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Immaterielles Kulturerbe: Ein fester Bestandteil jeder CIIE in Shanghai

Von Yuan Yuan  ·   2020-11-07  ·  Quelle:Beijing Rundschau
Stichwörter: CIIE;Kulturerbe;Scherenschnitt
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Hua Xingfu, ein Verbreiter der Papierreißkunst, zeigte am 4. November einen Panda im Pressezentrum der Internationalen Importmesse Chinas in Shanghai (Foto: Yuan Yuan) 

Zurzeit findet in Shanghai die 3. Internationale Importmesse Chinas (CIIE) statt. Auf der diesjährigen Messe hat ein Mann die Aufmerksamkeit von Reportern und Fotografen auf sich gezogen, der in einer Ecke des Medienzentrums die alte chinesische Kunst des Papierreißens demonstriert. 

Der 75-jährige Shanghaier Hua Xingfu erhielt vor zehn Tagen von den Veranstaltern die Einladung, die Kunstform während der Expo vorzustellen. „Scherenschnitt ist ein renommiertes traditionelles Kunsthandwerk in China", sagte Hua gegenüber der Beijing Rundschau. „Aber Papierreißen ist relativ wenigen bekannt. Ich bin einer der wenigen Verbreiter des Kulturerbes der Papierreißtechniken. Ich freue mich, diese Kunst auf dieser großen Veranstaltung präsentieren zu dürfen, damit sie bekannter werden kann.“   

Huas Interesse am Papierreißen begann, als er als Teenager auf einer Straße in Shanghai auf einen Mann stieß, der sich dieser Kunst verschrieben hatte. Er war von dessen Geschicklichkeit begeistert. Ohne Werkzeug riss der Mann das Papier mit bloßen Händen, um lebendige und komplizierte Muster zu schaffen. Wo die bekanntere chinesische Kunst des Scherenschnitts Zartheit und Präzision erfordert, ist beim Papierreißen eine Art von Freestyle-Technik erforderlich, um seine Formen und Muster zu erstellen. 

Danach fing Hua an, sich selbst die Kunst beizubringen und übte während seiner Teenagerjahre weiter. Nach seiner Schulzeit arbeitete Hua in einer Druckerei und benutzte in seiner Freizeit das anfallende Altpapier zur Vervollkommnung seiner Fähigkeiten. Er hoffte, denselben Kunsthandwerker wieder zu treffen, dem er Jahre zuvor begegnet war. Als er eines Abends von der Arbeit nach Hause zurückkehrte, sah er eine kleine Aufführung von lokalen Künstlern in einem Einkaufszentrum. Überraschend traf er dort jenen Mann, den er seit langem suchte. „Ein Zufall?“ fragte sich Hua. „Ich glaube nicht. Daher nahm er mich als seinen Schüler an.“ 

„Die runde Form, die Neumondform und gerade oder gekrümmte Linien sind die Grundmuster dieser Kunst. Aus diesen Grundelementen kann man fast alles machen“, sagte Hua. „Vor Beginn sollte man das Bild im Geist vor Augen haben. Im Gegensatz zum Scherenschnitt haben wir keine Set-Muster, das gibt uns genügend Raum für Improvisationen.“ 

Nach seiner Pensionierung hat sich Hua ganz dem Papierreißen gewidmet. Sein Mentor, der ursprüngliche Kunsthandwerker, den Hua vor vielen Jahren auf der Straße traf, heißt Hu Lide. Er ist jetzt 92 Jahre alt und reißt immer noch Papier.  

Im Jahr 2015 wurde das Papierreißen als eine Form des immateriellen Kulturerbes in Shanghai anerkannt und Hua zu einem offiziellen Verbreiter dieser Kunst ernannt. Jetzt bildet er seinen eigenen Schüler aus, einen Mann in den 40ern. 

„Es gibt keine zwei identischen Papierreißarbeiten auf der Welt“, sagte Hua. „Ich hoffe, dass diese Kunst mehr Menschen bekannt wird und dass mehr junge Menschen Spaß am Papierreißen finden.“ 

In den nächsten Tagen werden in dieser Ecke des Expo-Medienzentrums auch andere Formen des immateriellen Kulturerbes zu sehen sein, darunter Stricken und die Herstellung von Tintenbarren. Bereits zum dritten Mal hat sich die CIIE für die Popularisierung des immateriellen Kulturerbes Chinas ausgesprochen, dessen Beispiele zu den wichtigsten Ausstellungen auf der Messe gehören.  

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Adresse: BEIJING RUNDSCHAU Baiwanzhuanglu 24, 100037 Beijing, Volksrepublik China


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