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Alle für einen oder einer für alle?

Von Hu Biliang  ·   2018-06-20  ·  Quelle:Beijing Rundschau
Stichwörter: Seidenstraßen-Initiative;China
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Das Foto vom 16. April zeigt Frachtcontainer des China Railway Express im Duisburger Intermodal Terminal. Duisburg ist Deutschlands größter Binnenhafen und eine der wichtigsten Stationen des China Railway Express (Foto: Xinhua). 

Das Handelsblatt berichtete im April, dass die Botschafter der 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) in China einen Bericht verfasst hätten, in dem sie die neue Seidenstraßen-Initiative (engl. Belt and Road Initiative) kritisierten, weil sie chinesische Unternehmen ungerecht begünstigt, die EU gespalten und den Freihandel behindert hätte. Kurz gesagt, dem Bericht zufolge dient die Initiative nur den Interessen Chinas selbst. 

Da dieses Mega-Entwicklungskonzept erst vor fünf Jahren vorgeschlagen wurde und sich ein Großteil der damit verbundenen Bauarbeiten noch in der Anfangsphase befindet, ist es nicht verwunderlich, dass es zahlreiche Meinungen und Standpunkte dazu gibt. 

Bisher wurden eine Reihe von Investitions- und Bauprojekten in den Bereichen Infrastruktur und Energie sowie die Unterstützung von Finanzinstituten wie dem Seidenstraßenfonds, der Asian Infrastructure Investment Bank (AIIB) und der New Development Bank (NDB) gestartet, die alle durch internationale Zusammenarbeit ermöglicht wurden. China hat auch versucht, die internationale Weisheit zu bündeln und das globale Verständnis der Seidenstraßen-Initiative zu verbessern, indem es im vergangenen Jahr eine Reihe von Austauschprogrammen, darunter das Gipfelforum zur internationalen Zusammenarbeit im Rahmen der Seidenstraßen-Initiative, veranstaltet hat. 

Doch trotz dieser Bemühungen ist das internationale Verständnis hinsichtlich der Initiative nach wie vor unzureichend, und die Gründe dafür sind vielschichtig. 

Cui bono wer profitiert? 

Eine beliebte Ansicht unter den Skeptikern der neuen Seidenstraßen-Initiative ist, dass chinesische Unternehmen quasi ein Monopol auf die Projekte haben. Nur wenige ausländische Unternehmen würden die gleiche Bandbreite an Möglichkeiten erhalten. Einige behaupten, dies sei das Ergebnis einer Vorzugsbehandlung für chinesische Unternehmen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge sei. Doch wenn die Seidenstraßen-Initiative die im Prinzip nicht mehr und auch nicht weniger ist als ein internationaler Entwicklungsfahrplan wirklich nur den Interessen Chinas dienen würde, würde sie auf dem internationalen Parkett kaum Unterstützung erfahren und wäre unhaltbar, was den Interessen der chinesischen Unternehmen, die die Investitionen tätigen, und somit letztendlich auch China selbst schaden würde. 

Warum und wie konnte es dazu kommen, dass ein solcher Eindruck obwohl er völlig unlogisch ist entstehen konnte? 

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