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Europa kämpft gegen COVID-19 – Merkel in Quarantäne

  ·   2020-03-25  ·  Quelle:Beijing Rundschau
Stichwörter: Europa;COVID
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 Aufgrund des rasanten Anstiegs der bestätigten COVID-19-Fälle haben die europäischen Nationen am Sonntag eine Reihe weiterer Maßnahmen ergriffen, um die Epidemie zurückzudrängen. Unterdessen hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sich selbst in Quarantäne gesetzt, nachdem ein Arzt, den sie am Freitag gesehen hatte, positiv getestet wurde.

Medizinisches Personal in voller Schutzmontur behandelt einen COVID-19-Patienten auf der Intensivstation des Oglio-Po-Krankenhauses in Cremona, Italien. (Foto/Agenturen, 19. März 2020) 

Zahl der bestätigten Fälle steigt rasant 

In Italien, das von der Epidemie in Europa am stärksten betroffen ist, gab es auch am Montag noch keine Anzeichen für ein Nachlassen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus. Die Summe der Infektionsfälle lag am Sonntag bei 59.138, gegenüber 53.578 vom Samstag, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Die Behörden bestätigten auch, dass 12 Mitarbeiter des Katastrophenschutzes positiv getestet wurden. 

Frankreich hat unterdessen den ersten Coronavirus-Tod unter seinem Gesundheitspersonal zu beklagen. Ein Arzt des Krankenhauses Compiegne in L'Oise, einer der von COVID-19 am schlimmsten betroffenen Regionen des Landes, starb am Samstag an einer Infektion mit dem Virus. Dies sagte der französische Generaldirektor für Gesundheit, Jerome Salomon. Frankreich hat bisher 16.018 Infektionen mit COVID-19 bestätigt, 35 Prozent der Betroffenen sind unter 65 Jahre alt. 

In Spanien stieg die Zahl der bestätigten Fälle am Sonntag auf 28.572, und 1.720 Menschen haben durch die Krankheit ihr Leben verloren. Die Tschechische Republik, Nord-Mazedonien und Rumänien verzeichneten am selben Tag die ersten Todesfälle durch COVID-19. 

Ebenfalls am Sonntag beschloss die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, sich sofort selbst zu Hause unter Quarantäne zu stellen und in den nächsten Tagen Tests durchzuführen, nachdem ihr mitgeteilt wurde, dass bei dem Arzt, der sie gegen Pneumokokken geimpft hatte, COVID-19 diagnostiziert wurde. 

Die Kanzlerin wird auch ihre offiziellen Angelegenheiten von der Hausquarantäne aus erledigen“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur wurden in Deutschland bis Sonntag über 24.100 COVID-19-Fälle bei insgesamt 90 Todesfällen berichtet. 

Ein Polizeibeamter mit Schutzmaske vor einem designierten Testzentrum für COVID-19 in Frankfurt am Main, 17. März 2020. (Foto/Agenturen) 

Verschärfung der Maßnahmen angekündigt 

Bevor sie über den bestätigten Fall informiert wurde, sagte Merkel auf einer Pressekonferenz, dass Deutschland öffentliche Versammlungen von mehr als zwei Personen verbieten werde. Verwandte Personen, die in ihrem eigenen Haushalt leben, seien von dem Verbot ausgenommen. 

Deutschen Bürgern wurde empfohlen, Kontakte mit anderen Personen außerhalb des eigenen Haushalts auf ein Minimum zu reduzieren und in der Öffentlichkeit einen Mindestabstand von 1,5 bis zwei Metern zu anderen Personen einzuhalten. 

Feierliche Zusammenkünfte an öffentlichen Orten, zu Hause und in privaten Einrichtungen seien angesichts der derzeit ernsten Lage nicht akzeptabel, sagte Merkel und fügte hinzu, dass Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen sanktioniert würden. 

Die Beschränkungsmaßnahmen werden mindestens zwei Wochen lang gelten und zeigen, dass die Pflege älterer und kranker Menschen, kurz gesagt, Leben retten kann", sagte Merkel. 

In Spanien sagte Ministerpräsident Pedro Sanchez am Sonntag, seine Regierung wolle den am 14. März ausgerufenen Ausnahmezustand nach dem Ende der ursprünglichen Frist um weitere 15 Tage verlängern. 

In Griechenland kündigte Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis in einer live im öffentlichen Rundfunk ERT übertragenen Rede eine landesweite Ausgangssperre als Teil der Maßnahmen zur Eindämmung der weiteren Verbreitung des neuartigen Coronavirus an. Die Maßnahme trat am Montag um 6:00 Uhr Ortszeit in Kraft.  

Solche Maßnahmen müssen rechtzeitig ergriffen werden, damit sie nicht umsonst sind... Wir brauchen mutige und rechtzeitige Initiativen“, erklärte Mitsotakis. 

In Dänemark haben die Behörden unterdessen eingeräumt, dass die genaue Zahl der Infektionen in der Gesellschaft viel höher sein könnte, da nur diejenigen mit klaren Symptomen getestet würden. Das dänische Gesundheitsministerium hat eine Erweiterung seiner COVID-19-Teststrategie angekündigt. 

Wir arbeiten hart daran, unsere Testkapazitäten sowohl in privaten als auch öffentlichen Institutionen zu erhöhen, und ich möchte mit allen Regionen zusammenarbeiten, um diese offensive Teststrategie landesweit umzusetzen“, sagte der dänische Minister für Gesundheit und Seniorenangelegenheiten, Magnus Heunicke, in einer Pressemitteilung. 

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