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Beschränkungen für chinesische Unternehmen könnten 5G-Kosten in die Höhe treiben

  ·   2019-06-11  ·  Quelle:German.people.cn
Stichwörter: 5G;EU
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Im Falle eines Kaufverbots von Telekommunikationsgeräten führender chinesischer Hersteller, müsste Europa laut einem Industriebericht zusätzliche 55 Milliarden Euro für 5G-Netze zahlen und eine 18-monatige Verzögerung der Technologie hinnehmen.

Der Bericht der GSM Association, die 750 Mobilfunkbetreiber weltweit vertritt, besagt, dass Ericsson, Nokia und Samsung, die nichtchinesischen Wettbewerber auf dem 5G-Markt, nicht in der Lage seien, die Umstellung von 3G- und 4G-Netzen auf 5G in vollem Umfang in Europa zu bewältigen und dabei gelichzeitig bereits unterzeichnete Verträge in Nordamerika und Asien einzuhalten.

Huawei und ZTE machen rund 40 Prozent des EU-Marktes aus und Huawei ist laut der GSM-Analyse, über die Reuters und Agence France-Presse am Freitag erstmals berichteten, derzeit „Vorreiter in der 5G-Technologie“.

„Ein Verbot chinesischer Anbieter würde den Wettbewerb auf dem Markt für mobile Geräte erheblich verringern, die Preise erhöhen und zusätzliche Kosten für die Einführung von 5G verursachen“, heißt es in dem Bericht. Zudem wird vorausgesagt, dass ein Verbot „zu einer langsameren Einführung von 5G-Netzen in Europa und zu einer geringeren Inanspruchnahme führen würde, was die Produktivitätslücke zwischen der EU und den USA weiter vergrößern würde“.

US-Präsident Donald Trump hatte am 15. Mai eine Verordnung unterzeichnet, die Technologie und Dienstleistungen von „ausländischen Gegnern“, die als nationale Sicherheitsrisiken eingestuft werden, verbietet. Das US-Handelsministerium hat daraufhin Huawei und 70 verbundene Unternehmen in seine Entity-Liste aufgenommen, wodurch Huawei der Erwerb von Produkten und Technologien von US-Firmen ohne Genehmigung der Regierung untersagt wurde. Die USA gewährten später eine 90-tägige Aufhebung des Verbots.

Vergangene Woche setzten Trump und US-Außenminister Mike Pompeo die Staats- und Regierungschefs der EU erneut unter Druck, dem Beispiel der Vereinigten Staaten zu folgen oder mit Konsequenzen, wie einem Ende der Bereitstellung amerikanischer Geheimdienstdaten, zu rechnen.

Viele in Europa sind zu dem Schluss gekommen, dass die USA Huawei verboten haben, um Chinas Aufstieg einzudämmen und die technologische Dominanz der USA aufrechtzuhalten.

Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben bisher ein vollständiges Verbot von Huawei abgelehnt. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte, dass sich Unternehmen, die die festgelegten Sicherheitskriterien erfüllen, an Ausschreibungen für den Aufbau des deutschen 5G-Netzes beteiligen könnten.

Laut dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) müsse Europa „einen eigenen Kurs beibehalten“ und die EU würde unabhängig entscheiden, welchen Unternehmen die Beteiligung am Aufbau einer 5G-Netzinfrastruktur erlaubt sei.

Shada Islam, Direktorin für Europa und Geopolitik bei Friends of Europe, einer Denkfabrik in Brüssel, sagte, die EU habe bei Huawei keine Partei ergriffen. „Wir haben unsere eigenen Interessen und Anliegen und bringen sie mit zunehmendem Selbstvertrauen auf der globalen Bühne zum Ausdruck“, sagte sie.

Abraham Liu, Huaweis Hauptvertreter bei den EU-Institutionen, hob kürzlich in Brüssel hervor, dass die 5G-Lösung von Huawei die beste auf dem Markt und größtenteils ein europäisches Produkt sei. „Sie ist maßgeschneidert für die Bedürfnisse Europas“, sagte er. Huawei sei seit fast 20 Jahren in Europa tätig und beschäftige dort 12.000 Mitarbeiter, von denen 70 Prozent lokale Beschäftigte seien.

„Huawei wird zum Opfer von Mobbing durch die US-Regierung. Dies ist nicht nur ein Angriff auf Huawei. Es ist ein Angriff auf die liberale, regelbasierte Ordnung. Dies ist gefährlich“, so der Unternehmensvertreter gegenüber dem Parliament Magazine.

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