26-11-2008 Beijing Rundschau Das freie Spiel des Marktes von Wu Yanfei
![]() Vorsichtige Reformschritte Zhou Dadi, Direktor des Instituts für Energieforschung bei der Kommission für Reform und Entwicklung, tritt für die Schaffung eines umfassenden Mechanismus ein, der es dem chinesischen Inlandsmarkt ermöglichen soll, extreme Schwankungen auf dem internationalen Ölmarkt abzufedern. Mit der Reform sollte zudem die Erhebung einer Mineralölsteuer einhergehen. Bis heute existiert nämlich eine derartige verbrauchsorientierte Steuer in China nicht. Qi Fang, stellvertretender Vorsitzender des Verbandes der Chinesischen Ölindustrie, ist der Meinung, dass die Regierung im Falle einer Reform auch die Regulierung des Ölmarktes in Angriff nehmen muss. Auf dem Inlandsmarkt haben CNPC und Sinopec ein Duopol errichtet: private Ölfirmen müssen raffinierte Ölprodukte von diesen beiden Anbietern zu Großhandelspreisen kaufen. Derzeit gibt es 80 000 private Ölfirmen, aber lediglich rund 100 private Raffineriebetriebe mit einem Jahresausstoß von zehn Millionen Tonnen. Seit 2001 gibt es Engpässe bei der Öllieferung an private Ölhändler. Qi meint, dass private Ölfirmen mehr Sicherheit bräuchten, um eine ausreichende Menge raffinierten Öls zu vernünftigen Großhandelspreise zu erwerben, damit ein fairer Wettbewerb im Einzelhandel garantieren werden könne. Wenn die Regierung diese Frage im Rahmen der Reform der Mineralölpreise nicht angemessen lösen kann, werden private Ölfirmen infolge härten Wettbewerbs schwer um ihr Überleben kämpfen müssen.
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