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Immer mehr deutsche Vereine kommen nach China

Von Oliver Neschke  ·   2019-03-29  ·  Quelle:german.china.org.cn
Stichwörter: Fußball;Deutschland;China
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In Deutschland spielt der Fußball spätestens seit der Nachkriegszeit und dem „Wunder von Bern“ eine herausragende gesellschaftliche Rolle. Auch in China nimmt das Fußballfieber immer mehr zu. In dieser Woche wurde in Beijing ein weiterer Schritt in der deutsch-chinesischen Fußballkooperation unternommen.

 

Yang Chen trifft für die Eintracht Frankfurt (1998-2002)

Wenn es um Sport geht, gibt es in Deutschland keine zwei Meinungen: Fußball ist die unumstrittene Nummer eins. Seit Jahrzehnten sind Parks, Wiesen oder sogar kleinere Straßen mit Kindern gefüllt, die sich gegenseitig die Bälle zuspielen. Auch in China ist spätestens mit der ersten Weltmeisterschaft in Asien 2002 ein Fußballfieber entfacht. Fast schon logischerweise ist Deutschland China in diesem Bereich noch um einige Jahre voraus. Bis auf wenige Ausnahmen habt es bislang nur eine überschaubare Anzahl chinesischer Profis in die europäischen Top-Ligen geschafft und auch das Nationalteam kann noch keine großen Erfolge vorzeigen.

Anstatt sich als harte Konkurrenten zu sehen, ist zwischen den beiden Ländern jedoch eine intensive Zusammenarbeit entstanden. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an deutschen Bundesligavereinen wie FC Bayern München oder Schalke 04, die nach China gekommen sind, um die chinesische Fußballausbildung zu unterstützen. Jüngst hat auch die Deutsche Fußball Liga ein eigenes Büro in Beijing eröffnet, um die Bundesliga als Ganzes bekannter zu machen.

In diesem Zuge hat sich Ende letzten Jahres ein weiterer Bundesligist dazu entschieden, in China Fuß zu fassen. Eintracht Frankfurt eröffnete im November 2018 die Zweigstelle Eintracht Frankfurt Football (Beijing) Co. Ltd. in Beijing, deren Ziel es laut der Website ist, „den chinesischen Markt mit deutschem Knowhow im Fußballbereich zu bedienen.“ Bereits in den Jahren zuvor wurden diverse Kooperationsabkommen geschlossen, unter anderem mit der Sportuniversität Beijing oder dem chinesischen Universitätssportverband. Dabei geht es hauptsächlich um Unterstützung bei der Trainer- und Lehrerausbildung oder die Entwicklung von Training- und Austauschprogrammen. Auch auf der Internationale Fachmesse für Sportartikel und Sportmode (ISPO) in Beijing Anfang dieses Jahres war der Club vertreten, um seine Projekte in der Fußballförderung zu präsentieren.

Am Dienstag dieser Woche wurde der Bund zwischen Eintracht Frankfurt und China nun noch enger, als in Beijing zwei weitere Absichtserklärungen zur Kooperation in der Nachwuchsförderung unterzeichnet wurden. Zum einen einigte sich Eintracht Frankfurt auf eine Kooperation mit der Gesellschaft des Chinesischen Volkes für Freundschaft mit dem Ausland (CPAFFC) und zum anderen mit der Shanghai Football Association. Im Rahmen der Unterzeichnung fand eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung statt.

Markus Weidner, Bereichsleiter Internationale Beziehungen und Sportkooperationen, stellte eingangs den Club und die Stadt vor, und machte dabei klar, dass es nicht nur um Fußball gehe. Vielmehr verfolge der Club unter dem Slogan „Brücken bauen“ seine Internationalisierungsstrategie auch mit Hinblick auf ein besseres Verständnis der beiden Länder. Zu diesem Zweck wurde eine Übungs-App entwickelt, auf der Profis grundlegende Trainingsinhalte vorführen, sodass Kinder auf der ganzen Welt diese einfach erlernen können. Die Jugendausbildung bei der Eintracht, fügte der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums Armin Kraaz hinzu, umfasse deshalb auch weit mehr als nur Fußball. Stattdessen würde auch viel Wert auf eine schulische Ausbildung gelegt, damit die Jugendlichen bei ausbleibendem Erfolg „nicht mit leeren Händen dastehen.“ Trotzdem, machte Weidner klar, solle die Kooperation mit China natürlich auch ein Baustein sein, um Präsident Xi Jinpings drei-teilige Vision zu verwirklichen, der vorgab, dass China zunächst an einer Fußball-WM teilnehmen, diese irgendwann selbst ausrichten und dann auch gewinnen solle.

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LINKS:

Adresse: BEIJING RUNDSCHAU Baiwanzhuanglu 24, 100037 Beijing, Volksrepublik China


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