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Rückblick auf die chinesisch-deutschen Beziehungen im Jahr 2019

Von Mei Zhaorong  ·   2019-12-31  ·  Quelle:german.china.org.cn
Stichwörter: Deutschland;Zusammenarbeit
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 Mit Blick auf die Beziehungen zwischen China und Deutschland im Jahr 2019 kann man feststellen, dass beide Länder enorm wichtig füreinander sind und es großes Potenzial für die Zusammenarbeit gibt. Zeitgleich nimmt jedoch auch eine nicht ausgewogene kritische Sichtweise auf China zu.  

Mei Zhaorong, ehemaliger chinesischer Botschafter in Deutschland und ehemaliger Präsident des Instituts des Chinesischen Volkes für die Auswärtigen Angelegenheiten (Archivbild) 

Wieder ist ein Jahr fast vorbei. Wirft man aus diesem Anlass einen Blick auf die chinesisch-deutschen Beziehungen in diesem Jahr, sind vor allem ermutigende Entwicklungen zu verzeichnen. Doch zeitgleich ist es auch wiederholt zu Einmischungen in die inneren Angelegenheiten Chinas durch manche deutsche Politiker und Medien gekommen, was für Lärm sorgte. Insgesamt hat die pragmatische wirtschaftliche und handelspolitische Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland die Dynamik des Fortschritts jedoch aufrechterhalten: Der gegenseitige Nutzen und die Win-win-Situation spielen nach wie vor die Hauptrollen, aber parallel werden ideologische Unterschiede und Interessenkonflikte immer mehr sichtbar, was die Unsicherheit erhöht und Anlass zur Sorge gibt.

Die häufigen Kontakte und die Kommunikation zwischen den Spitzenpolitikern beider Länder machen es deutlich, wie sehr die beiden Seiten der Verbesserung des gegenseitigen Verständnisses beimessen und sich um eine vorteilhafte Zusammenarbeit für beide Länder bemühen. In diesem Jahr traf der chinesische Staatspräsident Xi Jinping im März in Paris, im Juni in Osaka und im September in Beijing drei Mal mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen, um sich über die bilateralen Beziehungen und internationalen Fragen von gemeinsamem Anliegen auszutauschen. Besonders nennenswert ist, dass sich die beiden Seiten während Merkels China-Besuch im September auf eine wirtschaftliche Zusammenarbeit geeinigt und elf Abkommen unterzeichnet haben, was zeigt, dass Chinas neue Runde der Öffnung vorrangig in den chinesisch-deutschen Beziehungen umgesetzt wird. Unter anderem hat sich der Aktienanteil von BMW im chinesisch-deutschen Joint Venture erhöht und der Chemiekonzern BASF hat ein 100-prozentiges eigenständiges Unternehmen in der Volksrepublik gegründet. Außerdem ist die Bereitschaft beider Länder, im Bereich der Elektrofahrzeuge zusammenzuarbeiten, besonders bemerkenswert.

Darüber hinaus haben Chinas Vizepräsident Wang Qishan, die Vizepremierministerin Sun Chunlan und das Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der KP Chinas und Direktor des Büros des Zentralen Auswärtigen Ausschusses Yang Jiechi Deutschland besucht. Auf der anderen Seite haben unter anderem Olaf Scholz, Peter Altmaier und Anja Karliczek sowie der Vizepräsident des Bundestags Hans-Peter Friedrich der Volksrepublik Besuche abgestattet. Das alles liefert einen positiven Beitrag für das gegenseitige Verständnis und die Förderung des Austauschs und der Zusammenarbeit in den entsprechenden Bereichen.

Gleichzeitig spielt der häufige persönliche Austausch zwischen den beiden Ländern mit durchschnittlich über 1,5 Millionen Personen pro Jahr eine wichtige Rolle für die Verbesserung des gegenseitigen Verständnisses zwischen den Menschen.

Noch erfreulicher ist, dass sich der bilaterale Handel weiterhin positiv entwickelt hat. Deutschland ist seit 43 Jahren Chinas größter Handelspartner in Europa. Derzeit macht das chinesisch-deutsche Handelsvolumen etwa ein Drittel des gesamten chinesisch-europäischen Handelsvolumens aus. Dies übersteigt das gesamte Handelsvolumen zwischen Großbritannien, Frankreich und Italien mit China. China ist zudem seit 2016 drei Jahre in Folge Deutschlands größter Handelspartner auf der ganzen Welt. Laut chinesischen Statistiken belief sich das bilaterale Handelsvolumen zwischen den beiden Ländern im Jahr 2018 auf 183,88 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 9,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Von Januar bis September 2019 betrug das bilaterale Handelsvolumen zwischen China und Deutschland 138,43 Milliarden US-Dollar, was wiederum einen Anstieg von 9,7 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahrs bedeutet. Für die Kernindustrien Deutschlands wie Maschinenbau, Automobile und Chemikalien stellt China den wichtigsten Absatzmarkt im Ausland dar. Laut Schätzungen eines Branchenkenners stammen 60 Prozent der Gewinne der drei großen deutschen Automobilunternehmen aus China.

In Bezug auf Investitionen ist Deutschland innerhalb der EU der größte Direktinvestor für China. Bis Ende September 2019 hat China insgesamt 10.689 deutsche Unternehmen zu Investitionen in China zugelassen. Die tatsächlichen Investitionen Deutschlands belaufen sich auf 34,77 Milliarden US-Dollar. Dabei liegen die Schwerpunkte in den Branchen Automobileindustrie, Chemikalien, Energieerzeugungsanlagen, Transport, Stahl und Kommunikation. Chinas kumulierte Investitionen in Deutschland belaufen sich auf 14,94 Milliarden US-Dollar. Dieses Jahr wurden in Deutschland bis September branchenübergreifend 1,25 Milliarden US-Dollar durch chinesische Unternehmen investiert. Dies entspricht einem Rückgang zu 2018, was hauptsächlich mit den Beschränkungen für den Erwerb deutscher Hightech- und Schlüsselinfrastrukturunternehmen durch chinesische Investoren zusammenhängt.

Deutschland ist auch das europäische Land mit dem größten Technologietransfer nach China: Ende September 2019 importierte China 25.166 Technologien aus der Bundesrepublik mit einem Gesamtauftragswert von 86,27 Milliarden US-Dollar. All dies zeigt, dass es eine starke Komplementarität zwischen der chinesisch-deutschen Wirtschaft gibt, und noch viel Raum für weitere Win-win-Kooperation besteht.

Ähnlich wie in einigen anderen westlichen Ländern treten jedoch in Deutschland nunmehr eine „Ungewohntheit" und „Sorge" über den raschen Aufstieg Chinas immer stärker in den Vordergrund. Die Volksrepublik wird teilweise sogar als „systemischer Wettbewerber" angesehen. Schutzmaßnahmen und eine Alarmbereitschaft für Investitionen, Hightech-Transfer und Industriepolitik verstärken sich kontinuierlich. In Fragen zu WTO-Reformen, dem Schutz des geistigen Eigentums, Überkapazitäten und Subventionen für Staatsunternehmen stimmt sich Deutschland mit den USA ab und hat China kritisiert und stark unterdrückt.

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