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“Tag der Singles” hat Käufer aus dem Ausland fest im Blick

  ·   2019-11-05  ·  Quelle:german.china.org.cn
Stichwörter: Tag der Singles;Alibaba
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Chinas Internethandel hat einige Milliardäre hervorgebracht. Nunmehr, kurz vor dem “Singles-Tag” (11. November) am kommenden Montag, der zu einem weltweiten Tag des Kaufrausches geworden ist, möchten immer mehr Ausländer die Online-Goldader anzapfen.  Sie wollen ihre Produkte nicht nur in China, sondern auch in ihren Herkunftsländern absetzen.

"Das ist immer die aufregendste und arbeitsintensivste Zeit des Jahres: der 11. November und die Weihnachtssaison," sagt Jay Thornhill, Leiter der Produktentwicklung von Baopals in Shanghai, eine Website, die Produktinformationen auf Taobao und Tmall ins Englische übersetzt. "Unser Team blickt voller Spannung auf den diesjährigen Kaufrausch zum 11.November, wir arbeiten dann rund um die Uhr, um sicherzustellen, dass alle Bestellungen rechtzeitig rausgehen," so Thornhill.

Baopals wurde 2016 von den Amerikanern Charlie Erickson, Tyler McNew und Jay Thornhill gegründet und hat aktuell 60.000 registrierte Kunden, von denen 18.000 erst im letzten Jahr dazugestoßen sind, die meisten von ihnen sind Ausländer. Die Website hat sich zum Ziel gesetzt, das Einkaufen für Ausländern einfacher zu machen: vom Aufspüren des Produkts bis zum maßgeschneiderten Kundenservice auf Englisch.

Thornhill sagt, dass alleine in diesem Jahr eine Million Artikel im Warenwert von mehr als 60 Millionen Yuan (8,5 Mio. US-Dollar) über Baopals elektronischen Ladentisch gegangen sind. Die Kundschaft setzt sich dabei zu ziemlich gleichen Anteilen aus Männern und Frauen zusammen. 25 Prozent der Kunden leben in Shanghai, 20 Prozent in Beijing und 13 Prozent in der Provinz Guangdong, die drei Regionen mit dem höchsten Anteil an ausländischer Wohnbevölkerung.

Immer mehr Ausländer wie Thornhill graben in der Online-Goldmine, sei es durch grenzüberschreitenden Internethandel oder als Zwischenhändler, die in China Waren kaufen und diese dann in ihren Heimatländern absetzen.

Ein Ruander, der in Jinhua Polytechnic studierte, und unter seinem chinesischen Namen An Ping firmiert, hat im Mai in China ein Unternehmen gegründet, um geschäftliche Aktivitäten mit Afrika zu erleichtern. Der 29-Jährige startete seine Firma mit vier Partnern aus Ruanda nach Abschluss seines vierjährigen Informatikstudiums in Jinhua (Provinz Zhejiang).

"Als ich im Jahr 2014 nach China kam, fand ich, dass hier die Produkte gut und preiswert sind. Das hat meinen Geschäftssinn angeregt, und so bin ich auf die Idee gekommen, chinesische Waren in Afrika zu vertreiben," sagt An. Kürzlich wurde seine Erfolgsgeschichte über das Internet bekannt, denn es ist ihm unter Hinweis auf die Rabattschlacht am Single-Tag gelungen, Kunden in Afrika dazu zu bringen, gewünschte Waren bei ihm vorzubestellen.

Gegenüber der Zhejiang Daily sagt An, dass er geübt darin sei, E-Commerce- und Social-Media-Plattformen für seinen Handel einzuspannen. Er kauft Musterartikel zum Beispiel bei Taobao und stellt diese ins Schaufenster eines Geschäfts in Kigali, der Hauptstadt Ruandas. Dann sammelt er Bestellungen für die Artikel, die sich als die beliebtesten erweisen.

Anfangs waren die meisten seiner Kunden Freunde und Familienmitglieder, mittlerweile aber hilft er mehr als 10.000 Menschen aus Ruanda, Uganda und der Demokratischen Republik Kongo beim Einkauf chinesischer Produkte.

"Taschen, Schuhe, Mobiltelefone, chinesische Bücher und Tee aus China sind die Spitzenreiter auf dem afrikanischen Markt," sagt An, der rund 30.000 Yuan in der Woche ausgibt, um Waren für seine Freunde in Ruanda zu erwerben. Güter “made in China” finden immer mehr internationale Anerkennung dank des rasch wachsenden Internethandels und weltweiter Warenströme.

Es gibt eine Facebook Group, die sich "The Lao Gan Ma Appreciation Society" nennt und weltweit mehr als 2.900 Mitglieder zählt, die sich als Fans der Chili-Saucen-Marke Lao Gan Ma aus der südchinesischen Provinz Guizhou geoutet haben. Viele teilen ihre Fotos von westlichen Gerichten, die sie durch Lao Gan Ma verfeinert haben.

 

 

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