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„Es ist nur konsequent, dass Hamburg auch bei Transporten auf der Neuen Seidenstraße eine Schlüsselrolle einnimmt“

Von Xu Bei  ·   2019-11-08  ·  Quelle:Beijing Rundschau
Stichwörter: CIIE;Hamburger Hafen
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Der Hamburger Hafen ist einer der wichtigsten Knotenpunkte im chinesisch-europäischen Handel – und will seine führende Position auch im Rahmen der Seidenstraßeninitiative weiter ausbauen. 

 

Wenn eine chinesische Familie ihre Wohnung weiter verschönern möchte, hat sie heutzutage äußerst vielfältige Auswahlmöglichkeiten. Sie kann ein Sofa aus Italien, Bettwäsche aus Frankreich oder einen Küchenschrank aus Deutschland bei ein und derselben Handelsfirma kaufen. Doch wie kann diese Firma die reservierten Produkte schnell und sicher nach China transportieren? „Der Hamburger Hafen ist eine vernünftige Wahl“, sagte Wu Bian, Direktor der Wertschöpfungskette von KIC HOME, auf der derzeit in Shanghai stattfindenden zweiten Internationalen Importmesse Chinas.

Als eine Firma, die sich darauf spezialisiert hat, chinesischen Kunden europäische Designs und Artikel zur Innendekoration anzubieten, arbeitet KIC HOME seit 2005 eng mit dem Hamburger Hafen zusammen. Die meisten KIC-Produkte werden vom Hamburger Hafen aus nach China transportiert.

 

KIC HOME auf CIIE 

Interessant ist, dass KIC HOME auf der diesjährigen Importmesse auch seinem langjährigen Geschäftspartner, dem Hamburger Hafen, begegnet.

In der Halle für Dienstleistungen und Handel auf der zweiten Internationalen Importmesse Chinas (CIIE) findet man die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), Hamburgs größtes Hafenumschlag- und Logistikunternehmen.

„Hamburg verfügt über bereits sehr gute Handels- und Verkehrsbeziehungen mit China und baut diese auch im Rahmen der Seidenstraßeninitiative weiter aus. Unsere Beteiligung an der CIIE wird uns helfen, weitere Kontakte zu chinesischen Unternehmen zu knüpfen und Hamburgs Marktposition auszubauen“, sagt Axel Mattern, Geschäftsführer Hafen Hamburg Marketing.

Hamburg: Chinas Tor nach Europa 

  

Axel Mattern, Geschäftsführer Hafen Hamburg Marketing 

Seit dem 18. Jahrhundert sind Hamburg und China über den Handel miteinander verbunden. Heute zählt China zu den größten Handelspartnern des Hamburger Hafens.

Die Hansestadt gilt als Chinas Tor nach Europa. Ein nicht unerheblicher Teil der Waren, die China hierher verkauft, kommt über Hamburg nach Europa. Gleichzeitig dient Hamburg als Tor für die deutsche Exportwirtschaft nach Fernost. Allein 2018 wurden in Deutschlands größtem Seehafen rund 2,6 Millionen Standardcontainer (TEU) im China-Verkehr umgeschlagen. Fast jeder dritte Container, der im Hamburger Hafen über die Kaikante geht, hat sein Ziel oder seinen Ursprung im Reich der Mitte.

Insgesamt verbinden 15 Liniendienste Hamburg mit allen wichtigen chinesischen Häfen. Im direkten Außenhandel zwischen Hamburg und China wurden 2018 über den Hamburger Hafen Ausfuhren nach China mit einem Wert von 5,3 Milliarden Euro und Einfuhren im Wert von 8 Milliarden Euro abgefertigt. Die Menge aller 2018 zwischen Hamburg und China per Schiff transportierten Güter beträgt rund 24 Millionen Tonnen.

Weitere Optimierung im Rahmen der Seidenstraßeninitiative 

Neben dem nach wie vor dominierenden Transport per Schiff entwickelt sich seit 2013 zu Land die Seidenstraßeninitiative als attraktive Bahnverbindung und Alternative zum See- und Lufttransport für zeitkritische Gütertransporte.

Damit hat Wu Bian als langjähriger Kunde des Hamburger Hafens in den letzten sechs Jahren selbst einige Erfahrungen gemacht.

Laut Wu habe der Seetransport früher ungefähr 44 Tage gedauert, während der China-Europa-Güterzug 30 Tage brauchte. „Obwohl die Lieferung per Güterzug ein bisschen teurer war, war sie aufgrund des niedrigeren Zeit- und Personalaufwands insgesamt doch günstiger“, sagte Wu gegenüber der Beijing Rundschau.

„Als China-Hub für die per Seeschiff transportierten Güter und mit der weitreichenden China-Expertise sowie den sehr guten Wirtschaftsbeziehungen im Rücken ist es nur konsequent, dass Hamburg auch bei den Transporten per Schiene auf der Neuen Seidenstraße eine Schlüsselrolle einnimmt“, sagt Axel Mattern.

Hamburg ist Deutschlands führende Drehscheibe im Eisenbahngüterverkehr. Mehr als 200 Güterzüge erreichen oder verlassen täglich den Hamburger Hafen. Zwischen Hamburg und 20 chinesischen Zielorten fahren wöchentlich 36 Containerzüge. Rund 120.000 Standardcontainer wurden im vergangenen Jahr auf der Schiene zwischen Hamburg und China transportiert.

LINKS:

Adresse: BEIJING RUNDSCHAU Baiwanzhuanglu 24, 100037 Beijing, Volksrepublik China


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