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Wim Wenders Filmwelt erobert China

  ·   2019-05-29  ·  Quelle:German.people.cn
Stichwörter: Film
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Wim Wenders gehört zu den prägendsten Figuren der deutschen Filmgeschichte. Aktuell wird das Werk des Regisseurs in einer umfassenden Filmretrospektive in Beijing dem chinesischen Publikum vorgestellt. Bei der Eröffnung sprach Wenders über seinen Eindruck von China und verriet, wie es ihm immer wieder gelingt, besondere Verbindungen zu seinen Filmschauplätzen aufzubauen.

„Der Himmel über Berlin“, „Der Stand der Dinge“, „Alice in den Städten“, „Pina“ oder „Paris, Texas“ - wer über bedeutende Filme des deutschen Kinos sinniert, kann sich Wim Wenders Werken nicht entziehen. Diese und weitere Klassiker aus Wenders Filmwelt werden aktuell in der chinesischen Hauptstadt vom Goethe-Institut China in Kooperation mit dem China Film Archive in einer umfangreichen Retrospektive präsentiert.

Bei der Pressekonferenz anlässlich seiner Werkschau Mitte Mai in Beijing zeigte sich der Filmemacher beeindruckt von den Dimensionen der Stadt. Nach zwei, aus unvorhersehbaren Gründen, abgesagten Reisen ins Reich der Mitte, ist dies Wenders erster Chinabesuch im glücklichen dritten Anlauf. „Ich bin immer noch überwältigt, es ist alles größer, als ich es mir vorgestellt habe“, so der Regisseur gegenüber den anwesenden Medienvertretern.

Allgemein ist der Ort sowie Wenders Eindruck davon immer wieder Thema bei dem Regisseur, nicht nur auf dieser Pressekonferenz, sondern auch in seinen Filmen. Unvorstellbar scheinen beispielsweise „Paris, Texas“ ohne die Aufnahmen der weitläufigen Wüstenlandschaft des US-Bundesstaats oder „Buena Vista Social Club“ ohne den karibischen Flair des kubanischen Havannas. Wie begegnet der Filmemacher also neuen Orten und möglichen Schauplätzen für seine Filme?

„Orte sind etwas Geheimnisvolles. Jeder Ort hat seinen eigenen Charakter. Manche sind offen, andere wiederum sehr geschlossen. Die Begegnung mit einer fremden Gegend ähnelt daher häufig der Begegnung mit einer fremden Person“, erklärt Wenders auf Nachfrage von People’s Daily Online. „Die meisten meiner Filme sind entstanden, weil ein Ort mich gefunden hat.“

Eine Art Geheimrezept, um schneller eine Verbindung zu einem Ort herzustellen, verrät Wenders dann doch: „Eine echte Verbindung lässt sich nur aufbauen, wenn man alleine umherwandert und sich verirrt.“ Auch in Beijing habe der Filmemacher mit dieser Methode seine erste Verbundenheit schaffen können. „Ich bin in einen kleinen Park in der Nähe der Verbotenen Stadt spaziert und dort auf einer Parkbank unter einem großen Baum eingeschlafen. Dieser Baum ist jetzt mein Freund.“

Wim Wenders Filmretrospektive läuft noch bis zum 30. Juni.

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