06-05-2010
Heute vor vielen Jahren
Ein erfolgreiches Jahr
 

1979 hat die chinesische Filmproduktion einen Wendepunkt erlebt. Viele Drehbücher wurden verfaßt, und 65 Spielfilme und verfilmte Bühneninszenierungen wurden gedreht.

Das Kulturministerium zeichnete vor kurzem 22 Spielfilme des letzten Jahres aus, darunter die Titel ,,Vom Leibeigenen zum General", ,,Tränenspuren", ,,Ji Hongchang", ,,Sehnsucht nach der Armee-Einheit", ,,Kummervolles Lächeln", ,,Kleine Blume" und ,,Kirschblüten".

Im vergangenen Jahr hat sich gezeigt, daß wieder eine realistische Filmkunst Formen annimmt, die Charaktere werden natürlicher, die Kunst verbessert sich.

 

Mit der Durchführung der Richtlinie ,,Laßt hundert Blumen blühen! Laßt hundert Schulen miteinander wetteifern!" und mit der Wiederherstellung der Demokratie beim literarischen und künstlerischen Schaffen verändert sich die Lage im Filmwesen erheblich. Die Filme weisen reichhaltige Themen auf. ,,Vom Leibeigenen zum General" handelt von einem Leibeigenen der Yi-Nationalität, der später an der Revolution teilnimmt und General wird. ,,Tränenspuren" ist eine aktuelle Geschichte vor dem Hintergrund der politischen Kämpfe unter der Viererbande. In ,,Ji Hongchang" wird ein früherer Kuomintang-General Kommunist und widmet sein Leben der Revolution. Manche Filme spiegeln das Leben während des revolutionären Krieges wider, einige beschreiben, wie eine falsche Linie die Partei gefährdete. Ereignisse aus dem Leben von Intellektuellen und Kämpfe des Volkes gegen die Viererbande werden auf der Leinwand gezeigt. Auch wurden einige Liebesfilme gedreht.

Viele Regisseure experimentierten mit neuen Ausdrucksmitteln. Der Film ,,Kleine Blume" zeigt das Auf und Ab im Leben eines Mädchens und seines Bruders während des Krieges. Interessant ist die farbliche Gestaltung der Szenenbilder, der abwechselnde Gebrauch von Farb- und Schwarzweißfilm und der Einsatz von Farbtönung und Rückblenden zur Hervorhebung von Erinnerung und Phantasie.

,,Kummervolles Lächeln" ist die Geschichte eines aufrichtigen Journalisten, der in der Zeit der Viererbande verfolgt wurde. Der Film zeigt anschaulich das vielseitige Gefühlsleben des Helden.

,,Kirschblüten" ist ein Farbfilm über eine Episode chinesisch-japanischer Freundschaft, der erste Film des Jugend-Studios des Beijinger Filminstituts. Er handelt von der engen Beziehung zwischen einer Japanerin und ihrer chinesischen Mutter, die sie ernährte, und ihrem chinesischen Bruder. Die Schauspielerin, die die Japanerin spielt, und der Bruder in diesem erfolgreichen Film standen zum ersten Mal vor der Kamera. Sie offenbarten bemerkenswerte schauspielerische Fähigkeiten, vermieden die sonst so häufige Erscheinung übertriebener Posen und gaben eine realistische Darstellung.