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„Eine neue Sprache ist nicht nur ein Werkzeug, sondern der Zugang zu einer neuen Welt", sagte der Präsident des Goethe Instituts Klaus-Dieter Lehmann am 15. Mai beim Besuch der Mittelschule der Renmin Universität. Er traf dort auf die Direktorin Liu Pengzhi um sich über die Zusammenarbeit im Rahmen der Pasch Initiative zu informieren.
Pasch, dass steht für „Schulen – Partner der Zukunft", eine vom Auswärtigen Amt entwickelte und vom Goethe Institut maßgeblich unterstützte Initiative zur Förderung der deutschen Sprache im Ausland. Seit 2008 läuft das Projekt, an dem bis Ende diesen Jahres weltweit 1.500 Partnerschulen teilnehmen sollen. In China gibt es bereits 35 davon. Eine von zwei Partnerschulen in der chinesischen Hauptstadt ist die Mittelschule der Renmin Universität.
Goethe-Präsident Klaus-Dieter Lehmann zeigte sich erfreut darüber gerade die Mittelschule, die seit acht Jahren Deutschunterricht anbietet und seit drei Jahren eine Partnerschaft zum Ferdinand-Porsche-Gymnasium in Stuttgart unterhält, als Partnerschule gewonnen zu haben. Erklärtes Ziel der Pasch Initiative ist es laut Lehmann junge Menschen für die deutsche Sprache zu begeistern und ihnen Türen zur deutschen Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft zu öffnen. Hierbei sei es Aufgabe des Goethe Instituts eine umfassende Hilfestellung zu leisten. „Wir wollen keine Auslandsschulen aufbauen, sondern Partnerschulen etablieren und diese bei der Vermittlung der deutschen Sprache begleiten.", betonte der gelernte Bibliothekar die Rolle seiner Institute.
Ganz konkret unterstützt das Goethe Institut die Mittelschule mit Lehrmaterialien und bietet den Schülern an, ihren Lernfortschritt anhand von international anerkannten Sprachzertifikaten zu dokumentieren. Ein besonderer Schwerpunkt ist momentan die Deutschlehrerausbildung, deren tiefe Bedeutung Sebastian Vötter, Pasch-Experte für Unterricht, nochmals unterstrich: „Ein guter Deutschunterricht setzt eine fundierte Deutschlehrerausbildung voraus." Seit zwei Monaten ist dafür die Pädagogin Katharina Ford zuständig. Zusammen mit chinesischen Deutschlehrern entwickelt sie in Seminaren didaktische Konzepte um den Unterricht an den Pasch-Schulen interaktiver zu gestalten. Zhang Yi, Deutschlehrerin der Mittelschule berichtete begeistert von ihren Erfahrungen: „Bevor ich am Co-Teaching Programm teilgenommen habe, fand der Deutschunterricht größtenteils auf Chinesisch und in frontaler Form statt. Im Seminar habe ich dann neue Unterrichtsformen kennen gelernt. Mittlerweile kommuniziere ich mit den Schülern nur noch auf Deutsch und teile die Klasse öfters in kleine Arbeitsgruppen ein. So kann ich auch die stilleren Schüler erreichen und einen höheren Level an Interaktion herstellen." Um die Deutschlehrerausbildung in China gemeinsam weiter zu entwickeln, kündigte Lehmann im Rahmen seines Besuches auch die Unterzeichnung eines Abkommens zur engeren Zusammenarbeit mit dem chinesischen Erziehungsministerium an.
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