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Shanghai sucht digitales Upgrade

  ·   2018-08-23  ·  Quelle:german.china.org.cn
Stichwörter: Shanghai;Wirtschaft;Alibaba;Tencent
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Shanghai hat seine Entschlossenheit demonstriert, seine digitalen Bemühungen zu beschleunigen. Durch zwei große Abkommen mit chinesischen Internetgiganten sollen ebenbürtige Städte in der digitalen Wirtschaft übertroffen werden. 

 

Die Stadt Shanghai 

Shanghai hat sich mit der „Alibaba Group Holding Ltd“ sowie der „Tencent Holdings Ltd“ für mehrere neue Technologie-Anwendungen zusammen geschlossen. Die Stadtverwaltung wolle Internet-Technologien nutzen, um neue Wachstumsimpulse zu wecken und den öffentlichen Dienst zu verbessern, so Experten.

Es gibt Befürchtungen, dass Shanghai in der digitalen Transformation zurückfällt. Diese habe die Geschäftsmodelle der traditionellen Industriezweige merkbar verändert, sagte Chu Yin, ein Wissenschaftler, der sich auf die digitale Wirtschaft am Zentrum für China und Globalisierung spezialisiert hat. „Die jüngsten Verträge legen nahe, dass die lokalen Behörden eine Notwendigkeit sehen, das Internet auf einer viel breiteren Ebene und tiefergehend anzuwenden. Ansonsten wird Shanghai im digitalen Wettrennen zurückfallen“, sagte Chu.

Ein Beispiel dafür ist laut Chu, dass keines der erfolgreichsten Internetunternehmen Chinas in Shanghai ansässig ist. Dazu zählt vor allem das Technologie-Triumvirat BAT - die Abkürzung steht für Baidu Inc, Alibaba and Tencent. Auch aufstrebende Mitbewerber wie JD oder Toutiao haben ihre Firmensitze woanders. „Ein Mangel an Technologie-Größen könnte problematisch sein, da die Internet-basierte Wirtschaft vielleicht am meisten auf Skaleneffekten beruht“, merkte er an. „Man muss sagen: Je größer man ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass man kleinere Spieler ausquetscht, indem man die überwiegende Menge an Traffic generiert.“

Ziel des Zusammenschlusses sei es, wertvolle Daten sowohl der Regierung als auch der Unternehmen, die im digitalen Zeitalter als Goldmine gelten, zu erforschen und zu nutzen. Dies sagte Fu Weigang, der geschäftsführende Dekan am Shanghaier Institut für Finanzen und Gesetz. „Die Vereinbarungen werden dabei helfen, Hindernisse für Unternehmen zu überwinden, um bestimmte Daten zu erhalten und Anwendungen für eine Vielzahl von Szenarien zu erstellen. Wir können eine wachsende Anzahl von öffentlichen Diensten in Bezug auf Vielfalt und Raffinesse erwarten“, sagte Fu.

Die Effizienzgewinne durch die Einführung neuer Technologien haben bereits zu Dividenden für die Stadt geführt. So haben beispielsweise Shanghais Unternehmer auf den Einsatz von Big Data und Cloud Computing hingewiesen, um den traditionellen Einzelhandel als eine Kraft zur Förderung des Konsums zu stärken, der im ersten Halbjahr im Jahresvergleich um 7,7 Prozent zunahm. Doch im andauernden digitalen Wettrennen muss Shanghai noch seine eigene Identität finden. Die Stadt verfügt über eine solide kommerzielle Infrastruktur, eine große Bevölkerung und das höchste verfügbare Einkommen auf nationaler Ebene, sagten Analysten. „Dank seines ausgereiften Geschäftsumfelds, seiner Rechtssysteme und Logistik ist Shanghai der Ort, an dem die meisten Unternehmen bahnbrechende kommerzielle Aktivitäten in China durchführen“, sagte Fu.

Viele reine Internet-Unternehmen konzentrieren sich hauptsächlich auf den Verbraucher. Shanghai hingegen sei in einer Position, um umfassendere Anwendungsszenarien bereitzustellen, die allgemeinen Geschäftszwecken dienen, beispielsweise der fortschrittlichen Fertigung. Dies sagte Li Zhu, der Co-Gründer des Risikokapitalunternehmens „Innoangel“. „Es gibt wenig Raum für Selbstgefälligkeit. Aber indem wir unsere Stärken ausspielen und traditionelle Sektoren digitalisieren, können wir wirtschaftliche, soziale und strategische Vorteile für die Stadt schaffen“, sagte Chu.

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