27-02-2009 Quelle: Shanghaier Morgenpost
Nach dem Bergwerksunglück in Shanxi
Zhang Yuan berichtet aus Gujiao

Die Rettungsarbeiten nach der Gasexplosion in der Tunlan-Kohlengrube sind beendet. Einige der Verletzten sind noch immer in der Klinik. Die Familien der Todesopfer sind nach und nach in Gujiao eingetroffen, um die sterblichen Überreste ihrer Angehörigen in Empfang zu nehmen. Vor dem Unglück hätte niemand gedacht, dass die Tunlan-Kohlengrube durch eine Gasexplosion zum Einsturz gebracht werden könnte. Das Bergwerk war seit langem für seinen hohen Sicherheitsstandard berühmt. Die Bergleute vor Ort können es noch immer nicht fassen.

Der Reporter der Shanghaier Morgenpost hat am 23. Februar eine Interviewreise zur Tunlan-Kohlengrube in der Stadt Gujiao in der Provinz Shanxi unternommen.

Die jüngsten Nachrichten vom Unglücksort

In der Nacht zum 22. Februar hat der Vorstand der Shanxi Koks- und Kohlen- Gruppe die Entscheidung getroffen, den Leiter und den stellvertretenden Leiter der Tunlan-Kohlenmine ihrer Ämter zu entheben.

Auf 28,06 Millionen Yuan (3,30 Millionen Euro) beziffert sich die Schadenssumme, die von der Versicherung bereits ausgezahlt worden ist.

Die Shanxi Koks- und Kohlen-Gruppe wird gemäß staatlich festgelegtem Standard an die Angehörigen der Todesopfer jeweils 200 000 Yuan (24 000 Euro) ausbezahlen. Gleichzeitig hat sich die Regulierungsstelle der Versicherung eingeschaltet. Die Regulierung von Ansprüchen aus der Unfall- und Betriebsunfallversicherung ist bereits angelaufen.

Liu zufolge sind die Suche nach den Vermissten und die Erstversorgung der Opfer bereits abgeschlossen. Nun bestehe die Hauptaufgabe in der weiteren medizinischen Versorgung, der Unterstützung der Angehörigen sowie der Klärung der Unfallursache. Gegenwärtig werden neun Arbeitsgruppen der Shanxi Koks- und Kohlen Gruppe gebildet, um mit den Kliniken bei der Behandlung der Verletzten zusammenzuwirken und den Familienangehörigen der Opfer beizustehen.

Am Nachmittag des 23. Februar hat die Sozialversicherungsabteilung der Aufsichtsbehörde für die Kohlenindustrie der Provinz Shanxi 28,06 Millionen Yuan als Leistung aus der Arbeitsunfallversicherung und aus einem Notfallfonds ausgezahlt.

Ein Verantwortlicher der Sozialversicherungsabteilung der Behörde sagt, dass die Opfer versicherungstechnisch je nach der Schwere der erlittenen Verletzungen eingestuft werden. Je nach Einstufung können die Betroffenen entsprechende Entschädigungen in Anspruch nehmen. Die Behörden nehmen sich auch der Kinder der Todesopfer an. Ihre Erziehungskosten werden erstattet, außerdem stehen ihnen bei einem Universitätsbesuch nach Vollendung der Volljährigkeit staatliche Stipendien in Höhe von 3000 bis 5000 Yuan zur Verfügung.

Sitzung zur Betriebssicherheit erst vor wenigen Tagen

Die Tunlan-Kohlenmine in der Stadt Gujiao in der Provinz Shanxi ist seit jeher für ihre Betriebssicherheit berühmt. Zwar ereignen sich in Shanxi häufig Bergwerksunfälle, aber in den Kohlengruben von Gujiao kamen schwere Unfälle bislang nur höchst selten vor. „Das letzte Unglück hat sich im Jahr 1985 ereignet. Damals sind 40 Menschen ums Leben gekommen“, erklärt neben dem Bergwerksstollen, in dem das Unglück passiert ist, ein alter Bergmann, der schon seit mehr als 20 Jahren in der Tunlan-Kohlenmine arbeitet. Mit dem Abschluss der Rettungsarbeiten sind auch bereits die Absperrungen neben dem Bergwerksschacht entfernt worden. Nach dem Aufräumen ist kaum noch etwas von dem Unglück zu sehen. Auch die defekte Lüftungsanlage ist bereits repariert worden. Im Stollen hört man nur noch das regelmäßige Abpumpgeräusch der Luftaustauscher.

1   2   >  

Mehr dazu:
Aufräumarbeiten nach Gasexplosion in Shanxi laufen weiter
74 Tote bei Gasexplosion in Tunlan-Kohlebergwerk in Shanxi
Minenunglück in Shanxi
 
Kurze Nachrichten


Wirtschaft
Top-Services
Hotel
Routenplaner
Wechselkurs
Rent a car
City Apartments Vermietung
Reise durch China
Schreiben Sie an uns
Aboservice
Wetter
Über Beijing Review | Über Beijing Rundschau | Rss Feeds | Kontakt | Aboservice | Zu Favoriten hinzufügen
Adresse: BEIJING RUNDSCHAU Baiwanzhuanglu 24,
100037 Beijing, Volksrepublik China