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Guter Start der chinesischen Wirtschaft ins Jahr 2026

  ·   2026-04-23  ·  Quelle:german.china.org.cn
Stichwörter: chinesische Wirtschaft;2026
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Chinas Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahresvergleich um 5 Prozent gewachsen und erreicht damit die obere Grenze des für dieses Jahr angestrebten Zielkorridors. Zudem übertrafen mehrere Wirtschaftsindikatoren die Erwartungen der Ökonomen und Wirtschaftsakteure. 

„Die Daten sind sehr beeindruckend und haben die Erwartungen übertroffen“, sagte Tian Xuan, Dekan der Guanghua School of Management an der Peking-Universität, nachdem China in der vergangenen Woche die Wirtschaftsdaten für das erste Quartal 2026 veröffentlicht hatte. „Der gute Start der chinesischen Wirtschaft bedeutet für die Weltwirtschaft eine sehr starke Unterstützung.“

Für diese positive Bewertung spricht vor allem, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahresvergleich um 5 Prozent gestiegen ist – damit liegt das Wachstum nicht nur am oberen Rand des für dieses Jahr angestrebten Zielkorridors, sondern zählt auch im internationalen Vergleich zu den höchsten Raten unter großen Volkswirtschaften.

Auch die Binnennachfrage, deren Anstieg eine Priorität der diesjährigen Wirtschaftspolitik Chinas ist, hat sich erholt. So stieg der Einzelhandelsumsatz mit Konsumgütern, ein Schlüsselindikator für den Konsum, im Jahresvergleich um 2,4 Prozent. Allein das Inzahlungnahme-Programm für Konsumgüter generierte im ersten Quartal einen Umsatz von über 430 Milliarden Yuan (62,67 Milliarden US-Dollar).

Das Wachstum des Dienstleistungskonsums beschleunigte sich ebenfalls. Im ersten Quartal stiegen die Einzelhandelsumsätze mit Dienstleistungen um 5,5 Prozent im Jahresvergleich. Der Boom der „Frühlingswirtschaft“ und der „Erlebniswirtschaft“ hat landesweit neue Konsummuster hervorgebracht.

Die Anlageinvestitionen stiegen im ersten Quartal im Jahresvergleich um 1,7 Prozent und kehrten damit den Rückgang von 3,8 Prozent im Jahr 2025 um.

Laut dem Staatlichen Statistikamt (NBS) trugen Konsum und Investitionen insgesamt 84,7 Prozent zum BIP-Wachstum im ersten Quartal bei, was einem Anstieg von fast 30 Prozentpunkten im Jahresvergleich entspricht.

Die Unternehmensgewinne verbesserten sich signifikant. In den ersten beiden Monaten dieses Jahrs stiegen die Gesamtgewinne der Industrieunternehmen mit einem jährlichen Umsatz von mindestens 20 Millionen Yuan landesweit im Jahresvergleich um 15,2 Prozent. Besonders stark wuchsen die Gewinne im Maschinenbau und in der Hightech-Fertigung, was die anhaltende Erholung der Rentabilität der Industrieunternehmen widerspiegelt.

In den letzten Jahren hat die Umsetzung der Strategie zur innovationsgetriebenen Entwicklung die Modernisierung der Industriestruktur beschleunigt und neue Triebkräfte für das Wachstum gefördert. Inzwischen ist das Land im Elektroauto-Sektor weltweit führend. Die Produktion von Lithium-Ionen-Batterien und Industrierobotern stieg im ersten Quartal zudem jeweils um 40,8 bzw. 33,2 Prozent.

  

Shenxing PLUS-Batterie am Stand von CATL auf der zweiten China International Supply Chain Expo in Beijing. (28. November 2024, Xinhua)  

Der Außenhandel wuchs erheblich. Im ersten Quartal überstieg der gesamte Import und Export von Waren 11 Billionen Yuan (1,61 Billionen US-Dollar), was einen historischen Höchststand bedeutet. Dies entspricht einem Wachstum von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr und der höchsten vierteljährlichen Wachstumsrate seit fast fünf Jahren. 

  

Im Containerterminal des Hafens von Rizhao in der Provinz Shandong verlässt ein Schiff den Hafen. (Archivbild vom 20. Mai 2025, Guo Xulei/ Xinhua)  

Bemerkenswert ist überdies auch, dass Chinas Importe im ersten Quartal um fast 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr stiegen und einen neuen Stellenwert im gleichen Zeitraum erreichten. Dies steht im Einklang mit Chinas Bemühungen um eine ausgewogene Handelsentwicklung durch aktive Ausweitung der Importe.

Außerdem stieg der Erzeugerpreisindex im März im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Prozent und beendete damit eine 41-monatige Phase des Rückgangs, was auf eine verbesserte Dynamik zwischen Angebot und Nachfrage im Inland hindeutet. Im ersten Quartal stieg Chinas Verbraucherpreisindex (VPI) im Jahresvergleich um 0,9 Prozent und lag damit 0,4 Prozentpunkte über dem Wert des vierten Quartals des Vorjahres. Der moderate Anstieg des Preisniveaus ist ein wichtiges Merkmal der Wirtschaftsentwicklung im ersten Quartal dieses Jahres. Diese positive Tendenz sendet Signale für eine anhaltende Erholung der Makroökonomie.

Unter anderem verbesserten sich auch die Markterwartungen. Im März lag der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe bei 50,4 und kehrte damit in den Expansionsbereich oberhalb der 50-Punkte-Marke zurück. Diese Trennlinie markiert die Grenze zwischen wirtschaftlicher Expansion und Kontraktion. Gleichzeitig ist im März auch das Geschäftsklima im Dienstleistungssektor wieder in den Expansionsbereich zurückgekehrt. Dies sendet ein positives Signal, dass sich die allgemeine Wirtschaftsstimmung weiter verbessert, und bestätigt, dass das Marktvertrauen zunimmt.

Diese ermutigenden Daten haben die Stärke der chinesischen Wirtschaft erneut hervorgehoben. Diese Leistung sei vor dem Hintergrund eines hohen Basiswerts im Vorjahr und eines komplexen externen Umfelds erzielt worden, was sie noch bemerkenswerter macht. Der gute Start zeige die Widerstandsfähigkeit der chinesischen Wirtschaft, sagte Mao Shengyong, Vize-Leiter des NBS. „Gleichzeitig verfügt China über ausreichenden politischen Spielraum und umfangreiche politische Instrumente, und die Wirksamkeit der Politik verbessert sich stetig“, fügte Mao hinzu. Ihm zufolge konzentrieren sich aktuell alle Behörden darauf, die Schlüsselaufgaben aus dem Tätigkeitsbericht der Regierung umzusetzen. Die Finanzpolitik entfalte weiterhin ihre Wirkung, während die strukturellen Instrumente der Geldpolitik verstärkt eingesetzt würden, um zentrale Aufgaben wie die Ausweitung der Binnennachfrage, technische Innovation sowie die Entwicklung von Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen zu fördern. Zudem würden die Sondermaßnahmen zur Ankurbelung des Konsums verstärkt umgesetzt. Größere Anstrengungen würden unternommen, um die Beschäftigung und das Einkommen von städtischen und ländlichen Bewohnern zu steigern. Unter anderem würden politische Initiativen wie „Künstliche Intelligenz Plus“ ausgebaut, um eine solide Grundlage für einen stabilen Wirtschaftsbetrieb zu gewährleisten.

Auch internationale Beobachter bewerten Chinas Wirtschaftsleistung im ersten Quartal positiv. Liang Guoyong, Ökonom bei der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD), erklärte, dass geopolitische Konflikte wie die Iran-Krise die globalen Lieferketten unter Druck setzen würden. Die über den Erwartungen liegende Leistung der Fertigungsindustrie und des BIP zeige die Widerstandsfähigkeit und Dynamik der chinesischen Wirtschaft und trage dazu bei, das Marktvertrauen weiter zu stärken.

Han Chen, Präsident der ABB Robotics in China, äußerte sich erfreut über die Wirtschaftsbilanz im ersten Quartal. Von der umfassenden Modernisierung von Anlagen bis hin zur florierenden Entwicklung der Hightech-Fertigung sammle die chinesische Wirtschaft stets neue Wachstumsimpulse. „Wir sind zuversichtlich, dass sich die chinesische Wirtschaft langfristig stabil entwickeln wird.“

Thong Mengdavid, Vize-Direktor des China-ASEAN-Forschungszentrums an der Cambodia-China University of Technology and Science, betonte, dass Chinas Wirtschaft als „Stabilitätsanker“ für die Weltwirtschaft fungiere. Chinas hochwertige Entwicklung wirke externen Unsicherheiten effektiv entgegen und bringe der Weltwirtschaft die dringend benötigte Sicherheit sowie Impulse für den weiteren Aufschwung.

 

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