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Hundertjährige Großmutter lernt Lesen und Schreiben

Von Wang Li  ·   2015-08-11  ·  Quelle:Qianjianger Abendblatt
Stichwörter: Lesen;Schreiben;Großmutter
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Zhao Shunjin schreibt ihren eigenen Namen.  

Im Volksmund heißt es, zum Lernen sei man nie zu alt. Zhao Shunjin, die in Hangzhou in der Provinz Zhejiang lebt, wurde vor kurzem dadurch bekannt, weil sie jetzt erst zum Lernen und Schreiben beginnt. 

Frau Zhao ist 100 Jahre alt und ist nie zuvor zur Schule gegangen. Seit diesem Jahr nimmt sie an einem Kurs teil, um Lesen und Schreiben zu lernen. In den vergangenen Tagen hat sie ein Zertifikat mit rotem Stempel und ihrem Foto bekommen. Wenn sie das Zertifikat nimmt, lächelt sie glücklich. Ihr grauhaariger Sohn Luo Rongsheng streckt den Daumen nach oben und lobt seine alte Mutter: „Mama, du bist die Beste!" 

 

Ihr Zertifikat. 

 

Als die Sozialarbeiter den Lese- und Schreibkurs für Analphabeten im Juni 2015 bekanntgemacht hatten, haben viele Bürger angerufen, um sich den Kurs anzumelden. Was für die Sozialarbeiter unvorstellbar war, dass die Werbung auch die hundertjährige Zhao Shunjin anlockten würde. 

Frau Zhaos Entscheidung hat die Sozialarbeiter sehr berührt. Angesichts ihres Alters und Gesundheitszustands entschieden sie, ihr einen besonderen Kurs zu geben. Der Kurs dauert zehn Tage und zwei Stunden pro Tag. Chen Lijun ist ihre Lehrerin. Entweder geht sie mit dem Textbuch zu der alten Dame oder die alte Dame kommt mit ihrer Schwiegertochter zu Chen Lijun. 

In dem Büro hat die alte Dame uns ihre Erfolge gezeigt. Auf einem Papier stehen zwei große Zeichen: „Hang Zhou". 

„Wie heißt das?" fragt Chen Lijun die alte Dame. 

„Hangzhou." Sie liest die Schrift im heimatlichen Dialekt. 

Frau Chen wechselt ein anderes Papier, auf dem das Zeichen „鱼" (Fisch) steht. 

Die alte Dame lächelt und sagt: „Das kenne ich." 

Frau Chen erzählt, die alte Dame sieht nicht mehr gut, deshalb schreiben die Sozialarbeiter und die Familie die Wörter in großer Schrift mit einem schwarzen Stift auf A4-Papier. Zuerst lesen die Sozialarbeiter, dann folgt sie im Hangzhouer Dialekt und schließlich schreibt sie die Wörter selbst noch einmal. 

Die alte Dame hat zuvor nur ihren eigenen Namen gekannt, aber mittlerweile hat sie schon mehr als 100 Wörter erlernt. Sie kann die Namen von verschiedenem Gemüse und ihre Adresse lesen und schreiben. 

Es ist nicht einfach, das Zertifikat des Kurses zu bekommen. Nur wenn man eine Prüfung besteht, kann man es erhalten. Chen Lijun zeigt dem Reporter die Testfragen. Es gibt viele Prüfungsaufgaben, beispielsweise ist die erste Frage die Auskunft über die Adresse der Familie. Es gibt noch eine weitere Frage, bei der man von einem Bild den Namen des abgebildeten Gemüses schreiben muss oder die Daten der Feiertage finden muss. 

„Die alte Dame machte die Prüfung allein. Sie ist 100 Jahre alt und die Prüfung ist schwierig für sie", gibt Chen Lijun zu. Die Sozialarbeiter korrigierten ihre Prüfungsarbeit nicht sehr streng. „Die Leidenschaft für das Lernen ist Preis genug. Auf jeden Fall hat sie die meisten Fragen richtig beantwortet." 

Luo Rongsheng sagt, die Familienmitglieder unterstützen die alte Dame beim Lernen. „Sie lernt Schreiben an dem Tisch wie ein Kind." Er sagt lächelnd, dass die alte Dame manchmal auch faulenzt. Nach 20 Minuten kann sie sich nicht mehr auf das Lernen konzentrieren, dann werden wir sie ermutigen. 

Warum lernt sie nun überhaupt Lesen und Schreiben? Luo Rongsheng, ihr zweiter Sohn erklärt, als sie jung war, musste sie sehr hart arbeiten, weil sie Analphabetin war. 

Damals verkaufte sie allein auf einem Gemüsemarkt. Eines Tages schloss sie ein gutes Geschäft ab, nämlich Gemüse für die Mensa an der Zhejiang Universität zu verkaufen. Die Angestellten holten die Waren jeden Tag ab und dann gaben ihr die neue Liste für den nächsten Tag. Wenn sie am Abend nach Hause ging und das Gemüse vorbereitete, hatte sie aber Probleme. Weil sie niemals zur Schule ging, kannte sie die Wörter auf die Liste gar nicht. Viele in den Dörfern waren Analphabeten und Analphabetinnen. Was konnte sie machen? Um das große Geschäft nicht zu verlieren, ging sie oft viele Kilometer zu Fuß, um andere um Rat zu fragen. 

„Weil sie als Analphabetin viele Schwierigkeiten erfahren hat, wollte sie keinesfalls, dass sich diese Tragödie wiederholen würde, deshalb sind wir Kinder alle zur Schule gegangen. „Luo Rongsheng sagt, der ältere Bruder hat einen Bachelorabschluss, weil die Mutter seine Bildung unterstützte. Damals galt dieses Bildungsniveau als sehr hoch. Was das Gesundheitsrezept der älteren Dame angeht, sagt Luo Rongsheng, dass sie gern Fleisch isst. Das Wichtigste ist aber ihre gute Stimmung – man kann es auch mit dem populären Satz „Super cool!" ausdrücken. (Quelle: Qianjianger Abendblatt) 

 

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