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Besserer Marktzugang soll Auswirkungen des Handelskonfliktes abfedern

  ·   2019-05-28  ·  Quelle:german.china.org.cn
Stichwörter: Handelskonflikt;China
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 Um die negativen Auswirkungen des Handelskonfliktes mit den Vereinigten Staaten abzufedern will China seine Märkte weiter öffnen. Vor allem marktorientierte Reformen im Dienstleistungssektor stehen dabei im Vordergrund.


Die chinesischen Behörden der Finanzaufsicht bereiten eine umfassende Öffnung der Wirtschaft des Landes vor. Ausländische Unternehmen aus den Sektoren Risikomanagement, Bonitätsprüfung, Verbraucherfinanzierung, Stiftungen und Krankenversicherung sind demnach besonders willkommen, betonten hochrangige Beamte am Wochenende. Durch den verbesserten Zugang zum chinesischen Finanzsektor soll der Druck auf der Weltwirtschaft angesichts der Handelsspannungen zwischen Beijing und Washington abgemildert werden.

Durch die Maßnahmen soll ein Teil der negativen Auswirkungen der Handelshemmnisse auf die wirtschaftliche Erholung ausgeglichen werden und es China ermöglichen, sein Wachstumsziel von sechs Prozent zu erreichen, sagten die Experten. Unter dem Druck des Handelskonfliktes beschleunigt die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt die Verlagerung seines Wirtschaftsmodells von der Ausrichtung auf den Export zu mehr Dienstleistungsorientierung.

„Die Vereinigten Staaten haben den Handelskonflikt eskalieren lassen. Doch damit haben sie keine Probleme gelöst. Dies führt lediglich zu starken Kursausschlägen an den Finanzmärkten und schadet der Weltwirtschaft“, sagte Guo Shuqing, Parteisekretär der Zentralbank und Leiter der Banken- und Versicherungsaufsicht.

Die Auswirkungen auf die chinesische Wirtschaft seien sehr begrenzt, sagte er. „Obwohl die chinesischen Finanzmärkte im vergangenen Jahr stark von den Handelsspannungen betroffen waren, ist es unwahrscheinlich, dass sie in Zukunft noch stärker in Mitleidenschaft geraten, da auch die finanzielle Widerstandsfähigkeit zugenommen hat.“

Der riesige einheimische Verbrauchermarkt in China werde den größten Teil der überschüssigen Exporte absorbieren und viele chinesischen Warenströme würden sich auf andere Auslandsmärkte verlagern. Zwar würden die USA weiterhin Produkte aus China kaufen, wenn es keinen Ersatz gibt, doch die amerikanischen Verbraucher müssten dafür höhere Preise zahlen, sagte Guo.

Untersuchungen des Internationalen Währungsfonds vom Freitag haben ergeben, dass einige dieser Zölle an die amerikanischen Verbraucher weitergegeben wurden, während andere auf die Importeure abgewälzt wurden, was deren Gewinnspannen verringerte.

Die Beschränkungen der USA für Hightech-Exporte nach China führen dazu, dass sich das Handelsbilanzdefizit Washingtons gegenüber China erhöht, die steigenden Preise könnten auch die niedrige Inflation in den Vereinigten Staaten ins Gegenteil verkehren. In der Zwischenzeit werde jeder spekulative Handel mit der chinesischen Währung, die unter Abwertungsdruck steht, „unweigerlich zu hohen Verlusten führen“, sagte Guo.

Um die nachteiligen Auswirkungen des Handelskonfliktes abzufangen, strebt China die weitere Öffnung des Dienstleistungssektors und die Entwicklung von KI-basierter Hightech an. So soll das Wirtschaftswachstum bis zum Jahr 2035 von 6,3 Prozent auf rund sieben Prozent steigen, sagte Chinas ehemaliger Wirtschaftsminister und stellvertretender Geschäftsführer beim IWF, Zhu Min.

„Eine marktorientierte Reform und Öffnung wird die Produktivität im Dienstleistungssektor verbessern. Dies ist eine wichtige Sache, um das Wirtschaftswachstum zu stabilisieren“, sagte Zhu.

Chen Yulu, ein Vizegouverneur der chinesischen Zentralbank, sprach sich ebenfalls für eine umfassende Öffnung des Finanzsektors aus. Ausländische Investoren sollten zukünftig alle Arten von Finanzgeschäften in China abwickeln können, ausgenommen derjenigen, die auf einer Negativliste stehen.

Inländische Finanzinstitute seien nun in der Lage, auch in einem härteren Wettbewerb mit globalen Konkurrenten zu bestehen, da sich ihre Servicefähigkeiten in vielen Bereichen erheblich verbessert habe, sagte Li Daokui, ein Wirtschaftswissenschaftler an der Tsinghua-Universität.

Trotz des Gegenwinds seien Investoren immer noch optimistisch in Bezug auf die wirtschaftlichen Aussichten Chinas, sagte Zhang Zhiwei, Chefökonom der Deutschen Bank in China und Leiter der chinesischen Aktienstrategie.

Ausländische Investoren glauben, dass China über ausreichend politische Instrumente verfügt, um den kurzfristigen Abwärtsdruck auszugleichen. Auch die finanziellen Risiken stünden unter Kontrolle, da sich das Schuldenniveau des Landes stabilisiert habe, sagte Zhang. Chinas Gesamtverschuldung im Verhältnis zum BIP ist laut der Zentralbank bis Ende 2018 auf 249,4 Prozent gesunken, 1,5 Prozentpunkte weniger als ein Jahr zuvor.

Wenn sich die Handelsspannungen weiter verschärfen, wird eine stärkere Öffnung der Politik in den Bereichen medizinische Versorgung und Bildung dazu beitragen, das Vertrauen der globalen Investoren in die chinesische Wirtschaft zu stärken, gab sich Zhang zuversichtlich.

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