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Feng Xingliang: „Deutschland profitiert enorm von der Seidenstraßeninitiative“

Von Zhao Piao  ·   2019-04-28  ·  Quelle:Beijing Rundschau
Stichwörter: Zusammenarbeit;Seidenstraßen
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Feng Xingliang im Interview mit der Beijing Rundschau (Foto: Zhao Piao/BR)  

Am 25. April wurde das zweite Gipfelforum über internationale Zusammenarbeit im Rahmen der Seidenstraßeninitiative in Beijing eröffnet. Als Chinas größter Handelspartner in Europa beteiligt sich Deutschland seit sechs Jahren aktiv am Aufbau der Seidenstraßeninitiative und hat mehrere Kooperationsprojekte mit China gestartet. 

„Deutschland ist eines der Länder, die am meisten von der Seidenstraßeninitiative profitieren“, sagte Feng Xingliang, Chef-Repräsentant von NRW.INVEST China/Beijing, im Interview mit der Beijing Rundschau. 

Feng erzählte, dass die wirtschaftliche und handelspolitische Zusammenarbeit zwischen dem deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW) und China auf eine lange Geschichte zurückschaue. Vor 2013 investierten durchschnittlich rund 40 chinesische Unternehmen pro Jahr in NRW. „Seit Chinas Staatspräsident Xi Jinping im September 2013 die Seidenstraßeninitiative vorgeschlagen hat, hat NRW ein sprunghaftes Wachstum bei der Aufnahme chinesischer Unternehmensinvestitionen erzielt. Allein im Jahr 2016 haben sich insgesamt 96 chinesische Unternehmen in NRW niedergelassen.“ Laut Statistiken haben bis heute insgesamt über 1100 chinesische Unternehmen in NRW investiert, darunter auch namhafte Unternehmen wie Huawei, ZTE, BAOWU, SANY und CNTIC.  

„Dass NRW für viele chinesische Unternehmen zum bevorzugten Investitionsstandort geworden ist, ist auch auf seine Standortvorteile zurückzuführen“, sagte er und fügte hinzu, dass Nordrhein-Westfalen die Wiege der deutschen Industrie sei: NRW verfüge nicht nur über ein hochentwickeltes Autobahnnetz und eine dichte Bevölkerung, sondern stellt mit Duisburg auch die größte Binnenhafenstadt Europas bzw. den wichtigen Eisenbahnknotenpunkt. 

Seit dem Start der Seidenstraßeninitiative hat sich der China-Europa-Güterzug rasant entwickelt. Duisburg, die ehemalige Industriestadt im Ruhrgebiet, hat nach dem Niedergang der Kohle- und Stahlindustrie durch die Entwicklung der Logistik- und anderer Dienstleistungsbranchen sowie der modernen Industrie die Strukturumwandlung und Niveauanhebung der Stadt erfolgreich umgesetzt. 

„Nachdem Duisburg nun zu einem wichtigen Knotenpunkt für den China-Europa-Güterzug geworden ist, gibt es immer mehr chinesische Unternehmen, die in die Hafenstadt investieren. Von rund 40 Anfang 2017 ist die Zahl nun auf rund 100 Unternehmen gestiegen. Damit ist Duisburg auch zur berühmtesten deutschen Stadt in China geworden, was die lokale Beschäftigung und wirtschaftliche Entwicklung stark gefördert hat“, so Feng. 

Angesichts der Tatsache, dass einige Deutsche immer noch Zweifel an der Seidenstraßeninitiative haben, sagte Feng Xingliang, dass die Seidenstraßen keine „Einbahnstraßen“ seien, sondern vielmehr „Zwei-Wege-Straßen“, die die wechselseitigen Investitionen und Kooperationen fördern würden. „China und Deutschland sind nicht nur wichtige Handelspartner, sondern ergänzen sich auch optimal. Deutschland ist ein traditionelles Land mit starker Fertigungsindustrie und führenden Fertigungsprozessen, während China sich in den Bereichen Internet- und Informationstechnik und intelligenter Fertigung rasant weiterentwickelt. Die Seidenstraßeninitiative bietet beiden Ländern einen breiten Raum zur Zusammenarbeit“, sagte Feng. 

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Adresse: BEIJING RUNDSCHAU Baiwanzhuanglu 24, 100037 Beijing, Volksrepublik China


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