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„Das Studium in Deutschland war für mein Leben von großer Bedeutung“

Von Xu Bei  ·   2017-08-31  ·  Quelle:Beijing Rundschau
Stichwörter: Studium;Deutschland
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[Anmerkung der Redaktion] Anlässlich des 45-jährigen Jubiläums der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Volksrepublik China und der Bundesrepublik Deutschland wird die Beijing Rundschau eine Interviewserie mit ehemaligen Studenten aus beiden Ländern durchführen, die während dieser knapp fünf Jahrzehnte das jeweils andere Land zum ersten Mal besuchten. Die Befragten werden eingeladen, über ihre eigenen Erlebnisse und Gefühle während des Studiums im Ausland zu erzählen, um den kulturellen Austausch und das gegenseitige Lernen zwischen China und Deutschland in den vergangenen 45 Jahren auf zwischenmenschlicher Ebene lebendig werden zu lassen.  

Nachfolgend unser Interview mit Xiao Xiao, Produktionsdirektorin bei der TFL Ledertechnik GmbH (China). Xiao machte ihren Bachelor-Abschluss an der Polytechnischen Universität Peking im Fachbereich Umwelt und Chemie und absolvierte danach an die Universität Karlsruhe, die sich seit 2006 Karlsruher Institut für Technologie (KIT) nennt, ein Studium der Chemieingenieurwissenschaften. 

 

Beijing Rundschau: Wann und warum haben Sie in Deutschland studiert? Warum am KIT?  

Xiao Xiao: Zwei Jahre nach meinem Bachelor-Abschluss im Jahr 1986 erhielten chinesische Studenten die Chance, im Ausland zu studieren. Als junge Ingenieurin konnte ich so ein Stipendium der Carl Duisberg Gesellschaft ergattern und zunächst ein Praktikum in Deutschland machen. Und dann auch am KIT studieren.  

Wie war Ihr Studium in Deutschland? Schwieriger oder einfacher als in China? 

Im Vergleich zu chinesischen Universitäten muss man in Deutschland beim Studium selbständiger und aktiver sein. Niemand – weder Lehrer noch Eltern – wird dir sagen, was du tun sollst. Es scheint keinen Druck zu geben, jedoch sind die Prüfungen und das Notensystem sehr streng. Die Lehrer und Professoren werden die Prüfungsstandards nicht senken, nur weil du als Ausländer Probleme mit der Sprache hast. Daher ist es nicht einfach, unter den verhältnismäßig zwanglosen und lockeren Umständen an den deutschen Unis ein Studium zu absolvieren.   

Welchen Eindruck hatten Ihre deutschen Kommilitonen und Professoren damals von China? Wie hat sich das bis heute verändert?  

Damals waren meine deutschen Mitschüler und Lehrer sehr nett und hilfsbereit zu uns. Das liegt zum Teil daran, dass wir chinesischen Studenten – und auch China insgesamt – stark mit positiven Tugenden, wie etwa unserem offensichtlichen Fleiß, in Verbindung gebracht wurden. Obwohl die Chinesen, die zurzeit in Deutschland studieren, sich in vielerlei Hinsicht von den Studentengruppen von vor fast dreißig Jahren unterscheiden, sind ihre deutschen Kommilitonen und die Lehrkräfte ihnen gegenüber genauso freundlich und hilfsbereit wie zuvor. Solange man Leidenschaft für das Lernen zeigt, Leistung bringt und Fortschritte machen will, sind Nationalität und Herkunft egal.  

War es für chinesische Studenten damals einfach, ein Praktikum in Deutschland zu finden? Hatten Sie neben dem Praktikum noch andere Jobs oder Teilzeitstellen? 

Damals gab es in Deutschland nicht so viele chinesische Studenten und Studentinnen, daher konnte man, wenn man denn wollte, relativ leicht ein Praktikum finden. Um mir meinen Lebensunterhalt zu verdienen, hatte ich zuvor Teilzeit als Bedienung in einem Café gearbeitet. Das war wirklich eine unvergessliche und wichtige Zeit für mich. Unser Chef hieß Herr Gass. Er und seine Frau haben uns viele ausgezeichnete deutsche Tugenden wie Fleiß und Sparsamkeit vermittelt.   

Welchen Einfluss hatte das Studium in Deutschland auf Sie – beruflich und persönlich?  

Jeder Moment meines Studiums in Deutschland war für meine Arbeit und mein Leben von großer Bedeutung. Durch das Studium dort hatte ich Gelegenheit, mehr für mich selbst zu denken, meine Analysefähigkeiten zu schulen und problemlösendes Denken zu lernen. Abgesehen von der Entwicklung meiner beruflichen Karriere und meines Lebens in der Zukunft – die Ergebnisse, die ich bisher erzielt habe, basieren aller auf meinen eigenen Entscheidungen und Bemühungen. Das äußere Umfeld kann uns dabei helfen, dass wir unsere Ziele erkennen. Um jedoch unser Ziel verwirklichen zu können, müssen wir uns dann schon selbst darum bemühen.  

Wenn Sie die Zeit zurückdrehen könnten – würden Sie nochmal die gleiche Entscheidung treffen? 

Ja, auf jeden Fall! 

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