04-05-2008 Beijing Rundschau Esskultur und die traditionelle tibetische Hochzeitsfeier Esskultur
Eine tibetische Köstlichkeit: Lammkoteletts
Die tibetische Nationalität hat ihre besonderen Gerichte und Eßgewohnheit. Butter, Tee, Zanba-Mehl (aus gemahlener und gerösteter Qingke-Gerste), Rinder- und Hammelfleisch zählen zu den „vier Schätzen“ unter den tibetischen Lebensmitteln. Dazu kommen Qingke-Gerstenwein und verschiedene Milchprodukte.
Die tibetische Küche Die tibetische Küche kann auf eine lange Geschichte zurückblicken und enthält eine Vielzahl von Gerichten. Zu einem normalen Essen gehören das Grundnahrungsmittel Zanba-Mehl, Beilagen und eine Suppe. Die tibetische Küche verwendet nur wenig Salz und Gewürze. Das Zanba-Mehl ist ein wichtiges Lebensmittel für die Tibeter und leicht zuzubereiten. Aus Gerstenkörnern wird nach dem Rösten und Mahlen fertiges Zanba-Mehl. Kurz vor dem Essen legt man Zanba-Mehl in eine Schüssel, fügt ein wenig Butter hinzu, vermischt mit den Fingern Butter und Zanba-Mehl gleichmäßig, knetet alles gut durch und formt aus dieser Masse Klößchen. Luftgetrocknetes Rinder- und Hammelfleisch ist ein für Tibet typisches Lebensmittel. Am Jahresende, wenn die Temperatur unter Null ist, zerteilt man Rinder- und Hammelfleisch in kleine Stücke und trocknet sie an einem dunklen und kühlen Ort an der Luft. Ab dem zweiten und dritten Monat des nächsten Jahres kann man diese Fleischstreifen konsumieren. Sie haben dann einen vollen Geschmack. Es gibt viele Zubereitungsarten und Serviervorschläge für Gerichte auf tibetischen Banketten. Nach alter Sitte sind die Plätze auf dem Bankett nach der sozialen Stellung der Gäste, und zwar nach ihrer Rangfolge, eingeteilt. Es gibt Bankette mit Fleischgerichten und vegetarische Bankette. Beim Fleischessen gibt es viele Tabus für die tibetische Nationalität. Die Tibeter essen im Allgemeinen nur Rinder- und Hammelfleisch, sie vermeiden es, Pferde-, Esel-, Maultier- und Hundefleisch zu essen. Manche Tibeter verzichten sogar auf Hühner- und Schweinefleisch sowie Eier. Nur ein Teil der städtischen Jugend greift zu Krabben, Schlangen- und Reisaalfleisch sowie Meeresfrüchten, wohingegen die Bewohner in den weit ausgedehnten Agrar- und Weidengebieten derartige Gerichte im Allgemeinen ablehnen. Mit der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung hat sich die tibetische Kochkunst ständig entwickelt und bereichert.
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