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Die Seidenstraßen-Initiative: Eine Chance – aber nur für Menschen mit Weitblick

  ·   2017-08-28  ·  Quelle:Beijing Rundschau
Stichwörter: Seidenstraße;Übernahme
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Seidenstraßen-Initiative: Wie wirkt sich die Seidenstraßen-Initiative auf die chinesisch-deutsche Wirtschaftskooperation aus? Wie wird sich die chinesisch-deutsche Kooperation in Zukunft weiterentwickeln? Wie sollte man mit den negativen Berichten der deutschen Medien über die chinesischen Investitionen und Firmenübernahmen umgehen? Wie kann man die Investitionen und Firmenerwerbe zwischen China und Deutschland weiter fördern? Auf diese und weitere Fragen antwortete Wang Weidong, Gesandter-Botschafter der Wirtschafts- und Handelsabteilung an der chinesischen Botschaft in Berlin, kürzlich bei einem Exklusivinterview mit einem Repräsentanten der Kai Yuan Information & Business GmbH (Deutschlands größter chinesischer Reiseveranstalter). 


Kai YuanHerr Wang, können Sie uns erklären, welche konkreten Auswirkungen die Seidenstraßen-Initiative in den vergangenen vier Jahren auf die chinesisch-deutsche Wirtschaftskooperation hatte? 

Wang Weidong2013 hat Staatspräsident Xi Jinping die Initiative „Ein Gürtel und eine Straße“ vorgestellt, die weltweit viel Aufsehen erregt hat. Die zunächst eher zurückhaltende Reaktion der Deutschen auf die Seidenstraßen-Initiative hat sich seither auch deutlich verändert. Am Anfang hegten die Deutschen großen Zweifel an dem Projekt, doch ihre Haltung bezüglich der Initiative wurde mit der Zeit immer positiver. Schließlich wollten sie dann doch auch daran teilnehmen. Ich meine, dass die schrittweise Umsetzung der Initiative mehr Kooperationschancen für alle Länder bietet – auch für Deutschland. Natürlich können nur weitsichtige Menschen diese Chance sehen. Wenn man daran zweifelt oder zu lange zaudert, ist der Moment vorbei. Da die Seidenstraßen-Initiative ein großangelegtes Entwicklungsprojekt ist, braucht man Zeit, um sie zu verstehen und zu akzeptieren. Das ist selbstverständlich. Deshalb ist es unser Ziel, diese Initiative in die Tat umzusetzen und neue Kooperationschancen zu schaffen.  

Im Rahmen dieser Initiative können beide Länder die Zusammenarbeit in zwei Bereichen verstärken. Einerseits sind da die China-Europa-Güterzugverbindungen – eines der bisher wichtigsten Kooperationsprojekte, das mithilfe der Seidenstraßen-Initiative entstanden ist. Die China-Europa-Güterzugverbindungen stellen für China und Deutschland sowie für viele andere Länder entlang der Handelsroute eine günstige Transportmöglichkeit dar. Dank dieser Güterzüge konnten auch deutsche Städte wie Hamburg und Duisburg ihren Einfluss erhöhen und mehr Arbeitsplätze schaffen. Neben diesen Städten werden aber auch viele deutsche Unternehmen profitieren. Die Deutsche Bahn zum Beispiel kommt durch die China-Europa-Güterzugverbindungen zu neuen Geschäftschancen. Sie hat sich auch bereits ein Ziel gesetzt: bis 2020 sollen 100.000 zusätzliche Container transportiert werden. 

Außerdem bietet die Seidenstraßen-Initiative Unternehmen beider Länder die Chance zur Zusammenarbeit auf Drittmärkten. Die Initiative erstreckt sich auf viele Länder, die einen Wirtschaftsgürtel mit enormem Entwicklungspotenzial bilden, da einige dieser Länder von ihrer Wirtschaft und Infrastruktur her verhältnismäßig schwach sind. Wenn die Initiative von allen Ländern angenommen wird, könnte sie chinesischen und deutschen Unternehmen viele Geschäftschancen verschaffen.  

Einige westliche Länder haben eine einseitige, negative Meinung über die Seidenstraßen-Initiative angenommen. Es gibt sogar die Behauptung, dass China mittels der Wirtschaft die Welt kontrollieren will. Was kann man gegen solche Behauptungen tun? 

Nach meinen Beobachtungen halten einige deutsche Medien und auch Politiker an einer veralteten Nullsummen-Mentalität fest. Sie können sich einfach nicht an den friedlichen Aufstieg Chinas gewöhnen und sehen ihn sogar als Bedrohung an. Vor diesem Hintergrund versuchen sie, Chinas Entwicklung zu hemmen oder einzuschränken. Ich finde das total absurd. Nur durch Zusammenarbeit und gemeinsame Entwicklung kann der „Kuchen“ überhaupt groß genug gemacht werden, damit alle Länder ein Stück davon abbekommen können. Die Initiative bietet allen beteiligten Ländern bessere Kooperationschancen. 

Gegenwärtig steht die Welt vor riesigen politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen. Auch Deutschland ist nicht in der Lage, diese Herausforderungen alleine zu bewältigen. Das Gleiche gilt für China. Daher ruft China alle Länder dazu auf, aktiv zusammenzuarbeiten. Xi Jinping hat sich bei dem G20-Gipfel in Hamburg sehr deutlich ausgedrückt, als er sagte, dass China in den Bereichen Globalisierung, freier Handel und globale Wirtschaft mit allen Ländern zusammenarbeiten wird, was eine wichtige Rolle bei der Erreichung eines Konsens unter den beteiligten Ländern gespielt hat.     

Im Jahr 2017 haben Ministerpräsident Li Keqiang und Staatspräsident Xi Jinping kurz nacheinander Deutschland besucht und Xi hat auch am G20-Gipfel in Hamburg teilgenommen. Welche positiven Auswirkungen wird dies auf die Wirtschafts- und Handelskontakte zwischen China und Deutschland haben? 

Die Kontakte auf höchster politischer Ebene sind sehr wichtig. Sie können die Beziehungen stärken und eine Grundlage für gegenseitiges Vertrauen schaffen. Staatspräsident Xi hat Deutschland schon zweimal besucht, Ministerpräsident Li dreimal. Bundeskanzlerin Angela Merkel ist die erste westliche Regierungschefin, die während ihrer Amtszeit zehnmal in China gewesen ist. Als Kooperationspartner sollten China und Deutschland das gegenseitige Vertrauen verstärken. Das gegenseitige Vertrauen auf höchster politischer Ebene, zwischen den Unternehmen und vor allem den Bevölkerungen beider Länder sind eine wichtige Garantie für die erfolgreiche Zusammenarbeit.  

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