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Eine wertvolle Vision für den ländlichen Raum

Von Hou Weili  ·   2018-04-23  ·  Quelle:Beijing Rundschau
Stichwörter: Landwirtschaft;Wohlstand;Boao
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Die Neue Ära für Chinas ländlichen Raum ist eine Vision, die darauf abzielt, die Landwirte zu stärken, die Landwirtschaft zu diversifizieren und einen grünen, nachhaltigen Lebensstil zu fördern. 

 

Wen Tiejun, Professor an der Universität für Land- und Forstwirtschaft in Fujian, am 9. April bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen des Asienforums in Boao (Boao Forum for Asia, BFA 2018). Foto: Duan Wei 

Wen Tiejun, 67, versteht sich heutzutage als typischer Vertreter der chinesischen Mittelschicht. Vor fünf Jahren, damals noch als ein sehr wohlhabender Stadtbewohner, traf er eine Entscheidung, die die Menschen um ihn herum schockierte: Er verkaufte das Multi-Millionen-Yuan-Grundstück der Familie in der Innenstadt von Beijing und zog in ein Dorf in der ostchinesischen Provinz Fujian. 

„Es gibt keine Verschmutzung (hier im Dorf), nur frische Luft, sauberes Wasser und sichere Lebensmittel. Das ist ein besseres Leben", sagte Wen der Beijing Rundschau. 

Dieser idyllische Lebensstil war etwas, was der Agrarökonom Wen als Delegierter der Boao BFA-Jahreskonferenz 2018 auf der Insel Hainan in Hülle und Fülle vorfand: saubere Luft, erstklassige Infrastruktur und öffentliche Dienstleistungen. 

Wens Entscheidung, aufs Land zurückzukehren, spiegelt sich in seinen akademischen Forschungsleistungen, seinem Werdegang und seiner beruflichen Wende wider. Im Jahr 2013 verließ er eine Stelle als Leiter der School of Agricultural Economics and Rural Development an der renommierten Renmin-Universität in Beijing und wurde Professor an der weniger bekannten Universität für Land- und Forstwirtschaft (Agriculture and Forestry University) in der Provinz Fujian. Wen hatte zwei wichtige Gründe für den Wechsel: Er suchte einen besseren, gesünderen Lebensstil und wollte mit seiner Forschung zur Förderung des ländlichen Aufschwungs, die die Landwirtschaft zu einem lukrativen Wirtschaftszweig machen soll, beitragen und konkrete Ergebnisse erzielen. Er will den Landwirt wieder zu einem attraktiven Beruf machen und die ländlichen Gebiete Chinas in schöne Lebensräume verwandeln. 

Die Zentrale Ländliche Arbeitskonferenz hat Ende letzten Jahres einen großen strategischen Wandel verkündet: von einem Fokus auf Urbanisierung in den letzten Jahrzehnten hin zu einem ländlichen Aufschwung im 21. Jahrhundert. " Dies ist äußerst wichtig, da die Landwirtschaft und die ländliche Entwicklung wirklich zu den Prioritäten Chinas zählt", sagte Wen auf der Sitzung über Marginalisiertes Ländliches Asien während der BFA-Jahreskonferenz, die vom 8. bis 11. April auf der südchinesischen Insel Hainan stattfand. 

Ländlicher Wohlstand entscheidend 

Der 19. Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas im Oktober 2017 hatte bereit den Fokus auf ländliche Themen gelegt und die Strategie zum ländlichen Aufschwung vorgeschlagen. Ein Zeitplan wurde veröffentlicht, um die Vision zwei Monate später auf der Zentralen Konferenz für ländliche Arbeit in die Realität umzusetzen. „Die Wiederbelebung des ländlichen Raums ist eine Strategie, die China entwickelt hat, um sich an neue Gegebenheiten in den Weiten des Landes anzupassen", sagte Han Changfu, Minister für Landwirtschaft und ländliche Angelegenheiten, auf der Konferenz. 

Der ländliche Raum und die Landwirtschaft sind in eine neue Ära eingetreten. Statistiken des Ministeriums für Landwirtschaft und ländliche Angelegenheiten zeigen, dass Chinas jährliche Getreideproduktion in den letzten fünf aufeinander folgenden Jahren mehr als 600 Millionen Tonnen beträgt. Das jährliche verfügbare Pro-Kopf-Einkommen in den ländlichen Gebieten erreichte 13.432 Yuan (1.730 Euro). Der Anteil des technologischen Fortschritts an der Effizienzerhöhung der landwirtschaftlichen Produktion liegt bei über 66 Prozent, was zeigt, dass sich Chinas Landwirtschaft von einem rein ressourcen- hin zu einem technologiegetriebenen Wirtschaftssektor entwickelt. Darüber hinaus verbessern sich auch die öffentlichen Dienstleistungen und die Infrastruktur im ländlichen Raum. 

Die Herausforderungen einer unzureichenden Entwicklung des ländlichen Raums und unausgewogener Stadt-Land-Beziehungen sind jedoch beträchtlich. „Vor allem die Qualität der Landwirtschaft muss verbessert werden, die Dynamik zur Steigerung des Einkommens der Landwirte ist schwach und das Einkommensgefälle zwischen städtischen und ländlichen Gebieten ist nach wie vor groß", sagte Han. 

Die rasante Urbanisierung der letzten Jahrzehnte hat in China dazu geführt, dass die ländlichen Gebiete ihre produktiven Bewohner im arbeitsfähigen Alter verloren haben und in einigen Gebieten verödet sind. Die neuesten Daten des Staatlichen Statistikamts zeigen, dass es in China im Jahr 2016 insgesamt über 169 Millionen Wanderarbeiter gab, fast 30 Prozent der gesamten Landbevölkerung. 

Han sagte, um die Entwicklung des ländlichen Raums und der Landwirtschaft parallel zum städtischen Fortschritt zu fördern, müsse das Leben der Bauern verbessert werden. „China kann kein starkes Land sein, wenn seine ländlichen Gebiete verödet sind", sagte er. 

Für Wen bergen die ländliche Bevölkerung und der ländliche Markt ein großes Potenzial für die Zukunft eines prosperierenden China. " Die Landwirtschaft ist das Fundament der Nation. Sie ist der Grund, warum China eine Krise nach der anderen überstanden hat, wie beispielsweise die globale Finanzkrise von 2008 und die verheerende SARS-Epidemie von 2003", sagte Wen. 

Es ist keine leichte Aufgabe, die Vision vom ländlichen Wohlstand in die Tat umzusetzen. In ländlichen Angelegenheiten ist Wen jedoch ein Problemlöser. Seine Lösung besteht darin, das Konzept einer „sechsten Industrie" einzuführen, die es den Landwirten ermöglicht, ihr Einkommen aus landwirtschaftlichen Betrieben zusätzlich zu ihrem landwirtschaftlichen Einkommen zu erhöhen, indem sie mit Handel und Industrie zusammenarbeiten, um Produktion, Verarbeitung und Vermarktung zu integrieren und die Landwirtschaft mit dem Tourismus und anderen Dienstleistungsbranchen im ländlichen Raum zu verbinden. Eine Verbindung des primären, sekundären und tertiären Sektors das Konzept wurde ursprünglich in Japan entwickelt. 

„Statt die Landwirtschaft als einen einzigen Industriezweig zu betrachten, bringt der Ansatz der sogenannten sechsten Industrie den Landwirten einen größeren Mehrwert und ermöglicht die nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft und des ländlichen Raums." Er habe das Konzept so angepasst, dass es den lokalen Gegebenheiten in China besser entspreche, erklärte Wen. 

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