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Diese Frau führte ein ganzes Dorf aus der Armut

Von Wang Hairong  ·   2017-10-22  ·  Quelle:Beijing Rundschau
Stichwörter: Delegierten des XIX. Parteitages
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Yu Liufen ist eine der Delegierten des XIX. Parteitages der Kommunistischen Partei Chinas. Yu hat sich einen Namen gemacht, indem sie ihr ganzes Dorf aus der Armut führte. 

 

 

 

Mit ihrer kurzen Bob-Frisur, ihrem selbstbewussten Lächeln und dem locker über ihrem schwarzen Kleid getragenen Umhang strahlt die 48-jährige Yu Liufen eine Reife und Gelassenheit aus, die gut zu ihrem Alter passt. Als Sekretärin eines Dorfkomitees der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) in der südwestchinesischen Provinz Guizhou wurde Yu zur Delegierten für den XIX. Parteitag in Beijing im Oktober gewählt, weil sie ein ganzes Dorf aus der Armut geführt hatte.  

Bis Ende 2015 hatten wir alle Bewohner meines Dorfes aus der Armut geholt", erzählt Yu der Beijing Rundschau mit sichtlichem Stolz. Im Jahr 2001, als sie Parteisekretärin von Yanbo im Landkreis Panxian wurde, lag das durchschnittliche Pro-Kopf-Nettoeinkommen des über 900 Einwohner zählenden Dorfes bei nur etwa 800 Yuan (100 Euro). Inzwischen ist der Betrag auf 16.200 Yuan (etwa 2.300 Euro) gestiegen. Im gleichen Zeitraum stiegen die Vermögenswerte im Kollektivbesitz des Dorfes von nahezu Null auf 58 Millionen Yuan (ca. 7,4 Mio. Euro). 

  

Eine Frau mit Ideen  

Auf einer Höhe von 1.800 Metern mitten in den Karstbergen von Guizhou gelegen, war Yanbo ein von bitterer Armut geplagtes Dorf, als Yu hier ankam.  

Die Dorfbewohner bauten Mais, Süßkartoffeln und Buchweizen an. Sie mussten zwei Stunden zu Fuß zurücklegen, um ihre Erzeugnisse zum Markt zu bringen und verkaufen zu können. Für 50 Kilo Süßkartoffeln erhielten sie damals nur 7-8 Yuan (1 Euro)", erinnert sich Yu. 

Die Dorfbewohner wohnten in strohgedeckten Hütten, unter einem Dach mit ihren Nutztieren… Fliegen und Moskitos waren überall."  Es gab keine befestigten Straßen, Elektrizität oder fließendes Wasser im Dorf. Noch bis 2004 gingen die meisten Kinder hier nicht zur Schule, weil sie einen Schulweg von vier bis fünf Stunden hätten in Kauf nehmen müssen. 

Auch für Yu war die erste Zeit im Dorf nicht leicht. Da ihr Mann weit von dem Dorf entfernt arbeitete, erledigte Yu die Hausarbeit und bestellte das Land, das den beiden gehörte. Nachdem sie ihre beiden Söhne zur Welt gebracht hatte, musste sie sich um die beiden kümmern, gleichzeitig aber auch die schwere Feldarbeit erledigen. 

Ihr Leben war so hart, dass Yu schon bald begann, sich nach einem Wandel zu sehnen. Yu ist fleißig und ausdauernd, und, was noch wichtiger ist, sie ist eine Frau, die Ideen hat. 1993 eröffnete sie in der Nähe einer lokalen Kohlemine ein Restaurant. Dank ihrer harten Arbeit und ihres guten Geschäftssinns gedieh das Restaurant schon bald und verschaffte ihr und ihrer Familie ein gutes Einkommen. 

Nur zwei Jahre später hatte Yu eine weitere lukrative Geschäftsidee -- als Fotografin. Die Dorfbewohner konnten es sich zu dieser Zeit im Allgemeinen nicht leisten, eine Kamera zu kaufen. Mit dem Geld, dass sie dank des Restaurants sparen konnte, kaufte sie eine Kamera. Fortan standen die Dorfbewohner auch bei ihr Schlange, um Fotos machen zu lassen.  Also eröffnete Yu ein Fotostudio.  Ihre Unternehmungen machten ihre Familie reicher und reicher.  

 

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