18-03-2010 Beijing Rundschau
Druck auf China wegen des RMB-Wechselkurses unsachdienlich

Der Wechselkurs betrifft die Währungspolitik eines Staates, und Druck von anderen Ländern auf China wegen des RMB-Wechselkurses diene nicht der Lösung internationaler Handelsfragen.

Dies sagte der EU-Botschafter in China, Serge Abou, am 17. März in Beijing.

Weiters sagte Serge Abou vor der Presse, die Wechselkursfrage sei kompliziert, weshalb eine konstruktive Haltung erforderlich wäre. Die Ausübung von Druck beurteilte er als kontraproduktiv.

Serge Abou teilte ferner mit, der Präsident der EU-Kommission, José Manuel Barroso, werde im April China besuchen und am Probelauf der Shanghaier Expo teilnehmen.

Der Chefökonom des Bankhauses Goldman Sachs, Jim O'Neill, sagte  am 17. März  vor der Presse in London, es sei ein Fehler, wenn die USA Druck auf China hinsichtlich einer Aufwertung der chinesischen Währung ausübten. Weiters kritisierte O'Neill eine Politisierung der wirtschaftlichen Fragen durch den US-Kongress. Er halte den Standpunkt der USA, dass die chinesische Währung unterbewertet sei, für falsch. Die Bedeutung des Yuan für die Weltwirtschaft sei nicht so groß, wie von westlichen Ländern gemeinhin angenommen.

 

 

 
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