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Beijinger Automuseum: Zeuge des Wandels chinesischer Autoideen

Von Liang Xiao  ·   2018-08-16  ·  Quelle:Beijing Rundschau
Stichwörter: Automuseum;Reform und Öffnung
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„Wenn Sie beim Fahren auf starken Regen stoßen, sollten Sie die umliegenden Fahrzeuge beobachten, um zu überprüfen, ob die Wassertiefe die Mittellinie des Rades oder den unteren Ansatz der Wagentüre überschreitet. Wenn dem so ist, dann sollten Sie Ihre Fahrt nicht fortsetzen und am besten am Straßenrand parken.“ 

Am 29. Juli 2018 veranstaltete das Beijinger Automuseum eine Sicherheitsveranstaltung mit dem Thema „Autofahren im Wasser“. (Foto mit freundlicher Genehmigung des Beijinger Automuseums) 

In diesem Jahr hat es in Beijing im Juli besonders viel geregnet. Aus diesem Grund veranstaltete das Beijinger Automuseum am letzten Sonntag des Monats ein Sicherheitstraining mit dem Thema „Autofahren im Wasser“ für die Bewohner im Distrikt Fengtai. Mit der zunehmenden Popularität von Automobilen mehren sich auch die Trainingsseminare des Automuseums Jahr für Jahr. Die Trainings stehen dabei im engen Zusammenhang mit dem Leben der Anwohner. Autofahren im Wasser und auf Eis sowie die Wartung des Fahrzeugs im Sommer und Winter sind Themen, die das Museum der Öffentlichkeit bereits näher gebracht hat. In naher Zukunft sollen nun auch Sondervorträge über die Wartung neuer Energiefahrzeuge hinzukommen. 

 

Die Außenansicht des Beijinger Automuseums (Foto von Beijing Rundschau-Fotograf Shi Gang) 

Das Beijinger Automuseum befindet sich im vierten Ring des Bezirks Fengtai. Es ist das einzige Automuseum, das von der Regierung gebaut wurde. Mit dem Bau des Museums wurde bereits im April 2006 begonnen. Fünf Jahre später wurde das Museum offiziell eröffnet. Mit einer Fläche von etwa 50.000 Quadratmetern sieht das Museum von außen wie ein „Auge“ aus. Metaphorisch steht diese Optik für eine Erweiterung des (eigenen) Horizonts. Einerseits spiegelt das Museum das Leben und die Kultur verschiedener Epochen durch Autos, Automobilzubehör, Automobilkunst und Automobilderivate in verschiedenen historischen Epochen im In- und Ausland wider, andererseits wird der Charme und der Spaß an Autotechnik durch populäre, interaktive und unterhaltsame Projekte und Aktivitäten in Szene gesetzt. 

 

Feng Qiaojuan, Direktorin der Abteilung für öffentliche Bildung des Beijinger Automuseums (Foto von Beijing Rundschau-Fotograf Shi Gang) 

Bereits 2002 begannen die Vorbereitungen für das Beijinger Automuseum. Feng Qiaojuan, Direktorin der Abteilung für öffentliche Bildung des Beijinger Automuseums, sagte, dass die Gründung des Museums im Wesentlichen auf zwei Entwicklungen beruhen würde: vor allem habe die chinesische Automobilindustrie in den ersten 20 Jahren der Reform und Öffnung große Fortschritte gemacht. Im Jahr 1982 seien nur 2 Millionen Autos im ganzen Land registriert gewesen, doch 10 Jahre danach habe Chinas jährliche Automobilproduktion eine Million Fahrzeuge bereits überschritten. 2002 seien 20 Millionen Autos in China unterwegs gewesen. Um die Entwicklung dieser Branche zu dokumentieren, habe die Stadtregierung von Beijing ein solches Spezialmuseum für Automobile ins Leben gerufen. Hinzu kommt, dass sich der materielle Lebensstandard der chinesischen Bevölkerung nach 20-jähriger Reform und Öffnung stark verbessert habe und die Nachfrage nach Wissenschafts- und Bildungskultur so  dementsprechend auch gestiegen sei, sodass immer mehr Themenmuseen entstanden seien. 

 

Daihatsu-Minibus im Beijinger Automuseum. Im Jahr 1983 gründete die Firma Tianjin Automobilfabrik eine Mikro-Auto-Produktionsbasis und führte Automobiltechnik vom japanischen Automobilhersteller Daihatsu ein. Von 1984 bis 1999 produzierte das Unternehmen 300.000 Fahrzeuge, von denen 90 % von der Taxiindustrie im ganzen Land genutzt wurden. (Foto von Beijing Rundschau-Fotograf Shi Gang) 

Die aufstrebende Entwicklung der chinesischen Automobilindustrie ist ein leuchtendes Beispiel für den 40. Jahrestag der Reform und Öffnung. Das Joint Venture und die Kooperation haben die rasche Modernisierung der Automobilindustrie gefördert, und der soziale und wirtschaftliche Aufschwung hat zu einem immer breiteren Verbrauchermarkt geführt. Im Jahr 2009 überschritt Chinas Automobilproduktion 10 Millionen. Somit hat sich China inzwischen zum weltweit größten Automobilproduktions- und Verkaufsland entwickelt. Nach den neuesten Statistiken des Ministeriums für Öffentliche Sicherheit, hat die Zahl der Autos in China bis Ende 2017 217 Millionen erreicht, während die Zahl der Autofahrer 342 Millionen beträgt. 

 

Die erste Generation des Jeep Cherokee im Jahr 1985 (zweiter von rechts) und der 1991 hergestellte Guangzhou Peugeot 505 (rechts) wurden vom Beijinger Automuseum gesammelt. Am 5. Mai 1983 wurde Beijing Jeep Automobile Co., Ltd., die erste chinesisch-ausländische Joint-Venture-Automobilfirma in China, gegründet. Am 26. September 1985 war der erste Cherokee vom Fließband gerollt. Ein historischer Moment, der den Beginn der Modernisierung der chinesischen Automobilherstellungstechnologie kennzeichnet. Die 505-Serie von Guangzhou Peugeot Motor Co., Ltd. ist eines der meistverkauften Modelle in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren. (Foto von Beijing Rundschau-Fotograf Shi Gang)   

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