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Existenzgründung soll Beschäftigung fördern

Von Lan Xinzhen  ·   2016-04-19  ·  Quelle:Beijing Rundschau
Stichwörter: Existenzgründung;Beschäftigung
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Wenn sich frisch gebackene Hochschulabsolventen mit den Worten „Ich habe ein eigenes Unternehmen" vorstellen, ist das in China mittlerweile nichts Besonderes mehr. Unternehmensgründungen haben seit 2014 explosionsartig zugenommen, die meisten davon werden von Hochschulabsolventen realisiert. 

Manch einer beruft sich sogar auf Bill Gates, der Harvard verließ und stattdessen Microsoft gründete, um Studenten zur Existenzgründung zu ermutigen, auch wenn diese manchmal die Uni noch gar nicht abgeschlossen haben. Geschichten erfolgreicher chinesischer Jungunternehmer dienen ebenfalls dazu, die unternehmerische Leidenschaft in Chinas Jugend zu entfachen. 

Auch wenn die Gründung eines eigenen Unternehmens ein gewaltiges Risiko bedeutet, kann es doch den enormen Druck, auf „normalem" Weg eine Arbeit zu finden, mindern. Chinas Arbeitsmarktaussichten sind in diesem Jahr mit mehr als 7,7 Millionen Studenten, die ihren Abschluss machen, 300.000 Studenten, die nach ihrem Auslandsstudium in die Heimat zurückkehren, einer hohen Anzahl arbeitsloser und unterbeschäftigter Menschen sowie überschüssige Arbeiter vom Land erneut trübe. 

Auch wenn Ministerpräsident Li Keqiang im Tätigkeitsbericht der Regierung 10 Millionen zusätzliche Arbeitsstellen versprochen hat, ist die Jobnachfrage damit bei weitem nicht gedeckt. 

Um Hochschulabsolventen zur Gründung eines eigenen Unternehmens zu ermutigen und sie zu unterstützen, haben die Zentralregierung und örtliche Behörden eine Reihe von Anreizmaßnahmen in den Bereichen Zulassung, Finanzierung, Besteuerung und Ausbildung bekanntgegeben. 

In seinem diesjährigen Tätigkeitsbericht betonte Li Keqiang, dass die Unterstützung von Hochschulabsolventen bei der Existenzgründung hohe Priorität habe, und versprach, Unternehmertum, Innovationen und „Internet Plus", d.h. die Integration digitaler Technologien in traditionelle Industrien, zu fördern.  Er ermutigte Firmen, Universitäten, Forschungsinstitute und Unternehmer zur Zusammenarbeit, um neue Geschäftsformen zu entwickeln. Li drängte außerdem auf die Entwicklung eines Dienstleistungssystems für Start-ups und forderte Investitionen in neu gegründete Unternehmen. 

Unternehmensgründungen können nicht nur den Beschäftigungsdruck für Studenten mindern, sondern auch Investitionen fördern und ein großes Talentpotenzial freisetzen. Um ein faires Marktumfeld für Unternehmer zu schaffen und Hürden für Unternehmertum und Innovationen aus dem Weg zu räumen, versucht die Zentralregierung, die Verwaltung zu verschlanken, Befugnisse an niedrigere Regierungsebenen zu delegieren und den Service für Start-ups zu verbessern. 

Man hofft, dass die Förderung einer unterstützenden Kultur für neue Unternehmen zur Schaffung ganz neuer Beschäftigungsmöglichkeiten beitragen wird, die zu einem weiteren wirtschaftlichen Fortschritt des Landes führen werden. 

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