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Neue Auslandsinvestitionsregelung Chinas stößt auf Anerkennung |
| · 2026-06-02 · Quelle:german.china.org.cn |
| Stichwörter: Auslandsinvestition;China |
Marktbeobachter und Unternehmensvertreter werten Chinas jüngste Regelung zur Steuerung von Auslandsinvestitionen als wichtigen Schritt zur Förderung einer hochrangigen Öffnung, zur Ausweitung internationaler Investitionskooperationen und zur besseren Wahrung der legitimen Rechte und Interessen chinesischer Unternehmen im Ausland.
Am Montag veröffentlichte der Staatsrat eine neue Verordnung über Auslandsinvestitionen, die am 1. Juli in Kraft tritt. Die Verordnung mit 34 Artikeln kommt zu einer Zeit, in der Chinas Auslandsinvestitionen weiter wachsen – chinesische Unternehmen expandieren in Bereichen von der Fertigung über grüne Energie bis hin zu digitalen Technologien.
Nach Angaben des Handelsministeriums stiegen Chinas nichtfinanzielle Direktinvestitionen im Ausland 2025 um 1,3 Prozent auf 145,66 Milliarden US-Dollar. In den ersten vier Monaten dieses Jahres beliefen sich die Gesamtinvestitionen aller Branchen auf 429,42 Milliarden Yuan (63,5 Milliarden US-Dollar) – ein Plus von 3,9 Prozent.
Experten zufolge bietet die Verordnung einen klareren institutionellen Rahmen für Auslandsinvestitionen angesichts zunehmenden Protektionismus und geopolitischer Unsicherheiten. Sie soll zudem die Investitionsqualität verbessern, die internationale Zusammenarbeit vertiefen und gegenseitigen Nutzen fördern.
Wei Jianguo, ehemaliger Vize-Handelsminister, sagte, die Verordnung zeige Chinas Entschlossenheit, trotz wachsender geopolitischer Herausforderungen ein aktiver Teilnehmer der globalen wirtschaftlichen Integration zu sein.
Liu Ying von der Renmin-Universität erklärte: „Durch die Förderung hochwertiger Auslandsinvestitionen und die Stärkung regulatorischer Sicherheitsvorkehrungen will China mehr Planungssicherheit für langfristige Geschäftsentscheidungen bieten, wirtschaftliche Bindungen zu Auslandsmärkten vertiefen und zur Stabilisierung des globalen Wachstums beitragen.“
Die Verordnung sieht vor, dass China die hochwertige Zusammenarbeit im Rahmen der Neuen Seidenstraße fortsetzt, bilaterale und multilaterale Investitionskooperationsmechanismen stärkt und eine aktivere Rolle bei der Gestaltung internationaler Investitionsregeln spielt.
Zugleich werden klare Schutzvorkehrungen für nationale Sicherheits- und Entwicklungsinteressen festgelegt. Investoren dürfen keine Güter, Technologien, Dienstleistungen oder Daten exportieren oder nutzen, deren Ausfuhr nach chinesischem Recht verboten ist. Die Ausfuhr oder Nutzung beschränkter Güter erfordert außerdem eine vorherige Genehmigung.
Lü Yue von der University of International Business and Economics (UIBE) erklärte, die Verordnung sei eine weitere Verfeinerung des chinesischen Governance-Rahmens für Auslandsinvestitionen. Sie solle Unternehmen dabei helfen, Chancen im Ausland zu nutzen und zugleich Risiken effektiver zu managen.
Ein Bericht der Chinesischen Akademie für internationalen Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit vom März wies darauf hin, dass der Bedarf an stärkeren Sicherheitsvorkehrungen für Auslandsinvestitionen gestiegen sei, da einige Länder ihre Investitionsprüfungen aus „nationalen Sicherheits“-Gründen verschärft hätten.
Die Verordnung ermächtigt daher zu Gegenmaßnahmen bei diskriminierenden Beschränkungen, willkürlichen Geschäftsunterbrechungen und anderen Praktiken, die die Interessen chinesischer Investoren im Ausland beeinträchtigen.
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