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Chinas Lehren aus der WM: Ausbildung junger Talente

Von Op Rana  ·   2018-07-11  ·  Quelle:Beijing Rundschau
Stichwörter: WM;Russland;China
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Chinesische Fußballfans zeigen ihre Loyalität während des Spiels zwischen Russland und Ägypten in St. Petersburg, Russland, am 19. Juni. [Foto/Xinhua]

Im Gegensatz zu Tennis, Badminton, Tischtennis und anderen Sportarten ist Fußball nicht nur ein Teamsport, sondern auch strikt an die Zeit gebunden. Die Kicker haben 90 Minuten plus Nachspielzeit zur Verfügung, um das Spiel zu gewinnen, es sei denn, es handelt sich dabei um ein K.O.-Spiel, bei dem sie 30 Minuten mehr Zeit haben – aufgeteilt in 2x 15 Minuten – gefolgt vom gefürchteten Elfmeterschießen, falls es auch nach der Verlängerung noch keinen Gewinner geben sollte. 

Nun gibt es aber auch im Teamsport Fußball diverse Teams, die viel mehr aus Einzelstars als aus einer geschlossenen Mannschaft bestehen.  Und wenn es dann auf dem Platz an Koordination und Teamgeist mangelt, sind diese Teams oft verloren, falls ihnen nicht das Glück in Form eines Geniestreichs einer ihrer Superstars zur Hilfe eilt. Denken Sie an Argentinien in der laufenden Weltmeisterschaft. Wahrlich, ein Team mit ruhmreichen Namen – Lionel Messi,  Angel Di Maria, Sergio Agüero, Paulo Dybala, Giovanni Lo Celso und Gonzalo Gerardo Higuaín. 

Trotzdem wurde das Ziel WM-Titel meilenweit verfehlt. Hauptgründe dafür: Mangelnder Teamgeist,  ein Trainer ohne Vision und ein Lionel Messi, der seine Klasse nur allzu selten aufblitzen lassen konnte.  

Di Maria, Aguero, Dybala und Celso neigen dazu, den „heiligen Raum“ von Messi zu betreten. Dybala spielt bei Juventus genau in der gleichen Position wie Messi im Nationalteam. Di Maria ist am gefährlichsten und effektivsten, wenn er von weiten Bereichen links in das Gebiet von Messi eindringt. Sogar Aguero, ein konventioneller Mittelstürmer, driftet gerne in Messis Revier, bevor er sich mit voller Geschwindigkeit vorwärts bewegt. 

Und auch Lo Celso, der für Messi als Erbe gilt, fühlt sich in Messis Revier offenbar pudelwohl. 

Diese WM zeigt eindrücklich, dass es im Fußball um mehr geht als um individuelle Brillanz. Es ist nämlich die Summe von 11 Spielern. Natürlich kann individuelle Brillanz einige Spiele gewinnen. Aber in diesen Tagen der computergestützten Spielanalyse kann es ein Team ohne Teamgeist und Zusammenspiel zwar immer noch weit bringen, aber eben wohl nicht (mehr) ganz an die Spitze. 

Kein Zweifel, Geld kann die besten Spieler aus der ganzen Welt in die Fußballliga eines Landes locken. Aber wenn die Anwesenheit großer Spieler in seiner Fußballliga den Erfolg eines Landes im Weltfußball garantieren könnte, hätten England, Spanien, Deutschland und Italien alle Weltmeisterschaften gewonnen. Zwar haben Deutschland, Italien, England und Spanien insgesamt effektiv 10 Weltmeisterschaften gewonnen. Aber das liegt nicht an ihren Fußballligen. Ihr Erfolg ist auf ihre Programme zur Förderung angehender Fußballspieler zurückzuführen, indem junge Talente optimal gefördert werden. 

Vielleicht hat die laufende Weltmeisterschaft eine wichtige Botschaft für China, dessen heimische Fußballliga eine der lukrativsten für einige Spitzenspieler der Welt ist, von denen viele ihre Blütezeit aber bereits überschritten haben. Nicht viele der besten Spieler Uruguays spielen in der uruguayischen Fußballliga, aber das relativ kleine lateinamerikanische Land hat alles, was es braucht, um Spitzenspieler zu produzieren und das Land zu einem Namen im Weltfußball zu machen. Brasilien und Argentinien sind vielleicht besser als Uruguay in Bezug auf die jüngsten Rekorde, aber in diesen beiden Ländern ist Fußball eine Leidenschaft,  ja vielleicht gar eine Lebensart. 

China kann bisher noch keine großen internationalen Erfolge im Fußball vorweisen. Doch wenn die laufende WM bisher eines gezeigt hat, dann dass die Ausbildung der Fußballjugend langfristig der entscheidende Garant für große Erfolge in diesem Sport ist. Bis die richtige Atmosphäre für die Entwicklung des Fußballs in China geschaffen ist – zum Beispiel durch die Bereitstellung von mehr Spielfeldern und die Einrichtung geeigneter Trainingsprogramme für Jugendliche – kann China in geraumer Zukunft nicht damit rechnen, zu einer Supermacht im Fußball aufzusteigen, egal wie viel Geld in die Chinesische Super League gepumpt wird. 

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