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China-EU-Abkommen: geografische Herkunftsangaben werden den Handel mit hochwertigen Produkten auf ein neues Rekordhoch heben

  ·   2021-01-14  ·  Quelle:Beijing Rundschau
Stichwörter: EU;China;Handelsvolumen
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Am 1. Januar 2021 ist das Abkommen zwischen China und der Europäischen Union (EU) über geografische Herkunftsangaben (Geographical Indications, GI) in Kraft getreten. Gemäß der Vereinbarung sind hundert geografische Herkunftsbezeichnungen aus China in der EU geschützt wie Bohnenpaste aus Pixian, Tieguanyin-Tee aus Anxi, Reis aus Panjin und Wuliangye-Schnaps aus Yibin. Gleichzeitig sind in China 100 europäische geografische Herkunftsbezeichnungen geschützt, darunter Cava aus Spanien, Champagner aus Frankreich, Feta-Käse und Münchener Bier. Dank des Abkommens sind die geografischen Angaben beider Seiten auf beiden Märkten geschützt, so dass die Verbraucher authentische Produkte aus China oder der EU kaufen können und das Handelsvolumen hochwertiger Produkte voraussichtlich auf einen neuen Höhepunkt bringen wird.  


Teeprodukte von Tieguanyin, die bei einer Teefirma im Kreis Anxi in der südostchinesischen Provinz Fujian ausgestellt wurden. (Foto: Xinhua) 

Besserer Schutz 

Der Tieguanyin-Tee aus Anxi, ein berühmter Oolong-Tee aus der südostchinesischen Provinz Fujian, gehört zu den 100 chinesischen Teesorten, die seit 1. Januar in diesem Jahr unter Markenschutz stehen.  

„Nach dem offiziellen Inkrafttreten des Abkommens wird der Tieguanyin-Tee aus Anxi den rechtlichen Schutz seiner Herkunft auf dem EU-Markt genießen und das Recht haben, das offizielle EU-Zertifizierungszeichen zu verwenden, was Fälschungen Einhalt gebieten kann“, sagte Liu Qingzhou, Direktor des Büros für das Verwaltungskomitee der Teeindustrie im Kreis Anxi. 

Seitens der EU genießen 100 französische Champagnersorten den besseren Schutz im Rahmen des Abkommens. 

„Die Champagne ist die meist exportierte Weinappellation der Welt. Und China erkennt zunehmend den Wert der GI: Es verfügt über ein sehr reiches Erbe an Lebensmitteln und handwerklichem Know-how. Die chinesischen Verbraucher suchen zunehmend nach Garantien für Authentizität“, sagte Vincent Perrin, Generaldirektor von Comite Interprofessionnel du Vin de Champagne, einem Handelsverband, der die Interessen unabhängiger Champagnerhersteller und Champagnerhäuser vertritt. „Das Abkommen erweitert die Liste der Produkte, die in unseren beiden Märkten geschützt und anerkannt sind“, fügte Perrin hinzu. 


Cognac-Weinbrände in Cognac, Frankreich (Foto: Xinhua) 

Höhere Umsätze 

Als bedeutender lokaler Wirtschaftszweig stammen 80 Prozent des Einkommens der 1,2 Millionen Einwohner des Kreises Anxi aus dem Verkauf des Tieguanyin-Tee, der 56 Prozent des durchschnittlichen Jahresnettoeinkommens der lokalen Landwirte ausmacht. „Gegenwärtig verfügt der Kreis über 40.000 Hektar Teeplantagen mit einer jährlichen Produktion von 62.000 Tonnen und einem Gesamtproduktionswert von 25 Milliarden Yuan (etwa 3 Milliarden Euro),“ erklärte Liu. 

„Die Aufnahme des Tees in das Abkommen bedeutet, dass unsere Produkte von der EU leichter anerkannt werden und der Tee auf einem größeren internationalen Markt Fuß fassen wird“, sagte Wu Rongshan, Vorsitzender der Fujian Sanhe Tea Co., dessen Oolong-Tee auf dem heimischen Markt sehr beliebt ist und sich um noch mehr Raum für Verbesserungen in seiner Popularität und Marktanteil in Europa bemüht. 

„Ich mag viele chinesische Lebensmittel in dem Abkommen, und Tee hat einen großen Markt in Italien. Da diese Ursprünge nun geschützt sind, können Italiener chinesische Lebensmittel mit größerem Vertrauen kaufen. Es wird erwartet, dass der Absatz chinesischer Lebensmittel in Italien und Europa schnell wachsen wird“, sagte Livio Mazzanti, Gebietsleiter China beim italienischen Weinbauunternehmen Marchesi Mazzei. 

Ebenfalls in das Abkommen aufgenommen sind Weine, die einen erheblichen Teil der spanischen Ausfuhren ausmachen. Jose Luis Benitez, Generaldirektor des Spanischen Weinverbandes, sagte, dass er glaube, dass die Prognosen für die Weinexporte nach China einen wachsenden Trend zeigen werden. 

Riesiges Potenzial  

Neben den bereits aufgenommenen geografischen Herkunftsbezeichnungen werden in den kommenden vier Jahren weitere 175 GI-Namen von beiden Seiten im Rahmen des Abkommens geschützt. In die erweiterten Listen werden GIs aufgenommen, die die traditionelle chinesische Kultur repräsentieren, wodurch der kulturelle Austausch gefördert wird. 

Wu Rongshan glaubt, dass das Abkommen dazu beitragen wird, die Popularität und Anerkennung des Tees in Europa zu steigern, und es mehr europäischen Verbrauchern ermöglicht werde, durch Tieguanyin mehr über die chinesische Teekultur zu erfahren und so Chinas traditionelle Kultur kennenzulernen. 

Die zusätzliche Liste der EU mit 175 GI-Namen umfasst Weine aus der nordöstlichen Region Priorat in Spanien, wo Weine für ihre Qualität unter der Klassifikation Denominacion d'Origen Qualificada (DOQ), einem nationalen System zur Regelung der Qualität und geografischen Herkunft von Speisen und Getränken, anerkannt sind.  

„Es gibt immer mehr chinesische Unternehmen, die sich für Priorat-Weine interessieren, und es gibt immer mehr kleine Familienweingüter aus dem Priorat, die an diesem Kontakt interessiert sind“, sagte Salus Alvarez, Präsident des DOQ Priorat, und rechnet damit, dass in Zukunft bis zu 25 Prozent der Weinexporte von Priorat auf den chinesischen Markt gehen könnte, eine Zunahme von 15 Prozent. 

Auch Fernando Miranda, Generalsekretär des spanischen Ministeriums für Landwirtschaft und Ernährung, ist hinsichtlich des Abkommens und seines Potenzials optimistisch, da es auf weitere 36 spanische Agrar- und Lebensmittelerzeugnisse ausgeweitet wird. „Die DOQ-Produkte machen 12 Prozent unserer Exporte aus, so dass sie ein Wachstum bei Produkten von höchster Qualität garantieren“, sagte er. 

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