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Familienplanungsbehörden werden umstrukturiert

  ·   2018-09-13  ·  Quelle:german.china.org.cn
Stichwörter: Familienplanung;Gesundheitskommission
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Drei Abteilungen, die für die Umsetzung der Familienplanungspolitik zuständig sind, wurden aus der  Nationalen Gesundheitskommission ausgegliedert. Dies hat die Kommission unlängst auf ihrer Webseite bekanntgegeben.

 

Die betreffenden Abteilungen wurden durch eine neue Abteilung ersetzt, in deren Zuständigkeit die Bereitstellung von Beratungsdienstleistungen zur Bevölkerungspolitik fallen soll.

Laut der am Montag veröffentlichten Ankündigung, seien zudem drei neue Abteilungen geschaffen worden, die sich um Gesundheit im Familienkreis, der Altenfürsorge und Berufskrankheiten kümmern sollen.

In der Veröffentlichung werden detailliert die nach der Strukturreform bestehenden 14 Arbeitsbereiche der Kommission aufgelistet, darunter die Formulierung der nationalen Gesundheitspolitik, die Koordination und Verbessserung der Reform des Gesundheitssystems, die Vorbeugung und Bekämpfung von Krankheiten und die Beschäftigung mit Fragen der Versorgung mit Arzneimitteln.

Nach der Umstrukturierung  besteht die Kommission nunmehr aus 21 Abteilungen mit 525 Verwaltungsfachkräften. Durch die Neugestaltung der Behörde wird die Bedeutung des Aufbaus eines umfassenden Systems zur Vorbeugung von Krankheiten und die Bewältigung der Herausforderungen einer Gesellschaft mit einem wachsenden Anteil an alten Menschen hervorgehoben.

Im Rahmen einer allgemeinen Verwaltungsreform wurde im März diesen Jahres die Bezeichnung “Familienplanung” aus dem Namen der Kommission getilgt.

Durch die Auflösung der drei Abteilungen, die in der Vergangenheit die Familienplanungspolitik durchgesetzt hatten, ist es zu Spekulationen in der Öffentlichkeit gekommen, dass die Regierung Abstand nehmen wolle von der lange Zeit praktizierten Beschränkung der Kinderzahl für Familien in China.

"Die Umstrukturierung bedeutet nicht, dass die Familienplanung abgeschafft würde," meint Yuan Xin, Experte für Demographie an der Tianjinger Nankai Universität.

"Aber in der neuen Epoche hat sich das Hauptaugenmerk von der Geburtenkontrolle auf die Bereitstellung einer umfassenden Dienstleistung in Sachen Familienplanung verlagert."

Im Jahre 2017 betrug der Anteil der über 60-Jährigen an der chinesischen Bevölkerung 16,2 Prozent.

Im Jahre 2050 wird nach Darstellung des Nationalen Arbeitskreises für Bevölkerungsentwicklung rund ein Drittel der Chinesen 60 Jahre und älter sein.

Die Anzahl der Menschen im arbeitsfähigen Alter wird auf 700 Millionen absinken, was einem Rückgang um ein Viertel entspricht.

Aufgeschreckt durch die rasch alternde Bevölkerung und den Rückgang der Arbeitskräftezahlen, hat die Regierung die 1979 eingeführte Familienplanungspolitik modifiziert und im Jahr 2016 eine “Zwei-Kind-Politik” lanciert.

"Die Schaffung einer neuen Abteilung mit dem Fokus auf die alternde Bevölkerung signalisiert, dass die Regierung die Sorgen der Senioren ernst nimmt. Aber das Problem der Alterspyramide kann nicht einfach durch die Anhebung der Geburtenzahlen gelöst werden. Es geht vielmehr darum, unsere Wettbewerbsfähigkeit auf den globalen Märkten zu erhöhen und ein stabiles Wirtschaftswachstum zu garantieren," so Yuan.

Außer der Gesundheitskommission haben noch einige andere Behörden auf Ministerialebene ihre Pläne zur Umstrukturierung vorgelegt, darunter das Ministerium für Kultur und Tourismus und das Umweltministerium.

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