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Beschäftigungspolitische Maßnahmen zeigen Wirkung: Jugendarbeitslosigkeit auf niedrigstem Stand seit elf Monaten

  ·   2026-06-24  ·  Quelle:german.china.org.cn
Stichwörter: Beschäftigung;Jugendarbeitslosigkeit
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Die Arbeitslosenquote der 16- bis 24-Jährigen in China ist im Mai auf 15,6 Prozent gesunken – den niedrigsten Wert seit elf Monaten. Wie das nationale Statistikamt am Montag mitteilte, lag die Quote damit 0,7 Prozentpunkte unter dem Vormonatswert von 16,3 Prozent. 

Auch in den anderen Altersgruppen ging die Arbeitslosigkeit zurück: Bei den 25- bis 29-Jährigen sank sie von 7,4 auf 7,2 Prozent (Drei-Monats-Tief), bei den 30- bis 59-Jährigen von 4,2 auf 4,1 Prozent (Vier-Monats-Tief). Die durch Stichproben ermittelte städtische Arbeitslosenquote insgesamt lag bei 5,1 Prozent – ein Rückgang um 0,1 Prozentpunkte gegenüber April.

Professor Li Chang'an von der University of International Business and Economics (UIBE) in Beijing führte die positive Entwicklung auf die stabile gesamtwirtschaftliche Lage und die verstärkte Umsetzung beschäftigungspolitischer Maßnahmen zurück, insbesondere für junge Menschen.

Die Regierung hat die Schaffung von Arbeitsplätzen zur Priorität erklärt. Anfang Juni legte der Staatsrat einen Plan für eine beschäftigungspolitische Strategie im 15. Fünfjahresplan (2026–2030) vor. Ziel ist es, die Beschäftigung zu stabilisieren und Bildungsinhalte besser an die Anforderungen der Wirtschaft anzupassen.

Für junge Menschen sieht der Plan eine Ausweitung der Berufswege vor – unter anderem durch eine nationale Big-Data-Plattform zur Vermittlung von Arbeitskräften und eine Reform der Hochschullehrpläne zugunsten aufstrebender Branchen. Weitere Programme umfassen

 Qualifizierungsmaßnahmen für eine Million junge Arbeitskräfte in der modernen Fertigung und zukunftsorientierten Dienstleistungen sowie eine Million Ausbildungsplätze in technischen und kaufmännischen Bereichen.

Trotz des Rückgangs bleibt die Jugendarbeitslosigkeit mit 15,6 Prozent weiterhin mehr als doppelt so hoch wie bei den 25- bis 29-Jährigen (7,2 Prozent) und fast viermal so hoch wie bei den 30- bis 59-Jährigen (4,1 Prozent) – ein Zeichen für anhaltende strukturelle Ungleichgewichte auf dem Arbeitsmarkt.

Li Chang'an wies darauf hin, dass die hohe Jugendarbeitslosigkeit auf ein chronisches Überangebot an Hochschulabsolventen und eine Kluft zwischen Ausbildung und Anforderungen der Unternehmen zurückzuführen sei – verschärft durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz, der die Nachfrage nach Hochqualifizierten erhöht, während Bildung und Ausbildung hinterherhinken.

Die Daten erscheinen zu einem Zeitpunkt, da China auf einen neuen Rekord bei den Hochschulabsolventen zusteuert: In diesem Jahr werden 12,7 Millionen Studierende ihren Abschluss machen – 480.000 mehr als im Vorjahr, was den Druck auf den Arbeitsmarkt in den kommenden Monaten weiter erhöhen dürfte.

Li warnte, dass der Druck auf dem Arbeitsmarkt für junge Menschen angesichts steigender Absolventenzahlen auch im nächsten Jahrzehnt anhalten werde, zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass die beschäftigungspolitische Ausrichtung der Zentralregierung zur Stabilisierung beitragen werde.

„Angesichts des nach wie vor hohen Beschäftigungsdrucks ist es unerlässlich, die beschäftigungspolitische Strategie konsequent fortzuführen – das ist das Fundament für eine dauerhafte Stabilität auf dem Arbeitsmarkt für junge Menschen“, so Li.

 

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