als staatlich angeordnete Aktionen an. Das entspricht aber nicht den Tatsachen. „Staatsunternehmen“ bedeutet hier lediglich, dass ihr Kapital zum Teil von der Regierung stammt, während die Privatunternehmen von Aktieninhabern oder Privatleuten selbst finanziert werden. Dieser Erklärung folgend könnte man sagen, dass das deutsche Staatsunternehmen Volkswagen AG etwa 40 Prozent seines Umsatzes und knapp 60 Prozent seines Jahresgewinns auf dem chinesischen Markt eingefahren hat. Trotzdem erfährt das Unternehmen, das den Fakten nach eben auch ein Staatsunternehmen ist, in China wegen seiner Identität als Staatsunternehmen keine massive Kritik. Wir meinen, solange die Produkte eines Unternehmens qualitativ hochwertig sind und von den Konsumenten anerkannt werden, ist es wünschenswert, dass es in China Geschäfte macht. Daher ist China in diesem Punkt toleranter als Deutschland.  

Technikkenner wissen, dass niemand Technik stehlen kann. Die fortschrittliche Technologie Deutschlands existiert nicht allein in technischen Entwürfen oder Patenten, sondern vor allem in den Köpfen seiner Ingenieure und im Innovationssystem des Landes. Allein durch Übernahmen kann kein Unternehmen eine führende Rolle im Bereich Technologie aufrechterhalten. Das Gleiche gilt auch für andere Länder. Durch Firmenkäufe können beide Länder die eigenen Stärken und Vorteile miteinander verbinden. China verfügt über Kapital und einen großen Markt, während Deutschland fortschrittliche Technologien anbietet, was gute Entwicklungschancen für beide Seiten schaffen wird. 

Wegen der schnellen Entwicklung betrachten unzählige ausgezeichnete ausländische Unternehmen China als ihren wichtigsten Markt, daher wird die Konkurrenz hier immer heftiger. Darüber hinaus haben die schnelle Entwicklung und der Aufstieg immer mehr einheimischer Unternehmen die Situation noch zusätzlich verschärft. Zuvor wurden deutsche Unternehmen von der Politik in China begünstigt, jetzt müssen sie sich jedoch fair der Konkurrenz der vielen anderen Unternehmen stellen. Das bedeutet, dass sich der chinesische Markt entwickelt, dass er reifer wird. Eigentlich gibt es in Deutschland viele Handelsbarrieren – so ist es zum Beispiel chinesischen Unternehmen verboten, deutsche Stromfirmen zu übernehmen. Was bedeutet, dass chinesische Unternehmen von vielen deutschen Infrastrukturprojekten ausgeschlossen sind. 

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