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Remember the Future: 3. Deutsches Filmfestival in China eröffnet

Von Edith Stifter  ·   2015-11-18  ·  Quelle:Beijing Rundschau
Stichwörter: Filmfestival;Remember the Future
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Am 13. November 2015 wurde das 3. Deutsche Filmfestival in China eröffnet. Das diesjährige Thema ist „Remember the Future". Bis zum 30. November werden in vier Städten – in Beijing, Chengdu, Qingdao und Shenzhen – deutsche Filme gezeigt. 

Deutsche Filme werden seit rund zwölf Jahren bei Filmfestivals in China gezeigt, das erste Mal beim Internationalen Filmfestival Shanghai. Anfangs waren sich die Veranstalter noch sehr unsicher, wie deutscher Film in China aufgenommen werden würde. Doch die durchwegs positive Resonanz war ermutigend und mittlerweile gibt es das Festival zum dritten Mal. Durch das Festival hat man in vier Städten die Gelegenheit, Filme zu sehen, die ansonsten in China nicht zu sehen sind. 

Zum einen setzt man auf renommierte Regisseure, die bei diversen internationalen Filmfestivals geehrt wurden, zum anderen auch auf junge Regisseure. Überhaupt soll die gesamte Palette des deutschen Films gezeigt werden. Man will Stereotype aufbrechen, zeigen, dass Deutschland mehr ist, als Fußball, Bier und Autos. 

Das Festival beschäftigt sich unter „Remember the Future" mit tatsächlichen historischen Ereignissen. Im Besonderen sind es die deutsche Wiedervereinigung vor 25 Jahren und das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren. 

Eike Frederik Schulz, Joel Basman und Antoine Monot Jr. waren zur Eröffnung nach Beijing gereist und sprachen über ihre Filme. Der im Jahr 1990 geborene Schauspieler Joel Basman, der mit zwei Filmen beim Festival vertreten ist, nämlich „Als wir träumten" und „Wir sind jung. Wir sind stark", erzählte, dass er von den Ereignissen in Rostock 1992, die in „Wir sind jung. Wir sind stark" beschrieben werden, aufgrund seines Alters kaum etwas gewusst hatte. Während der Dreharbeiten waren dann unter den Statisten auch jene Menschen, die damals bei diesen Ereignissen – die ein Symbol für Fremdenfeindlichkeit in Deutschland geworden sind – dabei gewesen waren. Der Film hätte auch schon vor einem Jahr erscheinen sollen, aber nun hat er durch die aktuellen Ereignisse an Aktualität gewonnen. Nicht jede Erinnerung an die Zukunft ist gewollt. Peter Anders, der Leiter des Goethe-Instituts in Beijing, erklärte, dass „Remember the Future" auch bedeute, dass man die Zukunft nur heute gestalten könne. 

Detaillierte Informationen über die einzelnen Filme, vor allem wo und wann sie zu sehen sind, findet man auf der Webseite des Festivals: http://www.festivalofgermancinema.com/ 

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