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Mobiles Bezahlen wird auch außerhalb Chinas zur Norm

  ·   2019-02-13  ·  Quelle:german.china.org.cn
Stichwörter: Smartphone;Alipay
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Zur Bezahlung nur auf dem Smartphone zu wischen ist in China schon lange Alltag. Nun wird dies auch für Chinesen, die im Ausland einkaufen, zur Norm. Das mobile Bezahlen wird zunehmend von verschiedenen Altersgruppen an unterschiedlichen geografischen Orten angenommen.

Kunden im Alter von 50 Jahren und älter haben ihre Alipay-Nutzung während ihrer Auslandsreisen zum Frühlingsfest, das am Sonntag zu Ende ging, um das 1,3-Fache gesteigert. Dies teilte der größte chinesische Online bezahlanbieter  Alipay mit.

Diese Altersgruppe verzeichnete die höchste Wachstumsrate unter allen von Alipay erfassten demografischen Gruppen, weil immer mehr ältere Menschen die digitale Zahlung im Inland annehmen und diese Gewohnheit im Ausland fortführen.

Die in den 1990er Jahren Geborenen, die in relativer materieller Fülle aufgewachsen und stärker„Digital Natives“ sind, bildeten dieses Jahr zum Frühlingsfest das Rückgrat der Auslandsreisen, wie Statistiken von Tencent's beliebter Messaging-App WeChat zeigen.

Sie machten 31 Prozent der Nutzer aus, die sich auf Auslandsreisen begaben – den größten Anteil – und bezahlten mit der eingebetteten Geldbörse WeChat-Pay, zeigten die am Sonntag veröffentlichten Statistiken. Mittlerweile ist das mobile Bezahlen nicht mehr nur auf die Bewohner chinesischer Großstädte wie Beijing und Shanghai beschränkt. Kleinere Städte und sogar Gemeinden verzeichnen das schnellste Wachstum, wie die Ergebnisse beider Zahlungsanbieter zeigen.

Laut Alipay wurde die schnellste Wachstumsrate der Pro-Kopf-Ausgaben im Ausland in Zhoushan, einer Hafenstadt in der ostchinesischen Provinz Zhejiang, verzeichnet, die im Jahresvergleich um 55 Prozent zulegte. Es folgten 50 Prozent in Weifang, Provinz Shandong, und 44 Prozent in Lianyungang, Provinz Jiangsu.

Im Gegensatz dazu erreichte die Wachstumsrate in relativ wohlhabenden Städten Beijing, Shanghai und Guangzhou 27 Prozent, 30 Prozent beziehungsweise 24 Prozent, obwohl sie mengenmäßig die größten Auslandsausgaben darstellten.

Diese Trends „zeigen deutlich, wie sich mobiles Bezahlen auf dem chinesischen Auslandstourismusmarkt etabliert“, sagte Chen Jiayi, Leiter der Geschäftsaktivitäten von Alipay im grenzüberschreitenden Geschäft. WeChat verzeichnete auch einen bemerkenswerten Anstieg bei der Nutzung von mobilen Bezahlsystemen in kleineren Städten, mit mehr als 40 Prozent Transaktionen von Bewohnern, die in größeren Städten arbeiten, doch für die einwöchigen jährlichen Feiertage in die Heimatstädte zurückkehren.

Frankreich rückte in die Top-10-Märkte vor, wo WeChat-Pay zum ersten Mal seit Beginn der Datenaufzeichnungen durch WeChat im Jahr 2015 weitläufig angenommen wurde. Eine im Januar veröffentlichte Nielsen-Umfrage ergab, dass 93 Prozent der chinesischen Reisenden ihre Ausgaben im Ausland erhöhen dürften, wenn das mobile Bezahlen breiter akzeptiert wird. Dies würde wiederum die lokale Wirtschaft ankurbeln. Alipay und WeChat-Pay machten laut dem Beratungsunternehmen iResearch fast 94 Prozent des Drittzahlungsmarktes des Landes aus. Das Duo gewinnt Marktanteile, indem es ehrgeizige Schritte ins Ausland unternimmt, wo das mobile Bezahlen noch nicht ausgereift ist.

Zu den jüngsten Entwicklungen gehört, dass Tencent in diesem Jahr mit weiteren intelligenten Lösungen und Dienstleistern zusammenarbeiten möchte, um die App-Funktion in ausländischen Märkten genauso reibungslos laufen zu lassen wie in China. Dazu soll eine Vielzahl von Tools von Drittanbietern integriert werden, sagte Fan Wei, Auslandsgeschäftsführer von WeChat-Pay.

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