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China überarbeitet Regeln für Organspenden

  ·   2019-03-02  ·  Quelle:german.china.org.cn
Stichwörter: Gesundheit;China
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China will seine Regeln anpassen, um Organspenden und Transplantate besser überwachen zu können. Dies erklärte ein Vertreter der Staatlichen Gesundheitskommission am Donnerstag auf einer Pressekonferenz. 

Ein chinesischer Freiwilliger (links) im chinesisch-guineischen Freundschaftskrankenhaus in Conakry, der Hauptstadt von Guinea, bespricht mit einheimischen Ärzten den Zustand eines Patienten. 

Die Änderungen betreffen die Spende, die Suche und die Verteilung von Organen, sagte Fan Jing am Donnerstag auf einer Konferenz über Organspenden und -transplantationen in Wuhan in der Provinz Hubei.Fan ist bei der Staatlichen Gesundheitskommission für die medizinische Überwachung und Bewertung zuständig. Ebenfalls sollen die Strafnormen bei Verstößen angepasst werden.

Im Gegensatz zur bestehenden Verordnung über die Organtransplantation bei Menschen werden mit den überarbeiteten Regeln die rechtlichen Verantwortlichkeiten verschiedener Parteien des Sektors festgelegt, sagte Fan weiter. Darunter fallen Gesellschaften des Roten Kreuzes auf verschiedenen Ebenen, medizinische Einrichtungen, Organbeschaffungsorganisationen und medizinisches Personal.

Die neue Verordnung zielt auch darauf ab, medizinische Einrichtungen und örtliche Gesundheitsbehörden zur Rechenschaft ziehen zu können, wenn bei ihnen Verstöße gegen Gesetze und Vorschriftenfestgestellt wurden.Fan machte keine konkreten Angaben dazu, wann die neue Verordnung in Kraft treten soll.

Darüber hinaus will die Kommission auch neue Regeln einführen, um die Überwachung von Organspenden und Transplantationen zu verbessern. Dies soll laut Fan sicherstellen, dass rechtmäßig vorgegangen wird und dass die Dienste den qualitativen Anforderungen entsprechen. Ein besonderes Augenmerk gilt der Verarbeitung von Daten, die bei den Spenden und Transplantationen erhoben wurden.

Laut Huang Jiefu, dem ehemaligen Vize-Gesundheitsminister und jetzigem Vorsitzenden des chinesischen Ausschusses für Nationale Organspende und -transplantation, sei die derzeitige Verordnung von 2007 veraltet und müsse deswegen überarbeitet werden. „Seit ihrem Erlass sind über zehn Jahre vergangen, und im Bereich der Organspenden und -transplantationen hat es große Veränderungen gegeben.“

Dazu gehöre, dass die Anzahl der gespendeten Organe seit 2015 stark angestiegen sei. Das ist der Zeitpunkt, seit dem in China keine Organe mehr von hingerichteten Häftlingen verwendet werden. Seither sei die freiwillige Spendedie einzige legale Quelle für Organtransplantationen.

„Die Qualität von Transplantationen kann in zertifizierten Krankenhäusern sichergestellt werden“, sagte Huang weiter. Allerdings gebe es auch einige nicht zertifizierte Kliniken, in denennicht zertifizierte Ärzte Operationen durchführen. „Diese sollten Patienten meiden.“

Im vergangenen Jahr haben über 6300 Verstorbene ihre Organe gespendet – insgesamt fast 18.000 Organe, wie die Nationale Gesundheitskommission meldete. Dies entspricht einer Zunahme um 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

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