| Die chinesische Wirtschaft hat sich in der Vergangenheit kontinuierlich und stabil entwickelt. Dieser Prozess wird von der internationalen Gemeinschaft mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Die mit der Entwicklung verbundenen Umweltrisiken werden dabei häufig hervorgehoben. Einige gehen sogar so weit, dem Land vorzuwerfen, nur Wert auf die Entwicklung der Wirtschaft zu legen und den Umweltschutz zu ignorieren. Die Tatsachen beweisen jedoch das Gegenteil.
Um den Umweltschutz zu verstärken, wurden beispielsweise bis Ende September dieses Jahres 2 100 Industriebetriebe geschlossen, die vor allem durch schwere Umweltverschmutzung, hohen Energieverbrauch und niedriges technisches Niveau aufgefallen sind. Andere Betriebe setzten auf Modernisierung, so zum Beispiel die Wuhan Stahl- und Eisen-Gesellschaft. Dort machte man gute Erfahrungen bei der Energieeinsparung und der Schadstoffreduktion. Der Geschäftsführer, Deng Qilin, nannte genaue Zahlen:
"Zwölf Prozent der Investitionen der Wuhan Stahl- und Eisen-Gesellschaft sind in den vergangenen fünf Jahren für Energieeinsparung und Schadstoffreduktion eingesetzt worden. Vorher brauchte man für die Produktion von einer Tonne Stahl mehr als 20 Tonnen Wasser, jetzt nur noch etwas über drei Tonnen. Und 47 Prozent der Elektrizität für die Produktion wird durch Gasrückgewinnung erzeugt."
In ganz China wurden zudem Anlagen zur Wiederverwertung von Abfall und zur Reinigung von Abwasser gebaut. Mittlerweile verfügen über 90 Prozent der Städte in China über Kläranlagen. Seit Ende 2008 wurden zudem in ländlichen Gebieten vier Milliarden Yuan für die Abwasserreinigung und die Müllverwertung eingesetzt.
Außerdem gibt es in China mittlerweile mehr als 2 500 Naturschutzzonen, die über 15 Prozent des chinesischen Territoriums einnehmen.
Doch gibt es noch viel zu tun, nach wie vor müssen erhebliche Herausforderungen bewältigt werden. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in China liegt weltweit betrachtet nur an etwa 100. Stelle. Parallel zum Schutz der Umwelt muss in China auch noch die enorme Aufgabe der Entwicklung der Wirtschaft und der Verbesserung des Alltagslebens der Bevölkerung gemeistert werden.
Die chinesische Regierung will daher tatkräftig die "grüne Wirtschaft" sowie neue aufstrebende Wirtschaftsbranchen fördern, darunter Neue Energien und Neue Werkstoffe. Nur so kann die Wirtschaftsentwicklung aufrechterhalten und der Umweltschutz ausgebaut werden. Der stellvertretende chinesische Ministerpräsident Li Keqiang sagte dazu:
"Wir müssen die Entwicklungsidee und das Entwicklungsmodell erneuern. So müssen wir auf der Grundlage positiver Erfahrungen mit allen Kräften die Probleme der schwerindustriellen Entwicklung lösen. In diesem Sinne gelten die Umwelt und der Aufbau einer ökologischen Zivilisation als Kernaufgabe. Der Umweltschutz ist ein ausschlaggebender Bestandteil der Umwandlung des Entwicklungsmodells."
Die Bemühungen Chinas werden weltweit anerkannt. Auf der Liste des Wirtschaftsprüfungsunternehmens Ernst & Young über Staaten mit erneuerbaren Energien liegt China auf dem ersten Platz. Zudem ist China zum vitalsten "grünen Land" bei erneuerbaren Energien, sauberer Produktion und energiesparendem Bauen geworden.
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