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Drehkreuz Duisburg: China-Europa-Express verbindet Wirtschaftsräume und Menschen |
| Yu Yong* · 2026-07-08 · Quelle:cdd-online.com.cn |
| Stichwörter: Yiwu;Güterzugverbindung |
In diesem Jahr jährt sich die Gründung der Kommunistischen Partei Chinas zum 105. Mal. Seit mehr als einem Jahrhundert dient die KP Chinas dem Wohl des chinesischen Volkes, sorgt für das Wiederaufleben der chinesischen Nation und leistet zugleich einen Beitrag zum Fortschritt aller Menschen rund um den Globus. Das Konzept einer Schicksalsgemeinschaft der Menschheit ist somit keine abstrakte Idee, sondern findet auf dem eurasischen Kontinent ihren konkreten Ausdruck.
Am besten zeigt sich dies in der wachsenden grenzüberschreitenden Vernetzung. Güterzug-verbindungen wie die Strecken Yiwu-Xinjiang-Europa (Yixinou) und Chongqing-Xinjiang-Europa (Yuxinou) bilden gemeinsam mit dem Hafen Duisburg als strategischem Knotenpunkt eine leistungsfähige Landbrücke, die das Industriezentrum am Jangtse mit dem Ruhrgebiet am Rhein verbindet. Diese Verkehrsachse stellt nicht nur eine zentrale Handels- und Lieferkettenverbindung zwischen Asien und Europa dar. Durch Formate wie das Duisburger Chinafest fördert sie auch Völkerverständigung und gesellschaftlich-kulturellen Austausch.
Direkte Verbindung nach Asien: Verladung von Containern der China-Europa-Güterzüge im Duisburg Intermodal Terminal (DIT)
Standardisierter und klimafreundlicher Bahnbetrieb
Die Ankunft des China-Europa-Güterzugs im Duisburger Hafen 2014 markierte den offiziellen Startschuss für die interkontinentale Zusammenarbeit zwischen der Jangtse-Region und dem Rhein-Ruhr-Gebiet über den Schienenverkehr. Mittlerweile haben sich entlang der Bahnverbindung stabile Industrienetzwerke entwickelt, die Ressourcen und Märkte eng aneinander koppeln.
Der Yiwu-Xinjiang-Europa-Express etablierte ein in China maßgebliches Betriebssystem mit festem Fahrplan über die gesamte Strecke. Ein System, das große Planungssicherheit im Güterverkehr schafft und gleichzeitig eine enge Kontrolle der Abläufe ermöglicht. Bis Mai 2026 wurden auf der Strecke mehr als 16.000 Züge abgefertigt. Allein in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres verkehrten insgesamt 879 Güterzüge mit rund 71.000 Standardcontainern (TEU) auf dieser Route, ein Plus von 15,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Strecke deckt heute ein Netzwerk von mehr als 160 Städten in über 50 Ländern Asiens und Europas.
Allein zwischen Yiwu und Duisburg wurden bislang 255 Fahrten mit vollständigem Fahrplan absolviert. Die Züge verlassen den Yiwuer Westbahnhof samstags und treten freitags von Duisburg aus die Rückfahrt an. Die Transportzeit auf der gut 12.000 Kilometer langen Strecke konnte von 19 auf 13 Tage reduziert werden. Auch die Güterstruktur hat einen Wandel erfahren: Während anfangs überwiegend Alltags- und Leichtindustrieprodukte von China den Weg in andere Teile Asiens und nach Europa fanden, bestehen die Exporte heute zunehmend aus Photovoltaik-Modulen, intelligenten Fertigungsanlagen und Automobilteilen. In der Gegenrichtung sind unter anderem Präzisionsmaschinen, medizinische Geräte, feinchemische sowie Agrar- und Forstprodukte unterwegs. Dadurch haben sich die Güterkategorien in beiden Richtungen kompensiert und diversifiziert.
Am 24. Juni dann rollte der erste kohlenstoffneutrale China-Europa-Güterzug aus Duisburg im Yiwuer Westbahnhof ein. Der neue Yixinou-Transportzug erfüllt alle europäischen Anforderungen an kohlenstoffarme Logistik. Sein Betrieb beruht auf Ökostrom, die Emissionen werden über den international anerkannten Gold Standard (GS) kompensiert, wodurch der CO2-Ausstoß über die gesamte Beförderungsstrecke vollständig neutralisiert wird. Die Inbetriebnahme des neuen Zuges markiert den Eintritt der China-Europa-Güterzüge aus bzw. nach Zhejiang in eine neue Phase des umweltfreundlichen Betriebs.
Parallel dazu wurde die Infrastruktur am Duisburger Hafen kontinuierlich ausgebaut. Heute werden dort rund 30 Prozent des China-Europa-Schienengüterverkehrs sowie nahezu 80 Prozent der chinesisch-deutschen Güterzüge umgeschlagen. Damit zählt Duisburg zu den wichtigsten europäischen Knotenpunkten des interkontinentalen Schienengüterverkehrs.

Zentrale Drehscheibe zu Land und zu Wasser: Die Stadt Duisburg und das DIT zählen heute zu den wichtigsten europäischen Knotenpunkten des interkontinentalen Schienengüterverkehrs. (Foto: Zhang Haofu / Xinhua)
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