20-01-2010 Beijing Rundschau Reaktion Chinas auf Rückzugsdrohung Googles
![]() Ma Zhaoxu, der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, sprach am Dienstag vor der Presse über die Google-Affäre. Ausländische Firmen, die sich in China engagierten, müssten die chinesischen Gesetze einhalten, Sitten und Gebräuche respektieren sowie gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Google dürfe dabei keine Ausnahme bilden, so Ma Zhaoxu. Bislang gibt es keinen Hinweis darauf, ob sich der amerikanische Suchmaschinenbetreiber mit der chinesischen Regierung in Verhandlungen befindet. Am 19. Januar teilte Google mit, dass die für den heutigen Mittwoch geplante Einführung von zwei Smartphones in China verschoben werde. In seiner Stellungnahme betonte Ma Zhaoxu, China werde unbeirrt seine Öffnungspolitik fortführen und sich darum bemühen, ein günstigeres Investitionsklima für ausländische Firmen zu schaffen und deren legitime Interessen zu schützen. China lade nach wie vor wie internationale Internetfirmen dazu ein, ihr Engagement in China zu entwickeln. Wie in vielen anderen Ländern, so der Sprecher weiter, sei die Internetsicherheit auch in China stark von Hacker-Angriffen bedroht. China sei einer der größten Opfer dieser Attacken. Das aktuellste Beispiel sei hierfür der Angriff ausländischer Hacker auf die chinesische Suchmaschine Baidu.com vom 12. Januar. Die chinesische Regierung gehe entschlossen gegen Hacker vor. Hacker-Angriffe seien in China illegal und würden strafrechtlich verfolgt, so der Sprecher. Zuvor hat Google, das größte Suchmaschinen-Unternehmen der Welt auf seiner Firmenwebsite gedroht, sich aus China, dem größten Wachstumsmarkt des Internets, zurückzuziehen. Einer der Auslöser für diese Ankündigung seien massive Hacker-Angriffe aus China, hieß es.
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