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Konfuzius für das 21. Jahrhundert

Von Mei Jia  ·   2019-07-11  ·  Quelle:Beijing Rundschau
Stichwörter: Konfuzius;China
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Das neu veröffentlichte „Die Gespräche des Konfuzius“ (engl. „The Analects of Confucius“). [Foto: China Daily] 

Mit einer neuen, zweisprachigen Version der „Gespräche des Konfuzius“ versucht ein chinesischer Verlag, die Worte des großen chinesischen Philosophen in moderner Sprache darzustellen – Audioversion zum Runterladen inklusive. Doch sind die Jahrtausende alten Weisheiten auch für heutige Leser noch von Bedeutung?

„Wenn ich drei Männern begegne, wird es unter ihnen einen geben, von dem ich lernen kann. Ich übernehme seine guten Eigenschaften und nehme seine Mängel zur Kenntnis, um meine eigenen zu korrigieren.“ 

Dieser sowie viele andere „Aussprüche“ sind eine Aufzeichnung der Worte und Taten von Konfuzius und seinen Schülern. Das Werk gilt als "unverzichtbare Lektüre zum Verständnis der chinesischen Kultur". 

Die Sammlung enthält Konfuzius' Richtlinien dafür, wie man ein edler und guter Mensch werden kann, wie zum Beispiel die Feststellung, dass „(…) der Edle sich nach Prinzipien [ausrichtet] und kein Herdenmensch ist, während für den gewöhnlichen Mann das Gegenteil gilt“. Dazu gehören auch Aussprüche wie: „Wer sich nicht um die Probleme, die noch weit von ihm entfernt sind, kümmert, wird bald schon Sorgen und Nöte ganz in seiner Nähe finden“. 

Es beinhaltet auch seine Weisheiten zur Regierungsführung. Als sein Schüler Zi Gong den Meister nach der praktischen Umsetzung der Güte fragte, sagte Konfuzius: "Ein Handwerker, der seine Arbeit gut machen will, muss zuerst seine Werkzeuge schärfen. Ebenso muss man im Regierungsdienst tugendhaften Beamten dienen und sich mit gütigen Gelehrten anfreunden." 

Diese neue Version des klassischen Textes gehört zu den ersten, die eine zweisprachige Übersetzung in Kombination mit einer Audio-Version präsentiert, von der die Redakteure sagen, dass sie von Profis aus verschiedenen Bereichen vorgelesen wird. 

Der Originaltext ist im Altchinesischen und wird von einer Pinyin-Transkription, einer Übersetzung ins moderne Chinesisch sowie dem entsprechenden Englisch, begleitet, die, wie es im Buchumschlag heißt, "einer strengen Sortierung und Überprüfung folgt, so dass es sich nicht nur um ein Werk von großer Sorgfalt handelt, sondern auch um eines mit einem flüssigen Sprachstil und einer aktuellen Sprache". 

Die Audioversion umfasst Aufnahmen auf Chinesisch, die von einem Mitarbeiter von Radio Beijing eingesprochen wurden. Für die englische Version stand ein Pädagogik-Experte aus den Vereinigten Staaten zur Verfügung. Der Zugriff auf die Audioversion erfolgt durch Scannen eines QR-Codes auf dem Umschlag des Buches. 

„Es handelt sich um ein Crossover-Produkt, das sowohl auf die Bedürfnisse jüngerer Leser in China als auch ausländischer Leser mit starkem Interesse an den Grundlagen der chinesischen Kultur und Weltanschauung eingeht. Es ist auch detailliert und praktisch genug für Chinesischlernende“, sagt Cao Yun, Herausgeber des Buches von Foreign Languages Press. „Eigentlich ist es wie drei oder vier Bücher in einem.“ 

Cao sagte zudem, dass eine gute Übersetzung der Schlüssel sei. Sie glaubt, dass der britische Übersetzer Paul White mit seiner 30-jährigen Erfahrung in China und im Umgang mit klassischen chinesischen Texten eine großartige Arbeit geleistet hat. Eines der Hauptziele von White war es, eine neue Übersetzung von The Analects zu präsentieren, die sowohl korrekt als auch im modernen Englisch ausgedrückt ist, um die chinesische Kultur über nationale und kulturelle Grenzen hinweg bekannt zu machen. 

„Die vorherigen Übersetzungen ins Englische durch Wissenschaftler wie Legge und Waley waren genau genug, wurden aber vor einem Jahrhundert angefertigt. Außerdem richteten sie sich an andere Wissenschaftler, nicht an die breite Öffentlichkeit. Die Sprache ist daher altmodisch, pedantisch und für moderne Leser unattraktiv“, sagt White. „Der andere Grund [für die neue Übersetzung des Buches] war meine Erkenntnis, dass es einen Reichtum an Weisheit in den chinesischen Klassikern gibt, der von ausländischen Lesern noch nicht entdeckt wurde.“ 

Er freute sich, dass sein langjähriger Freund Hu Min, Geschäftsführer der New Channel International Education Group, der die Veröffentlichung des Buches plante, sagte, dass dies nur der erste einer Reihe von chinesischen Klassikern sei – darunter zum Beispiel auch Sunzis „Die Kunst des Krieges“ – die in ähnlicher Weise neu aufgelegt werden sollen. 

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