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Eine Plattform für Koexistenz

Von Ji Jing, Ge Lijun und Bridget Mutambirwa  ·   2019-05-16  ·  Quelle:Beijing Rundschau
Stichwörter: Zivilisationen;Asien
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In seiner Grundsatzrede auf der Eröffnungszeremonie der internationalen Konferenz „Dialog Asiatischer Zivilisationen“ am 15. Mai in Beijing forderte der chinesische Staatspräsident Xi Jinping die Länder auf, einander gleichberechtigt zu behandeln, damit die Zivilisationen friedlich zusammenleben könnten.

Die von Xi vorgeschlagene Konferenz zielt darauf ab, den zivilisationsübergreifenden Austausch und das gegenseitige Lernen auf diesem kulturell vielfältigen Kontinent und darüber hinaus den Aufbau einer Gemeinschaft mit geteilter Zukunft für die Menschheit zu fördern.

Makhdoom Babar, Chefredakteur der pakistanischen Zeitung The Daily Mail, Juri V. Tavrovsky, Professor für internationale Beziehungen an der Russischen Volksfreundschaftsuniversität, und Oraib Al Rantawi, Generaldirektor des Al-Quds Zentrums für Politische Studien in Jordanien, teilten ihre Gedanken und Beobachtungen mit der Beijing Rundschau. Es folgen bearbeitete Auszüge ihrer Ansichten:

Makhdoom Babar, Chefredakteur der pakistanischen Zeitung The Daily Mail.

Makhdoom Babar: Die Rede von Staatspräsident Xi Jinping war sehr umfassend. Er forderte die asiatischen Gemeinschaften auf, sich einander anzunähern, um die Entwicklung der Menschheit voranzutreiben und bessere Beziehungen nicht nur für die wirtschaftliche Entwicklung, sondern auch für die menschliche Entwicklung in dieser Region aufzubauen.

Die Seidenstraßen-Initiative geht in eine zweite Phase über. Viele wichtige Komponenten wie der China-Pakistan-Wirtschaftskorridor treten in neue Epochen ein. Ein solches Treffen ist notwendig, um das Bewusstsein für die asiatischen Zivilisationen zu schärfen. Gemeinsame Ansichten und Wahrnehmungen sind wichtig, um gemeinsame Anstrengungen zu synchronisieren.

Solche Bemühungen können dazu beitragen, dass die Menschen sich besser verstehen und mehr Möglichkeiten für ein friedliches Zusammenleben erschließen, indem sie ihre sprachlichen und kulturellen Barrieren beseitigen.

Wichtige Partner im Globalisierungsprozess wie die Vereinigten Staaten lassen nicht zu, dass die unterentwickelten Länder oder die Entwicklungsländer die Vorteile der Globalisierung nutzen. Es findet dementsprechend kein Transfer der Vorteile der Globalisierung statt und deshalb wirkt sich der Prozess beispielsweise negativ auf die asiatischen Länder aus, da es in Asien in der Vergangenheit keine gemeinsamen Plattformen gab, um die Globalisierung voranzutreiben.

Ich denke, dass die Globalisierung durch die Seidenstraßen-Initiative jetzt positive Auswirkungen auf die asiatischen Länder und Zivilisationen haben wird.

Juri V. Tavrovsky, Professor für internationale Beziehungen an der Russischen Volksfreundschaftsuniversität.

Juri V. Tavrovsky: Im Moment gibt es in der Welt zwei Tendenzen zu beobachten – eine ist die Globalisierung und die andere die Entglobalisierung. Die USA versuchen, die gegenwärtige Weltordnung zu zerstören. Sie haben ihre Teilnahme an verschiedenen globalen Abkommen wie dem Pariser Klimaabkommen gekündigt. China ist führend in der Globalisierung und bietet der Welt großartige Ideen wie die Seidenstraßen-Initiative und eine gemeinsame Zukunft für Asien und die gesamte Menschheit. Das ist sehr wichtig. China bietet nun ein neues Leuchtfeuer der Hoffnung.

Oraib Al Rantawi, Generaldirektor des Al-Quds Zentrums für Politische Studien in Jordanien.

Oraib Al Rantawi: Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping hielt eine sehr herzliche Eröffnungsrede, in der er seine Bereitschaft zum Ausdruck brachte, alle Zivilisationen in Asien und darüber hinaus mit offenen Armen zu empfangen. Er betonte die Notwendigkeit, mit verschiedenen Zivilisationen auf Augenhöhe umzugehen. Keine Zivilisation habe das Recht, eine überlegene zu sein. Anstelle des Zusammenpralls der Zivilisationen betonte er die Notwendigkeit der Zusammenarbeit zwischen den Zivilisationen. Das sind gute Ideen. Es kehrt die Richtung vieler Entwicklungen in der Welt um, die zu einer konfrontativeren Beziehung zwischen Ländern und Zivilisationen führen.

Ich denke, diese Konferenz ist ein guter Anfang für einen neuen Prozess in Asien und darüber hinaus für mehr Dialog auf der Grundlage unserer gemeinsamen Zukunft. Es hat, ausgehend von Beijing, eine Reihe von Prozessen eingeleitet, aber es müssen in der Zukunft eine Reihe weiterer Initiativen folgen.

Die unausgewogene Entwicklung auf dem Kontinent ist eine der großen Herausforderungen. Wir haben reiche und arme Länder. Wir haben Millionen von Menschen, die immer noch in Armut und erbärmlichen Situationen leben, vor allem Frauen und Kinder. Der Extremismus hat zu ernsthaften Sicherheits- und Stabilitätsproblemen geführt. Was unsere Regierungen und Menschen tun müssen, ist, sich diesen Herausforderungen zu stellen.

Jede Zivilisation hat ihren Anteil am menschlichen Erbe. Unsere Erfolge basieren auf der gegenseitigen Leistung. Die Einzigartigkeit jeder Zivilisation sollte die Vielfalt der Menschheit bereichern, und die Vielfalt ist eine Quelle der Stärke, nicht der Schwäche. Es sollte kein solches konfrontatives Denken geben, das zu regionalen und internen Konflikten führt. Ein solches Denken schadet unter anderem auch der internationalen Sicherheit und Stabilität.

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