28-07-2010
Heute vor vielen Jahren
28. Juli 1976: Die Bevölkerung in den Katastrophengebieten bekämpft die Folgen des Erdbebens
 

Medizinisches Personal der Stadt Tangschan leistet in Zelten den Verletzten Erste Hilfe.

Die Einwohner von Tangschan legten hohen revolutionären Heroismus und Optimismus an den Tag. Die Parteikomitees aller Ebenen standen stets in der ersten Reihe des Kampfes. Kaum hatten sie den Schmutz von der Kleidung abgeschüttelt, eilten viele leitende Mitglieder der Betriebsparteikomitees, ohne daß sie erst zu Hause nach dem Rechten sahen, zu den eigenen Einheiten, um an Ort und Stelle die Arbeit zu leiten. Der nahezu 60 Jahre alte Sekretär des Parteikomitees des Kraftwerks Tangschan Peng Hung befreite sich von den auf ihm lastenden Ziegeln und Steinen und machte sich, ohne nach Mutter und Kindern zu sehen, sofort zur Fabrik auf. Die Mitglieder der Kommunistischen Partei erklärten einhellig, daß sie sich in diesem Moment des Ehrentitels Kommunist würdig erweisen müßten. Jeder wollte, um Verwundete zu retten, dorthin gehen, wo die Gefahr am größten war. Nachdem der Kommunist Gen Fu-an aus dem Kohlenbergwerk Tangschan der Gefahr entronnen war, verbarg er die Trauer um seine getöteten Familienangehörigen und arbeitete hart Tag und Nacht, wobei er stets ein aus der Zeitung ausgeschnittenes Bildnis des Vorsitzenden Mao bei sich trug. Die Massen der Arbeiter bewiesen auf diese Weise, daß sie weder Mühe noch Tod fürchteten. Um die Telephonverbindungen mit anderen Orten sicherzustellen, harrten sieben Genossen einer Vorortstation des Telegraphenamtes mehrere Tage lang auf ihrem Arbeitsposten aus, bis ihre Stimmen heiser wurden und sie ihre Augen vor Müdigkeit kaum noch öffnen konnten.

Nachdem die Rettungsmannschaft des Kohlenbergwerkes Tangschan die Weisung erhalten hatte, den Lüftungszugang zu dem 5 km entfernten Schacht Laofeng zu öffnen, machte sie sich sogleich auf den Weg. Aber die elektrische Winde versagte, da der Strom ausgefallen war; so öffnete die Mannschaft mit Händen und Schultern ein schweres Tor nach dem anderen und brachte auf diese Weise viele Arbeiter außer Gefahr.

In Peking, das vom Erdbeben in Mitleidenschaft gezogen wurde, zeigen die Einwohner in Stadt und Land nicht die geringste Furcht angesichts der Gefahr. Sie beseitigen die Folgen des Erdbebens und harren in Arbeit und Produktion aus. Die Versorgung mit Wasser, Strom, Kohle und Gas wurde nicht beeinträchtigt. Die Nachrichtenverbindungen und der Verkehr in der Stadt haben keine Störung erfahren. Die Einwohner werden regelmäßig mit Nahrungsmitteln, Gemüse und sonstigen Gütern des täglichen Bedarfs versorgt und wurden nach Organisationseinheiten an sicheren Orten untergebracht. Die Hauptstadt hat eine Unmenge Güter und Materialien für die Katastrophengebiete gesammelt, zusammengestellt und auf den Weg geschickt. Gruppen für die Reparatur des Stromversorgungsnetzes sowie Dutzende Ärzteteams wurden entsandt, viele aus den Katastrophengebieten hierher überführte Verwundete aufgenommen und behandelt.

In der ebenfalls vom Erdbeben betroffenen Großstadt Tientsin bleiben die Einwohner standhaft und ruhig, und alles geht ordnungsgemäß vor sich. Die Arbeiter bauen ihre Fabrikgebäude wieder auf und reparieren die Einrichtungen und tun ihr Bestes, um die Produktion möglichst schnell wieder aufzunehmem.

Nachdem die Stromleitung des Ölfelds Dagang unterbrochen worden war, machten sich leitende Mitglieder und Arbeiter des Kraftwerks beim Ölfeld sogleich unter Lebensgefahr daran, sie zu reparieren, so daß innerhalb einer kurzen Zeit die Stromversorgung wiederhergestellt wurde und die Bohrung und Ölförderung wieder normal durchgeführt werden konnten. Nach dem Erdbeben stiegen die Leistungen des Bohrvortriebs und der Rohölausstoß ständig. Am 30. Juli, zwei Tage nach dem Beben, erreichte der tägliche Ausstoß von Rohöl den Stand von vor dem Erdbeben.

Die Nahrungsmittelfabrik der Stadt Tientsin hat zur Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung in der Stadt und im Katastrophengebiet Tangschan 32 Stunden nach dem Erdbeben die Produktion wieder aufgenommen. Nahezu 300 Tonnen Keks werden täglich von der Fabrik erzeugt, ebensoviel wie vor dem Erdbeben. Die Parteizeile der Produktionsbrigade Hsiaodjindschuang, einer im ganzen Land berühmten vorbildlichen Einheit, hielt am Morgen des 28. Juli gleich nach dem Erdbeben eine Sitzung der Mitglieder des Komitees der Parteizelle ab, um zu beraten, wie die Schwierigkeiten zu überwinden seien. Außerdem wurde eine Versammlung zur raschen Mobilisierung der Brigademitglieder für den Kampf gegen die Katastrophe einberufen. Innerhalb von zwei Tagen wurden die ausgedehnten Maisfelder gedüngt und alle maschinellen Be- und Entwässerungsanlagen repariert. Am Abend des 30. Juli nahm die politische Abendschule ihren Unterricht wieder auf. Alle, alt und jung, Männer und Frauen, studierten bewegt und mit Tränen in den Augen das Solidaritätstelegramm des ZK der Partei. Die Laienkünstler-Propagandatruppen übten auf dem Sportplatz unter dem Klang von Gongs und Trommeln Programme ein, mit denen sie die Kampfmoral der Massen heben helfen. Ein Kommunemitglied hat das folgende Gedicht geschrieben, das den Heroismus der Volksmassen in der Brigade Hsiaodjindschuang und im gesamten betroffenen Gebiet ausgezeichnet zum Ausdruck bringt:

,,Das Wüten des Taifuns läßt uns nicht wanken, Das Beben der Stärke 7 bezwingt uns nicht. Das Hauptkettenglied ist der Klassenkampf, Wir vergessen es nicht — Wir malen ein neues Bild auf das unbeschriebene Blatt!"

Rettungsmannschaften und eine Unmenge von Getreide, Nahrungsmitteln, Medikamenten, Zelten, Baumaterialien, Zement und andere dringend benötigte Güter werden aus der Provinz Liaoning, aus Schanghai und anderen Landesteilen laufend auf dem Luft- und Seeweg und über Fernstraßen in das Gebiet, in dem sich das Beben ereignete, transportiert.

Von der Fürsorge und Anteilnahme des Vorsitzenden Mao, des ZK der Partei und der Volksmassen anderer Landesteiie tief bewegt, riefen Einwohner in den Katastrophengebieten mit Tränen in den Augen aus: ,,Wir danken dem Vorsitzenden Mao und dem ZK der Partei für ihre herzliche Fürsorge!" ,,Es lebe unser großer Führer, der Vorsitzende Mao!"

Viele Verbände der VBA wurden gleich nach dem Erdbeben mobilisiert und von allen Seiten in Marsch gesetzt, um der Bevölkerung in den betroffenen Gebieten tatkräftig zu helfen. Der schweren Regenfälle nicht achtend, eilten viele Einheiten in das Katastrophengebiet. Die Kommandeure und Kämpfer scheuten nicht die Gefahren, die von den Nachbeben ausgingen, und auch nicht die Mühen ermüdender weiter Märsche. Sie waren Sendboten der herzlichen Fürsorge des Vorsitzenden Mao und des ZK der Partei für die Volksmassen. Gemeinsam mit den Massen kämpfen sie Tag und Nacht ohne nachzulassen. Sie sind immer dort, wo die Auswirkungen des Bebens am schwersten sind und die größte Gefahr herrscht, und tun ihr Möglichstes, um jeden Verwundeten zu retten und der Bevölkerung bei der Überwindung der Schwierigkeiten beizustehen. Sie transportieren Materialien, stellen Nachrichtenverbindungen, zerstörte Eisenbahnen, Fernstraßen und Brükken wieder her und sichern Staubecken und -seen.

Die große Unterstützung aus allen Landesteilen schafft günstige Bedingungen für die Rettungsarbeiten im Gebiet Tangschan. Von der Katastrophe betroffene Einwohner werden allmählich in Sicherheit gebracht. Tausende Ärzte und Sanitäter retten Menschenleben und behandeln die Verwundeten und Kranken. Die zerstörten Eisenbahnen, Landstraßen, Wasser- und Stromleitungen sowie die unterbrochenen Fernmeldeverbindungen werden nach und nach repariert.

Angesichts der herzlichen Fürsorge des Vorsitzenden Mao und des ZK der Partei und der energischen Unterstützung durch das Volk des ganzen Landes ist die Bevölkerung in dem vom Erdbeben schwer betroffenen Gebiet von hoher Kampfmoral erfüllt. Die Arbeiter des Eisen- und Stahlkombinats Tangschan drückten das so aus: ,,Wir fürchten uns nicht, auch wenn der Himmel niederstürzt und die Erde einbricht. Auch wenn der Tai-Berg auf uns lastet, lassen wir uns nicht in die Knie zwingen. Nach einem starken Erdbeben arbeiten wir noch angestrengter. Im Vertrauen auf die eigene Kraft bauen wir unsere Heimat wieder auf!" Sie sind entschlossen, angeleitet von der revolutionären Linie des Vorsitzenden Mao den Klassenkampf als das Hauptkettenglied anzupacken, den Kampf zur Kritik an Deng Hsiao-ping und gegen den Wind von rechts zu vertiefen, um den Sieg im Kampf gegen die Folgen des Erdbebens zu erringen. (Quelle: Beijing Rundschau Nr. 34, 1976)

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