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Blutproben-Disput: Schwimmer Sun Yang nicht schuldig

  ·   2019-01-30  ·  Quelle:german.china.org.cn
Stichwörter: Blutprobe;Sun Yang;Anti-Doping;China
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Die chinesischen Behörden unterstützen den olympischen Champion angesichts von Behauptungen, er habe die Anti-Doping-Regeln verletzt.  

Der chinesische Schwimmverband („Chinese Swimming Association“) hat am Sonntag einen Protest eingelegt. Es geht um die Unschuld des olympischen Champions Sun Yang. Eine britische Tageszeitung hatte zuvor berichtet, ihm drohe eine lebenslange Sperre wegen der Verletzung von Anti-Doping-Regeln. Die Sunday Times behauptete, dass Sun und einer seiner Leibwächter eine versiegelte Blutprobe zerstört hätten, nachdem die Glaubwürdigkeit von drei Drogentestern während eines Tests außerhalb des Wettbewerbs in Frage gestellt wurde. Der Vorfall soll sich letztes Jahr am 4. September in der Stadt Hangzhou in der Provinz Zhejiang zugetragen haben.

In einem Statement, das am Sonntagabend veröffentlicht wurde, bezeichnete die CSA die Geschichte als unwahr und sagte, ihre klare Haltung gegenüber Doping sei so stark wie immer. Nach Angaben der CSA hat Sun den Test verweigert, da die drei Test-Beamten nicht die notwendigen Dokumente vorlegen konnten, um zu beweisen, dass der Prozess legitimiert sei. Die drei Tester hatten behauptet, Angestellte des Managements für Internationale Doping Tests („International Doping Tests and Management“ IDTM) zu sein. Bei IDTM handelt es sich um eine Dritt-Partei, welche Tests im Namen der World Anti-Doping Agency (WADA) durchführt. Zwei Tester, die keinen adäquaten Identifikationsnachweis vorlegen konnten, wurden später als ungelernte Bekannte des Haupttesters identifiziert, welcher ein IDTM Zertifikat hat.

Diese Angaben machte Suns Anwalt Zhang Qihuai von der Beijing Lanpeng Law Firm. Zhang sagte zuvor am Sonntag, dass der auf Sun abzielende Bericht „ungenau und haltlos“ sei. Er habe die Privatsphäre des 27-Jährigen beeinträchtigt und seine Reputation befleckt. Als Konsequenz plant Sun, die Sunday Times zu verklagen. Ohne ihre Eignung nachzuweisen oder den Test ordnungsgemäß durchzuführen, hätten die IDTM Beamte „falsche Behauptungen“ in ihren Testberichten gemacht und „Tatsachen fabriziert, wonach Sun gegen den Anti-Doping Code der WADA verstoßen habe“, fügte Zhang hinzu. Weder Zhang noch die CSA verwiesen in ihren Aussagen auf die Behauptung in dem Bericht der Times, dass Suns Mutter einem der Sicherheitsleute befohlen hatte, eine Phiole mit dem Blut ihres Sohnes zu zerstören.

Das Verwaltungsgremium des weltweiten Schwimmverbandes FINA hielt am 19. November eine 13-stündige Anhörung in Lausanne in der Schweiz. Dabei anwesend waren Sun, Zhang und Augenzeugen, die bei dem Vorfall anwesend waren. Der Beamte mit dem IDTM-Zertifikat nahm an der Anhörung von China aus über einen Video-Link teil, während die anderen beiden Tester abwesend waren, wie Zhang sagte. Ein Gremium der FINA urteilte am 3. Januar, dass Sun nicht gegen die Anti-Doping Auflagen verstoßen habe. „Als Resultat ist die Blutproben-Kollektion, die am 4. September 2018 von der IDTM durchgeführt wurde, ungültig und gegenstandslos… Sun Yang hat nicht gegen die Anti-Doping-Regeln unter den Paragraphen FINA DC 2.3 oder FINA DC 2.5 verstoßen“, zitierte die CSA eine Entscheidung der FINA.

Allerdings nähert sich die Frist für die Einreichung von Rechtsbehelfen beim Schiedsgericht für Sport. Dafür hat die WADA angeblich mehr Informationen über den Vorfall angefordert. Während die FINA Sun während der Anhörung von Fehlverhalten freigesprochen hat, legt der Report der Times nahe, dass die WADA bei weitem nicht zufrieden sei. Ein leitender Beamter soll die Ereignisse als „unglaublich und inakzeptabel“ beschrieben haben. Bis Sonntagabend gab es noch keine offizielle Antwort der WADA auf den Report der Times.

Sun gilt als der größte Schwimm-Star in China. Er hat alle olympischen Freistil-Disziplinen von 200 bis 1500 Meter gewonnen sowie neun Langstrecken-Welttitel zwischen den Jahren 2011 bis 2017. Sun wurde vor den Asienspielen 2014 von der CSA für drei Monate gesperrt, nachdem er positiv auf das Aufputschmittel Trimetazidin getestet worden war. Dieses wurde zu Beginn dieses Jahres auf die Verbotsliste der WADA genommen.

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