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Valdemar Tchipenhe: „Meine Erfahrungen als Laborant in einem chinesischen Team“

  ·   2020-07-13  ·  Quelle:Beijing Rundschau
Stichwörter: Nukleinsäuretest;Impfstoff
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Valdemar Tchipenhe, ein 23-jähriger Angolaner, ist Teil eines chinesischen Teams, das in Westafrika hilft, COVID-19 zu bekämpfen. Das Team richtet COVID-19-Testlabore in Gabun, Togo und Benin ein. 

 

Während der Epidemie kämpften Tchipenhe (hintere Reihe, 1. v. li.) und seine Kollegen an vorderster Front gegen COVID-19. Mehrere Monate prüften und untersuchten sie Nukleinsäuretests und arbeiteten in einem Labor in Shenzhen. 

Im Huoyan-Labor arbeitet Valdemar Rodrigues Augusto Tchipenhe, ein angolanischer technischer Anwendungsingenieur aus dem Biotech-Unternehmen BGI Genomics mit Sitz in der chinesischen Stadt Shenzhen, in seiner doppelten Schutzkleidung, medizinischen N95-Maske und Schutzbrille an COVID-19-Nukleinsäuretests. Auf dem Labortisch direkt vor ihm liegt eine Charge neu gesammelter Proben. Unter der Leitung von Tchipenhe untersuchen Laborassistenten in Gabun Nukleinsäuretests für das neuartige Coronavirus. Dabei werden die durch einen Rachenabstrich extrahierten Nukleinsäuren mittels quantitativer Echtzeit-PCR (dt. Polymerase-Kettenreaktion) vervielfältigt, um zu analysieren, ob die getesteten Personen COVID-19 haben oder nicht.  

Seit Anfang Mai ist Tchipenhe als Mitglied des Überseeteams des Huoyan-Labors des chinesischen Biotech-Unternehmens BGI Genomics, um die lokalen Fähigkeiten zur Prävention und Bekämpfung von Epidemien und der Nukleinsäuretests in Gabun, Togo und anderen afrikanischen Ländern zu verbessern. Zuvor hatte er mehrere Monate im Labor in Shenzhen – an vorderster Front sozusagen – an und mit Nukleinsäuretests gearbeitet.  

„Ich hoffe, dass ich durch meine Bemühungen mit meinen chinesischen Freunden zusammen unser gemeinsames Zuhause schützen kann“, sagte der 23-jährige Angolaner. In den letzten sechs Jahren war China immer sein Zuhause. „Worte könnten meine Dankbarkeit niemals ausdrücken. Es ist die Wärme und Unterstützung meiner chinesischen Freunde, die mich antreibt.“ 

„Ich fühle mich erfüllt“ 

Nukleinsäuretests werden gebraucht, um COVID-19 klinisch zu diagnostizieren. Seit dem Coronavirus-Ausbruch hat BGI Gabun und Togo bei der Installation von Huoyan-Laboren geholfen. Das Labor in Libreville, Hauptstadt von Gabun, beispielsweise ist in der Lage, 10.000 Nukleinsäuretests pro Tag zu machen, wodurch es zum größten Labor des Landes wurde.  

„Als mich das Unternehmen fragte, ob ich bereit wäre, in Westafrika gegen die Epidemie zu kämpfen, zögerte ich keine Sekunde. Ich hatte das Gefühl, dass ich eine wichtige Verantwortung tragen muss.“ Unter den neun Technikern, die von BGI nach Westafrika geschickt wurden, war Tchipenhe der einzige Afrikaner. „Ich möchte meine sechsjährige Studien- und Berufserfahrung in China nutzen, um zum Kampf des afrikanischen Volkes gegen die COVID-19-Epidemie beizutragen“, sagte er. 

Im Moment ist Tchipenhe am Bau mehrerer Coronavirus-Testlabors in vielen afrikanischen Ländern beteiligt. Unter anderem ist er dafür zuständig, Laborgeräte einzustellen und medizinisches Personal vor Ort zu schulen. Darüber hinaus müssen er und seine Kollegen für technische Unterstützung zur Verfügung stehen. Jeden Tag fährt er mehrmals zwischen Labor und Hotel hin und her.  

„Wann immer ich gesehen habe, dass lokale Techniker dann unserer Schulungen und Geräte Nukleinsäuretests effizient durchführen können, fühle ich mich sehr erfüllt“, sagt Tchipenhe stolz. Er sei froh, die Möglichkeit zu haben, die chinesische Biotechnologie nach Afrika zu bringen und seinen afrikanischen Landsleuten im Kampf gegen die COVID-19-Epidemie zu helfen.  

„Ich bin mir sicher, dass ich Gutes tue – zum Wohle der afrikanischen Völker.“ Um sicherzustellen, dass lokale Techniker die Maschinen bedienen und die Prozesse präzise abwickeln können, hatten Tchipenhe und seine chinesischen Kollegen ihren Aufenthalt in Afrika immer wieder verlängert.  

„Beeindruckt und berührt von Chinas Maßnahmen gegen die Epidemie“ 

Vor seiner Abreise nach Westafrika hatte sich Tchipenhe bereits völlig der Arbeit gegen die Epidemie verschrieben. Schon am 8. Februar kehrte er an seinen Arbeitsplatz zurück und arbeitete in Shenzhen an den Nukleinsäuretest für das neuartige Coronavirus. „Konfrontiert mit den Viren ist es unvermeidlich, besorgt zu sein, aber jedes Mitglied des Teams entschied sich dafür, mutig voranzueilen und sich nicht zurückzuziehen“, beschreibt Tchipenhe sein Gefühl am Arbeitsplatz.  

 

Tchipenhe bietet unter anderem auch Schulungen für medizinisches Personal in Togo an.   

Im ersten Monat nach seiner Rückkehr an den Arbeitsplatz konnten einige der technischen Mitarbeiter des Unternehmens aufgrund der Auswirkungen der Epidemie vorübergehend nicht mehr arbeiten. Hinzu kam, dass die Zahl der getesteten Personen rapide zunahm. Infolgedessen wurde die Arbeitsbelastung der Laboranten an der Front immer heftiger. Tchipenhe erinnert sich daran, dass jedes Mal, wenn er im Dienst war, jedes Mitglied des Testteams unermüdlich im Labor arbeitete, mit Ausnahme einer 20-minütigen Ruhezeit und der Essenzeit. „Je früher die Testberichte da waren, desto mehr tragen wir zur Überwindung der Epidemie bei“, sagte Tchipenhe. Doch jedes Mal, wenn seine Schicht endete, war der junge Afrikaner mit seiner Arbeitsleistung sehr zufrieden.  

Inzwischen achtet er auch aufmerksam auf die Maßnahmen Chinas gegen die Epidemie. Auf sozialen Medien berichtet er oft über seine eigenen Erfahrungen und stellt seinen Freunden Chinas Maßnahmen und Errungenschaften im Kampf gegen Epidemien vor.  

Der 23-Jährige sagt, dass seine schicksalhafte Verbindung mit China Ende 2013 begann. Nach dem Abitur erhielt er den Zulassungsbescheid und ein Stipendium der pädagogischen Universität in Zhejiang. Dadurch wurde er der erste Angolaner, der ein Biotechnologie-Stipendium im Ausland erhielt. Nach Abschluss seines Studiums wurde er von der chinesischen Firma BGI Genomics eingestellt. 

Tchipenhe, der seit sechs Jahren in China lebt, hat schon viele chinesische Städte besucht. Er sagt: „Shenzhen ist meine Lieblingsstadt. Hier tauschen sich Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen aus. Alle verstehen sich gut miteinander. Nach der Fertigstellung der Labore möchte ich nach Shenzhen zurückkehren und wieder bei meinen chinesischen Freunden sein.“ 

Gefragt nach seinen langfristigen persönlichen und beruflichen Plänen sagt der junge Mann, dass er – sobald er mehr Fähigkeiten in seinem Wissensgebiet erworben habe – plane, nach Angola zurückzukehren, um zur Entwicklung seiner Heimat und der chinesisch-afrikanischen Freundschaft beizutragen.  

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