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„Wir wollen eine Zusammenarbeit zum Nutzen und Vorteil beider Länder“

Von Zhao Piao  ·   2017-11-23  ·  Quelle:Beijing Rundschau
Stichwörter: GIZ;Zusammenarbeit;China;Deutschland
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Anlässlich des 45-jährigen Jubiläums der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Volksrepublik China und der Bundesrepublik Deutschland traf sich die Beijing Rundschau mit Oliver Auge, Landesdirektor der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH in China, um mit ihm über seine Erlebnisse in China und über die chinesisch-deutsche Entwicklungszusammenarbeit zu sprechen. 

 

Oliver Auge, Landesdirektor der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH in China. (Foto: Shi Gang/BR) 

Beijing Rundschau: Herr Auge, seit wann arbeiten Sie in China? Warum wollten Sie ins „Reich der Mitte“? 

Oliver Auge: Ich arbeite seit rund drei Jahren in China. Ich habe mit meiner Familie für viele Jahre in verschiedenen asiatischen Ländern gelebt und fand das Leben dort immer sehr spannend, interessant und bereichernd. Wenn es um Asien geht, dann ist China natürlich immer etwas ganz besonderes. Daher hat es mich umso mehr gefreut, als sich mir die Gelegenheit bot, nach China zu gehen. Und nach drei Jahren kann ich getrost sagen, dass ich diese Entscheidung nie bereut habe. 

Die GIZ ist eine staatliche Organisation im Eigentum der Bundesrepublik Deutschland. Wir sind vor allen Dingen in der Entwicklungszusammenarbeit tätig, in der wir seit vielen Jahren mit China kooperieren. Doch inzwischen hat sich der Kontext der Zusammenarbeit verändert. Mich hat es sehr interessiert, zu sehen, wie wir als GIZ im Auftrag der Bundesregierung mit China kooperieren können, damit das Endergebnis für beide Seiten stimmt – sowohl für China als auch für Deutschland und für Europa.  

Welche konkreten Aufgaben, Ziele und Schwerpunkte hat die GIZ in China? 

Als staatliche deutsche Organisation bietet die GIZ ihren Auftraggebern funktionsfähige, nachhaltige und wirksame Lösungen für politische, wirtschaftliche und soziale Veränderungsprozesse. Mit mehr als 30 Jahren Erfahrung in der Zusammenarbeit mit China arbeitet die GIZ im Rahmen der deutsch-chinesischen umfassenden strategischen Partnerschaft zum Nutzen und Vorteil beider Länder.  

In China haben wir etwa 130 Mitarbeiter sind derzeit auf vier große Themenbereiche fokussiert: einerseits liegt unser Schwerpunkt auf der Umwelt-, Klima- und Landwirtschaftspolitik, weiterhin befassen wir uns mit der städtischen Entwicklung, der Energiepolitik und dem Verkehr. Drittens arbeiten wir im Bereich der Themen Recht, Qualitätsinfrastruktur und Industrie 4.0 und viertens setzen wir uns gemeinsam mit China – allerdings erst seit relativer kurzer Zeit – auch für die globale Entwicklungskooperation ein, beispielsweise im Rahmen der Süd-Süd-Kooperation und der trilateralen Kooperation.  

Die chinesische Regierung bemüht sich tatkräftig darum, die Umweltprobleme im eigenen Land zu lösen. Was könnte Ihrer Meinung nach von deutscher und chinesischer Seite noch getan werden, damit China bei seiner Entwicklung möglichst umweltschonend agieren kann? 

China hat leider große Umweltprobleme, das ist wahr. Auf der anderen Seite müssen wir aber auch eingestehen, dass Deutschland, als es in einem vergleichbaren Entwicklungsstadium war, also in den 60er und 70er Jahren, auch stark in die Schwerindustrie investierte und daher ähnliche Umweltprobleme hatte wie China. Daher wollen wir nun nicht mit dem Finger auf China zeigen und sagen: „Ihr macht alles falsch!“ – wir haben diese Fehler schließlich auch alle gemacht. Deutschland kann die Umweltprobleme Chinas nicht lösen. Wir können allerdings China dazu ermutigen, sich genau anzuschauen, wie wir heute mit diesen Problemen umgehen. Beispielsweise heißen wir chinesische Entscheidungsträger in Deutschland willkommen, damit sie sich anschauen können, wie in deutschen Städten mit diesen Problemen umgegangen wird und anhand welcher Regularien die deutsche Bundesregierung und das Bundesumweltministerium versuchen, Einfluss auf die Wirtschaft und das Verhalten der Bevölkerung zu nehmen, um so zu zeigen, was man in einer solchen Situation tun kann.  

An welchen besonders interessanten oder wichtigen Projekten arbeiten Sie derzeit? 

Mein Herz schlägt vor allem für das neue Zentrum für nachhaltige Entwicklung, dessen Gründung vom chinesischen Handelsministerium und dem deutschen Entwicklungsministerium vereinbart wurde. Dabei versuchen wir, aus über 30 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit zu lernen, und das, was wir zusammen gelernt haben, in anderen Ländern umzusetzen. Vor allen Dingen jetzt in Afrika. Das ist eine völlig neue Art der Zusammenarbeit. Mit dem Zentrum versuchen wir aus dem, was wir am besten können, und dem, was China am besten kann, eine Art Synthese zu bilden, die gut für Afrika und auch für die Welt ist.  

Hat die GIZ auch an internationalen Projekten in Drittländern entlang der von China vorgeschlagenen Seidenstraßen-Initiative mitgewirkt? 

Die GIZ ist in vielen Ländern entlang der Seidenstraße tätig. Von daher beobachten wir den Erfolg dieser Initiative sehr genau. Im Allgemeinen bin ich sehr zuversichtlich, was die Bereiche saubere Energie, Wasser, Umwelt und nachhaltige Entwicklung in diesen Ländern angeht. Ich bin davon überzeugt, dass wir die Entwicklungszusammenarbeit in Zukunft auch in diesen Ländern weiter ausbauen können.

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