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Mobil mit Mobike und Co: Bike-Sharing macht das Pendeln in China grüner

  ·   2017-07-14  ·  Quelle:China Heute
Stichwörter: App;Bike-Sharing
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Vor rund einem Jahr hat sich die Firma Mobike angeschickt, Chinas innerstädtischen Verkehr gehörig umzukrempeln. Am 22. April 2016 führte das chinesische Start-up ein neues Bike-Sharing-Konzept in der südostchinesischen Millionenmetropole Shanghai ein. Die Idee: Chinas Großstadtbewohnern ein bequemes und erschwingliches Nahverkehrsfortbewegungsmittel zur Verfügung zu stellen, das gleichzeitig die Umwelt schont. Heute, gut ein Jahr später, sind Städter im ganzen Land im Bike-Sharing-Fieber. Überall sieht man die orange-silberfarbenen stationsfreien Fahrräder von Mobike sowie andere Sharing-Bikes im Stadtbild. Nach Shanghai haben die Räder zunächst Beijing und dann zahlreiche andere Metropolen im ganzen Land erobert, darunter Guangzhou, Shenzhen und Chengdu. Allein in Shenzhen stockte Mobike seine Leihradflotte nach 30-tätiger Probephase auf 30.000 Räder auf.

Aus dem „Reich der Fahrräder“ wird der Auto-Vizeweltmeister 

Lange galt China als „Reich der Fahrräder“, zählte den größten Fahrradbestand der Welt. In den 1950er Jahren galt das Fahrrad in der Volksrepublik nicht nur als günstiges Fortbewegungsmittel, sondern auch als familiäres Statussymbol. Zusammen mit Armbanduhr und Nähmaschine galt es den Menschen von damals als eine der „drei Voraussetzungen“, um eine Ehe zu schließen. 

Als sich allerdings nach Einführung der Reform- und Öffnungspolitik in den späten 1970er Jahren der Lebensstandard der Chinesen rapide erhöhte, wurden die Drahtesel bald nicht mehr als Luxusartikel angesehen, waren sie doch mittlerweile leicht für jedermann erschwinglich. Zu Stoßzeiten in früheren Jahren drängten sich die Räder der Werktätigen dicht an dicht und das Klingeln der Fahrradglocken erklang in allen Straßen und Gassen. 

Dank Chinas wirtschaftlichem Aufstieg ist heute ein Auto für viele chinesische Familien erschwinglich geworden. Viele Drahtesel wurden gegen Ende des 21. Jahrhunderts nach und nach durch wuchtige Blechkarossen ersetzt, die im Alltag durch Zeitersparnis und Komfort punkteten. Als Folge verschwand das Fahrrad in vielen chinesischen Städten zunehmend aus dem Stadtbild. Wer etwas auf sich hielt, klemmte sich hinter das Steuer eines Automobils. 

Laut Statistiken der Behörde für Straßen- und Verkehrsverwaltung des chinesischen Ministeriums für öffentliche Sicherheit betrug der Bestand an motorisierten Fahrzeugen Ende Juni 2016 in China 285 Millionen. Darunter erreichte die Zahl der Autos 184 Millionen. China gilt damit heute zahlenmäßig als Vizeweltmeister unter den Autofahrländern. Im Gegenzug sank die Zahl der Velos drastisch. Ihr Prozentsatz als Fortbewegungsmittel schmolz von 62,7 Prozent im Jahr 1980 auf 38 Prozent im Jahr 2000. 2014 lag die Zahl sogar nur noch bei 11,9 Prozent. 

Dabei scheinen die Vorzüge des Autos in großen Ballungsgebieten nur auf den ersten Blick so überzeugend. Denn mit der Bequemlichkeit ist es schnell vorbei, wenn man sich durch ellenlange Verkehrsstaus und Abgaswolken quälen muss. Beijing trägt längst den wenig ruhmreichen Titel einer „Stauhauptstadt“. 

Genau an diesem Punkt treten nun wieder die Vorzüge des Fahrrads als kohlenstoffarme, umweltfreundliche und ressourcenschonende Alternative zum Vorschein. Sowohl die städtischen Regierungen als auch die Menschen sind vor diesem Hintergrund daran interessiert, wieder aufs Fahrrad umzusatteln. Doch ganz so einfach schien das bisher nicht, da die Pendelstrecken in weitläufigen Stadträumen wie dem Beijings sich oft viel länger dehnen, als es mit dem Fahrrad zu bewältigen wäre. Experten plädieren deshalb schon lange für eine kombinierte Lösung aus öffentlichem Personennahverkehr via Bus und U-Bahn und umweltfreundlichen Kurzstreckenverkehrsmitteln wie dem Fahrrad. Doch das reibungslose Umsteigen von den Öffentlichen aufs Rad stellte lange einen Stolperstein in der Pendlerkette dar. 

Das jüngste Aufkommen der Sharing-Bikes scheint dieses Problem nun elegant zu lösen. Zwar gibt es beispielsweise in Beijing bereits seit dem Jahr 2001 öffentliche Mietfahrräder, doch diese konnten keinen neuen Pedelboom auslösen, wie nun die neuen Sharing-Bikes. Laut von der „Beijinger Abendzeitung“ veröffentlichten Statistiken wurden bis November 2015 mehr als 400.000 Leihkarten für die Nutzung dieser öffentlichen Mieträder, die an festen Parkstationen abgestellt werden müssen, ausgegeben. Im Durchschnitt wurden mit diesen Fahrrädern in Beijing täglich 300.000 Fahrten absolviert. Obwohl solche Zahlen die große Nachfrage nach öffentlichen Fahrrädern spiegeln, klagten viele Städter doch über die hohen bürokratischen Hürden, die für die erfolgreiche Nutzung genommen werden mussten: So waren bisher viele persönliche Informationen erforderlich und ein aufwendiger bürokratischer Prozess musste durchlaufen werden, um eine Mietkarte zu erhalten. Zudem müssen die alten Leihfahrräder an festen Stationen ausgeliehen und auch wieder zurückgegeben werden. Oftmals waren diese Stationen allerdings leer oder voll und das Fahrvergnügen erhielt so einen Dämpfer. 

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