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Konzentrische Kreise

Von Yukio Hatoyama  ·   2019-10-21  ·  Quelle:Beijing Rundschau
Stichwörter: China;Entwicklung
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Harte Zeiten und Schwierigkeiten führten 1949 zur Gründung der Volksrepublik China. Unter der Leitung des Vorsitzenden Mao Zedong wurde in den 1950er Jahren eine sozialistische Transformation des privaten Eigentums an den Produktionsmitteln durchgeführt. Seit Beginn der Reform und Öffnung im Jahr 1978 sind Unmengen an ausländischen Investitionsgeldern auf den chinesischen Markt gelangt. Die industrielle Struktur Chinas hat sich enorm verändert, während das Land zu einer der am schnellsten wachsenden großen Volkswirtschaften der Welt geworden ist. Insbesondere nach der historischen Südchina-Tournee von Deng Xiaoping Anfang 1992 wurde die sozialistische Marktwirtschaft aufgebaut, die die Entwicklung des Landes weiter förderte. 

Ich habe die Entwicklung und den Wandel Chinas miterlebt und China viele Male besucht. Bei jedem Besuch beeindruckte mich das Land durch seine rasante Entwicklung, sei es in der Hauptstadt oder in anderen Städten. Während ich die Entwicklung Chinas staunend beobachte, kann ich seine führenden Persönlichkeiten nur bewundern. 

Inzwischen macht China unter der Führung von Staatspräsident Xi Jinping große Fortschritte bei der Bekämpfung von Korruption und Armut, und die Seidenstraßen-Initiative ist ein weiteres Highlight. Ich denke, die Initiative kann die wirtschaftliche Entwicklung der Entwicklungsländer fördern, die Vernetzung zwischen den Ländern stärken und durch den Aufbau der Infrastruktur einen wichtigen Beitrag zum Weltfrieden leisten. Brüderlichkeit zwischen den Nationen kann dabei helfen, diese Ziele zu erreichen. In diesem Sinne teilt die Initiative Ähnlichkeiten mit meinem Vorschlag für eine Ostasiatische Gemeinschaft. Obwohl die Seidenstraßen-Initiative ehrgeiziger ist, zielen beide darauf ab, eine Gemeinschaft mit einer gemeinsamen Zukunft für die Menschheit aufzubauen, wie Staatspräsident Xi es nannte. 

Im Jahr 1972 wurden der chinesische Ministerpräsident Zhou Enlai und der japanische Premierminister Kakuei Tanaka Zeugen der Normalisierung der diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern. Beide Seiten unterzeichneten 1978 den Friedens- und Freundschaftsvertrag zwischen Japan und der Volksrepublik China, und Japan begann, China gegenüber Entwicklungshilfe zu leisten. Die bilateralen Beziehungen haben sich seither weiter verbessert. Aber in den letzten Jahren waren die politischen Beziehungen zwischen Japan und China aufgrund der Besuche der japanischen Ministerpräsidenten im umstrittenen Yasukuni-Schrein, der Eskalation des Diaoyu-Inseln-Streits und der Verbreitung der so genannten "China-Bedrohungstheorie" in Japan auf einem Tiefpunkt.  

Der Besuch des chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang in Japan im Mai letzten Jahres markierte einen Wendepunkt in den bilateralen Beziehungen. China ist der Ansicht, dass beide Länder im Rahmen der Seidenstraßen-Initiative die Zusammenarbeit auf Drittmärkten stärken können. Es ist erfreulich, dass sich die Beziehungen zwischen Japan und China allmählich verbessert haben, aber die politischen Fragen sind nicht vollständig gelöst. Deshalb freue ich mich darauf, den Austausch zwischen den Menschen in verschiedenen Formen zu stärken und die Freundschaft zu einem Band zwischen den beiden Seiten zu machen. China und Japan könnten in Bereichen wie Gesundheit, Aufforstung und Energie zusammenarbeiten und bei der Produktion von Investitions- und Konsumgütern auf ihre jeweiligen Stärken setzen. 

Ich hoffe, dass China keinen großen Machtkampf mit den Vereinigten Staaten führen wird, und freue mich auf Chinas Beitrag zum Frieden und zur Entwicklung Asiens und der Welt im Rahmen der Seidenstraßen-Initiative und der Ostasiatischen Gemeinschaft. 

Der Autor war von September 2009 bis Juni 2010 japanischer Premierminister.

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