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Deutsche Kinder- und Bilderbücher sind in China der Renner

Von Wei Hongchen  ·   2018-06-13  ·  Quelle:Beijing Rundschau
Stichwörter: Kindbuch;Illustration;Deutschland
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Doch in einem großen und wohlhabenden Markt herrscht natürlich auch ein harter Wettbewerb. Viele Unternehmen sehen die Geschäftsmöglichkeiten in der Branche der Urheberrechtsagenturen und drängen auf den Markt, was dazu geführt hat, dass Wang Xing auf dem Gebiet der deutschen Bilderbücher inzwischen viele Konkurrenten hat. Um die Rechte an einigen beliebten deutschen Bilderbüchern zu erhalten, findet von Zeit zu Zeit ein regelrechter Verdrängungswettkampf statt. 

Das deutsche Bilderbuch steht in China natürlich auch im Wettbewerb mit Büchern aus anderen Ländern. So sind zum Beispiel die japanischen Bilderbücher auf dem heimischen Markt sehr beliebt, und die kulturelle Nähe zwischen China und Japan hat dazu geführt, dass viele Eltern eine gewisse Vorliebe für japanische Bücher entwickelt haben. 

  

Wu Mao, Illustrator von "A Copper Coin". (Foto: Xu Bei/BR) 

Gleichzeitig verändert sich auch das Umfeld im heimischen Buchmarkt. Dank der zunehmenden Anerkennung und Akzeptanz von Bilderbüchern durch die chinesische Gesellschaft betreten nun auch einige talentierte inländische Illustratoren die internationale Bühne. Wie zum Beispiel Wu Mao, der für seine Illustrationen in dem Buch  „A Copper Coin“ (dt. Eine Kupfermünze) den ersten Platz beim globalen Illustrationspreis auf der Frankfurter Buchmesse 2017 in Deutschland gewonnen hat. Oder auch Xiong Liang, der für den „Bologna Illustrator Award 2018“ nominiert wurde.  

Deshalb bemühen sich auch heimische Verleger darum, exzellente Illustratoren zu finden, um selbst Bilderbücher zu schaffen und allmählich auch mehr Wert auf eigene, chinesische Werke zu legen. „Am Anfang beschäftigten wir uns hauptsächlich mit dem Kauf von Urheberrechten, aber seit Anfang 2017 haben wir begonnen, selbst Bildbücher auf den Markt zu bringen. Schon jetzt liegt bei den Neuerscheinungen der Anteil von ausländischen und chinesischen Bilderbüchern bei uns bereits bei eins zu eins“, sagte Xu Haoyan, Leiterin des Ruguo-Kinderbuchverlags der CITIC Press Group. 

  

Das chinesische Bilderbuch. Das sind die 24 Jahreseinteilungen in der Kategorie Naturwissenschaft erfreut sich größter Beliebtheit. 

Zukünftige Zusammenarbeit 

Obwohl sich der Markt für Bilderbücher in China recht spät entwickelt hat, gibt es bereits einige ausgezeichnete chinesische Bilderbücher, deren Urheberrechte schon in die ganze Welt verkauft wurden. 

Im März dieses Jahres erschien die englische Ausgabe des Bilderbuchs Das sind die 24 Jahreseinteilungen, das vom Verlag dolphin-books der China International Publishing Group herausgegeben wird, auf der Internationalen Kinderbuchmesse in Bologna. Mehrere Länder wie die USA, Deutschland, der Libanon und Japan werden das Urheberrecht an dem Bilderbuch kaufen, was zeigt, dass chinesische Bilderbücher in der internationalen Gemeinschaft immer mehr Anerkennung finden. 

Dieser Meinung ist auch Xu Haoyan. „Neben dem Kauf der Urheberrechte denken wir inzwischen auch sehr intensiv darüber nach, wie wir Projekte auf die Beine stellen, deren Urheberrechte wir exportieren können.  

Auf die dramatischen Veränderungen auf dem chinesischen Bilderbuchmarkt reagieren inzwischen auch viele große deutsche Verlage.  „Sie haben ihre eigenen Büros in China gegründet und sind nicht mehr darauf beschränkt, Urheberrechte durch Copyright-Agenturen zu verkaufen. Sie hoffen, dass beide Seiten intensiv zusammenarbeiten werden, wie zum Beispiel durch gemeinsame Veröffentlichungen“, sagte Gong Yingxin. 

Durch Austausch und gegenseitiges Lernen wird das Leben der Menschen bereichert. Von der einfachen Einführung der Urheberrechte über die Koexistenz mit Wettbewerbern bis hin zur Win-Win-Kooperation haben die deutschen Verlage mit ihren Kinder- und Bilderbüchern auf dem sich immer schneller entwickelnden chinesischen Büchermarkt Chinas schon so einiges erlebt und auch neue Entwicklungsmodelle erforscht. Sie sind zudem Zeuge eines Anstiegs des chinesischen Selbstvertrauens und des Stolzes der Chinesen auf ihre eigene Kultur, was in kürzester Zeit dazu geführt hat, dass China kein „Nettoimporteur“ von Urheberrechten mehr ist, sondern selbst immer mehr Rechte an chinesischen Kinder- und Bilderbüchern exportiert. 

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