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US-Politisierung der Rückverfolgung der Herkunft von COVID-19 ist weltweit unerwünscht

  ·   2021-07-30  ·  Quelle:german.china.org.cn
Stichwörter: Ursprung;WHO
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Vor kurzem hat die US-Regierung die Debatte über den Ursprung von COVID-19 neu entfacht und die Schlussfolgerungen der gemeinsamen Studie von China und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) über die Rückverfolgung von COVID-19, die die WHO Ende März dieses Jahres veröffentlicht hatte, in Frage gestellt. Mehrere Politiker, Experten und Medienvertreter erklärten daraufhin, dass die Virusrückverfolgung auf wissenschaftlicher Grundlage erfolgen müsse, und sprachen sich gegen ihre Politisierung aus.

Am 22. Juli gab die Kommunistische Partei Südafrikas (SACP), Mitglied der südafrikanischen Regierungskoalition, online eine Erklärung zur Ursprungsermittlung von COVID-19 ab, in der sie die Politisierung der wissenschaftlichen Forschung über den Ursprung des Virus und die Rückverfolgung der Quelle anprangerte. In der Erklärung erläutert die Partei, dass die Untersuchungen über den Ursprung des Coronavirus eine wissenschaftliche Frage sei. Dies bedeutet, dass sie auf wissenschaftlicher Grundlage, objektiv und fair betrachtet werden sollten, um die globale Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Pandemie zu fördern.  

„Die SACP verurteilt Versuche, die wissenschaftliche Forschung zu politisieren. Zu diesen Versuchen gehören die geografische Standortbenennung von Viren oder Angriffe auf die wissenschaftliche Forschung aufgrund der daran beteiligten Länder“, heißt es. „Im Zeitalter der Pandemie ist die wissenschaftliche Zusammenarbeit auf der ganzen Welt entscheidend für den Fortschritt und den Schutz der menschlichen Gesellschaft. Der wissenschaftliche Bereich der Ursprungs- oder Quellenermittlung von Viren ist ein entscheidendes Instrument im Kampf gegen ihre Verbreitung“, heißt es in der Erklärung weiter. 

Zwei Labore in Italien und den Niederlanden haben kürzlich eine kleine Anzahl von Blutproben, die vor dem Ausbruch von COVID-19 genommen worden waren, erneut untersucht. Als Ergebnis wurden Antikörper gefunden, die normalerweise mit einer COVID-19-Infektion in Verbindung gebracht werden. Diese Proben aus der ersten Oktoberwoche 2019 lassen vermuten, dass die Personen, von denen die Proben genommen wurden, wahrscheinlich im September 2019 mit COVID-19 infiziert waren. 

Giovanni Apolone, Direktor des Mailänder Krebsinstituts (INT) sagte, dass die Ergebnisse dieser erneuten Untersuchung darauf hindeuten, dass sich das COVID-19-Virus „sehr wahrscheinlich“ in Italien „innerhalb bestimmter Grenzen“ weit vor dem allgemein angenommenen Zeitpunkt verbreitet habe. 

Aus der Sicht von David Hayman, Professor für Infektionsökologie an der Massey University in Neuseeland, gebe es bislang keine direkten Indizien dafür, dass das Virus aus einem Labor entwichen sei. Stattdessen spreche eine große Menge an Daten dafür, dass es sich um ein „natürliches Ereignis“ handle. Er sagte, dass wissenschaftliche Forschung direkte Beweise und Datenakkumulation brauche, aber keine subjektiven Spekulationen. Hayman zeigte sich verwundert über das Fehlen von Beweisen für die Behauptung eines „Laborlecks“, die in einigen westlichen Medien die Runde machte.  

In einem Interview mit der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua sagte Stephen Winchester, beratender Virologe bei Berkshire and Surrey Pathology Services, dass das COVID-19-Virus „sehr wahrscheinlich“ aus der Natur stamme. In einem Artikel des australischen The Guardian wurde darauf hingewiesen, dass eine Überprüfung bestehender Beweise, die von australischen Forschern im Juli veröffentlicht wurden, zeige, dass die wahrscheinlichste Erklärung für die Quelle von COVID-19 immer noch die eines tierischen Ursprungs sei. 

Zurzeit stellten die USA erneut die Rückverfolgung des neuen Coronavirus vielmehr aus eigenen Interessen als aus anderen Gründen in den Raum, so der mexikanische Allergologe und Experte für Infektionskrankheiten Gerardo Lopez Perez. Er ist der Ansicht, dass die Versuche der USA, bei der Suche nach dem Ursprung des Virus anderen die Schuld zu geben wirklich sinnlos seien. „Im Moment suchen wir nach Lösungen, nicht nach einem Land, das für alles verantwortlich sein soll“. 

Hamdhan Shakeel, Chefredakteur des Maldives News Network, schrieb in einem am 23. Juli veröffentlichten Leitartikel mit dem Titel „COVID-19: Rassismus, Schuldzuweisung und Politisierung einer Pandemie“, dass westliche Länder versucht haben, die Frage der Rückverfolgung des Ursprungs zu politisieren, indem sie die Fakten verdrehten und die Schuld auf China schöben. Er argumentiert, dass die Erforschung der Rückverfolgbarkeit des neuen Coronavirus keine einfache Arbeit sei. Wissenschaftler hätten im Fall von HIV/AIDS und der Ebola-Pandemie jahrzehntelang vergeblich nach dem Ursprung geforscht. Dies sei schon ein Beweis dafür, dass die Rückverfolgung des Ursprungs eines Virus eine hochwissenschaftliche Arbeit sei. Die Politisierung der Rückverfolgung des Ursprungs des COVID-19-Virus werde zweifellos die wissenschaftlichen Bemühungen beeinträchtigen und behindern, die für die Bekämpfung der nächsten Pandemie dieser Art erforderlich seien.

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