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Chinesische Autos boomen entlang der Seidenstraßen

  ·   2019-04-11  ·  Quelle:Beijing Rundschau
Stichwörter: Seidenstraßen;Auto;Geely
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Ende April findet in Beijing das zweite Forum „ein Gürtel und eine Straße“ für internationale Zusammenarbeit statt. Während sich das Forum nähert, schaut die Welt verstärkt auf die Ergebnisse und Perspektiven der wirtschaftlichen und handelspolitischen Zusammenarbeit im Rahmen der Seidenstraßen-Initiative. 

 

Die Geely Automobilfabrik in Weißrussland, die 50 Kilometer nordöstlich von Minsk liegt. (Foto: Xinhua)  

Vor nicht allzu langer Zeit verließ das RoRo-Schiff „Viking Sea“ mit 2.602 in China gefertigten Autos den Zhoushan-Hafen, der sich im Kerngebiet der umfassenden Pilot-Zone „Ein Gürtel und eine Straße“ in Ningbo befindet, und machte sich auf in Richtung Malaysia und Israel. Für die chinesische Autoindustrie bedeutete dies einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg hin zu mehr Geschäftsmöglichkeiten im Rahmen der Seidenstraßen-Initiative. 

Als wichtige Konsumgüter und Transportmittel stellen Automobile ein prägendes Element der internationalen wirtschaftlichen und handelspolitischen Zusammenarbeit dar. Während die chinesische Automobilindustrie ständig qualitative Fortschritte macht und ihren Markt erweitert, hat China auch eine Reihe unabhängiger Marken wie Great Wall, Geely, Chery, Changan, GAC und BYD hervorgebracht, die von immer mehr Ländern begrüßt werden. Unvollständigen Statistiken zufolge hat Chinas Autoexportkapazität nun bereits 1,5 Millionen überschritten. 

Die Nachfrage der Verbraucher genau erfassen 

Worauf verlassen sich die chinesischen Autohersteller, um Kunden zu gewinnen? Die genaue Erforschung des Marktes und die Befriedigung der individuellen Bedürfnisse der Verbraucher ist die Richtung der Bemühungen der chinesischen Autohersteller und wurde auch von den betreffenden Ländern der Seidenstraßen-Initiative anerkannt. 

Bereits vor mehr als 10 Jahren hat sich ein syrischer Autohändler namens Samir bei einer Automobilausstellung auf den ersten Blick in das Chery-Auto „Fengyun“ verliebt. Nach der Ausstellung traf er sich mit Yin Tongyue, den Vorsitzenden von Chery Automobile, und hoffte, den Export von „Fengyun“ zu fördern. Die beiden standen auf der Straße und unterhielten sich für knappe 10 Minuten. In dieser kurzen Zeit beschlossen sie, die ersten 10 Chery Fengyun-Autos nach Syrien zu exportieren, was den Auftakt zu Cherys „Karriere“ im Ausland begründete. 

„Bevor wir in einen Überseemarkt einsteigen, werden wir die lokale Industriepolitik, die Marktbedingungen sowie die Verhaltensweisen der Konsumenten gründlich untersuchen und entsprechende Maßnahmen auf Produktebene durchführen. Zum Beispiel beträgt die Oberflächentemperatur in Gebieten wie Saudi-Arabien häufig bis zu 70 Grad Celsius. Unsere Produkte sollten strengen Tests unterzogen werden, die auf die örtlichen Gegebenheiten des jeweiligen Klimas, Temperaturunterschiede, die Straßenumgebung und die individuellen Bedürfnisse der Verbraucher abgestimmt sind“, sagte Du Weiqiang, stellvertretender Geschäftsführer von Chery Automobile International. 

Heute werden die Chery-Autos in mehr als 80 Länder und Regionen der Welt exportiert, von denen 46 Länder und Regionen Teil der Seidenstraßen-Initiative sind. Die Umsätze von Chery in den betreffenden Ländern machen 80 Prozent der Gesamtexporte der Gruppe aus. Chery behält auch den ersten Platz in Chinas Pkw-Exporten in 16 aufeinander folgenden Jahren mit einem kumulierten Export von mehr als 1,4 Millionen Autos. 

Produktion lokalisieren 

Der moderne Automobilbau ist ein komplexes systematisches Projekt, das eine enge Zusammenarbeit zwischen vor- und nachgelagerten Unternehmen der Industriekette erfordert. Bei der Zusammenarbeit im Rahmen der Seidenstraßen-Initiative legen chinesische Automobilhersteller großen Wert auf Fusionen und Übernahmen im Ausland sowie auf die Lokalisierung der Produktion, um Kosten zu senken und die Zusammenarbeit mit den lokalen Unternehmen zu etablieren bzw. zu vertiefen. 

In Großbritannien, Schweden, Belgien, Weißrussland, Malaysia und anderen Ländern hat die Geely Holding Group moderne Produktionsanlagen für Fahrzeug- und Antriebsstränge von Weltklasse und über 4.000 Verkaufsstellen errichtet. Zudem verfügt Geely über fünf große Forschungs- und Entwicklungszentren für Engineering sowie fünf Design- und Modellierungszentren in Göteborg (Schweden), Coventry (Großbritannien), Barcelona (Spanien), Kalifornien (USA) und Frankfurt (Deutschland). Außerdem beschäftigt Geely über 20.000 Forschungs- und Entwicklungsdesigner. Im Zuge der Entwicklung in Übersee hat Geely mit Volvo, London Electric Vehicle Company und Proton Automobile die Integration in den Bereichen Kultur, Talenten und Technologien realisiert und vorangetrieben.  

„Die Seidenstraßen-Initiative, die auf dem Prinzip der gemeinsamen Konsultation, des gemeinsamen Aufbaus und des gemeinsamen Gewinnens basiert, hat zu einer gegenseitig vorteilhaften Entwicklung der teilnehmenden Volkswirtschaften geführt, und die Situation verbessert sich ständig. Im 21. Jahrhundert steht die globale Automobilindustrie vor enormen Innovationsherausforderungen bzw. -möglichkeiten. Es ist schwierig für alle Automobilunternehmen, diesen Krieg alleine zu gewinnen. Wir müssen eng mit unseren globalen Partnern zusammenarbeiten, um kompetitiv zu bleiben“, sagte Yang Xueliang, Vizepräsident der Geely Automobile Group. Er fügte hinzu, dass Geely durch langfristige Bemühungen darauf hinarbeitet, vom ursprünglichen Fokus auf den Einzelproduktexport wegzukommen,  hin zu einem breiteren strategischen Plan, der den gemeinsamen Export von Produkten, Technologien, Talenten, Standards und Kapital beinhaltet. 

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