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China ist der größte Produzent und Exporteur Seltener Erden der Welt. Chinas Vorkommen umfassen zwar nur einen Anteil von 36 Prozent am Weltvorkommen, decken aber 95 Prozent des Angebots auf dem Weltmarkt ab. Wegen der steigenden internationalen Nachfrage haben illegaler Abbau, illegale Verarbeitung und der Schmuggel von Seltenen Erden stark zugenommen. Dabei wird Chinas Umwelt immens verschmutzt. China will den Umwelt- und Ressourcenschutz verstärken und dem Weltmarkt weiterhin Seltene Erden anbieten.
Chinas Anspruch auf Seltene Erden
Chinas verstärkte Regulierung des Marktes der Seltenen Erden stimmt absolut mit den Regeln der WTO überein.  Warum aber hat die Bewältigung der Umweltprobleme internationale Streitigkeiten verursacht?China hofft auch, dass andere Staaten mit Vorkommen an Seltenen Erden ebenso die Verantwortung zur Versorgung des Marktes übernehmen werden.
  Umweltrisiken durch den Abbau Seltener Erden    
Dalahai ist ein kleines Dorf in der Inneren Mongolei. Es liegt in der zu Baotou gehörenden Gemeinde Haye Hutong. Früher war das Dorf von Landwirtschaft und Viehzucht geprägt. Im Sommer war es ein idyllischer Ort voll saftiger grüner Hügel und üppigem Weideland, auf denen Rinder- und Schafherden grasten. Aber heute ist es ein totes Dorf. Krebserkrankungen haben sich wie eine Epidemie verbreitet.
  Preis und Exportsituation Seltener Erden    
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Neue Ansätze zur Beilegung des alten Streits um Seltene Erden
China hat allen Grund, strenge Kontrollen über seine Exporte von Seltenen Erden zu verhängen
Kontroverse um Seltene Erden
China ist dabei, seine begrenzten Ressourcen zu erschöpfen. Viele westliche Staaten zögern, ihre eigenen Lagerstätten abzubauen.
  Unterschiedliche Positionen    
China
Die chinesische Regierung hat vor zwei Jahren damit begonnen, den Abbau, die Verarbeitung und den Export Seltener Erden zu kontrollieren. Ziel ist es, den Umweltschutz zu verbessern. Die chinesische Regierung hat dabei immer betont, dass die Politik der Seltenen Erden allein dem Umweltschutz und einer nachhaltigen Entwicklung diene, nicht aber durch Handelsmanipulationen die heimische Industrie schützen solle.
USA, EU, Japan
Dennoch haben sich die USA, die EU und Japan am 13. März wegen Chinas Exportkontrollen für Seltene Erden mit einer Beschwerde an die Welthandelsorganisation (WTO) gewandt. Am 23. Juli fand in Genf eine Sitzung der WTO zur Beilegung der Streitigkeiten statt. Dabei wurde die erneute Forderung der USA, der EU und Japans nach einem Expertenteam zur Untersuchung, Überprüfung und Entscheidung über Chinas Exportkontrollen für Seltene Erden angenommen.
  Meinungen    

Su Bo, stellvertretender Minister für Industrie und Informatik: China deckt 95 Prozent des weltweiten Angebots an Seltenen Erden ab, verschmutzt dabei aber seine eigene Umwelt immens. Die Verschmutzung kann nur zum Teil wieder bereinigt werden. Wie kann man Gesundheit und Leben der Bevölkerung in so einer Umwelt überhaupt bewahren?

Gao Yunhu, stellvertretender Direktor des Amts für Seltene Erden: Der Druck aus den Industriestaaten hat zum Ziel, weiterhin günstige Seltene Erden aus China importieren zu können. Chinas verstärkte Regulierung des Marktes der Seltenen Erden stimmt absolut mit den Regeln der WTO überein. China behandelt heimische und ausländische Unternehmen gleich, der Preis wird vom Markt geregelt.

Ma Yu, Wissenschaftler an der Chinesischen Akademie für internationalen Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit beim Handelsministerium: Wenn China ausschließlich seine Exporte beschränken würde und chinesische Abnehmer andere Preise zahlen müssten als ausländische, würde dies einer Verzerrung des Handels gleichkommen. China hat aber Kontrollmaßnahmen in allen Bereichen, von Abbau, Produktion bis hin zum Export eingeführt. Diese Maßnahmen betreffen Chinesen und Ausländer in gleichem Maße. Für die gleiche Ware gilt der gleiche Preis. Somit werden keine WTO-Regeln verletzt. Handelsverzerrungen finden nicht statt.

Professor Cheng Xing'an vom Chinesischen Institut für Strahlenschutz: Das Einatmen von Thorium-Staub aus Seltenen Erden kann langfristig zu Lungenkrebs führen.

Song Hong, Direktor der Abteilung für Internationalen Handel bei der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften: Ein Kritikpunkt der Industriestaaten ist, dass China beim Eintritt in die WTO Seltene Erden nicht in die Liste der Produkte mit Exportbeschränkungen aufgenommen hat. Damals hat China nur Exportzoll auf 84 Produkte erhoben, Seltene Erden gehörten zum eigenen Nachteil nicht dazu. Aber im Produktionsbereich gibt es tatsächlich schwerwiegende Umweltprobleme, das soll China der WTO klar machen.

Tu Xinquan, stellvertretender Präsident des China Forschungsinstituts der WTO an der Universität für internationalen Handel und Wirtschaft in Beijing: Die Wurzel des Problems mit den Seltenen Erden liegt im Produktionsbereich. Viele Jahre lang hat man diesen kleinen Industriezweig schlecht gemanagt. Das muss uns zum Nachdenken anregen. Um eine grundlegende Kontrolle ausüben zu können, muss man den Abbau Seltener Erden mit einem Konzept für die weitere Entwicklung des gesamten Industriezweigs koordinieren. Außerdem soll man die Schwelle für den Erhalt von Abbaurechten strategischer Ressourcen, einschließlich Seltener Erden, erhöhen. Abbaurechte, die nicht den Regeln entsprechen, sollen widerrufen oder integriert werden. Wenn sich die Industriedichte erhöhen würde, könnten große Unternehmen bei fehlenden Kontrollen durch die Regierung wegen ihrer Überlegenheit am Markt in der Lage sein, Produktionsmenge und Preis zu kontrollieren.

 

 

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